Di, 07.08.12 20:02
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Aufwärtstrend der letzten Tage hat am Dienstag an der Wall Street weiter angehalten. Neben der fortschreitenden Berichtssaison legten Börsianer ihren Fokus weiterhin auf den steigenden Optimismus bezüglich der Schuldenkrise in Europa. Schon an den vergangenen beiden Handelstagen hatte die Hoffnung auf weitere Gegenmaßnahmen durch die Europäische Zentralbank für kräftigen Rückenwind gesorgt. Schwache Wirtschaftsdaten aus Europa hätten nun den Druck auf die Notenbanker nochmals erhöht, hieß es am Markt. Mit Spannung warteten Anleger darauf, ob Spanien tatsächlich Hilfen beantragen werde.
Etwa zwei Stunden vor Schluss stieg der Dow Jones
Der größte Gewinner im Dow Jones kam wie schon am Vortag aus dem Finanzsektor: Diesmal waren aber JPMorgan
mit einem Anstieg um 3,31 Prozent auf 37,50 US-Dollar der Spitzenreiter, gefolgt von den am Vortag führenden Aktien der Bank of America
mit einem Plus von 2,36 Prozent. Sie trotzten damit den schlechten Nachrichten aus Europa, wo ein Kurseinbruch bei der britischen Bank Standard Chartered
den Sektor belastet hatte. Hintergrund sind Ermittlungen der New Yorker Finanzaufsicht, wonach das Institut trotz geltender Sanktionen für iranische Banken Geldgeschäfte abgewickelt haben soll. Standard Chartered wies die Vorwürfe jedoch zurück.
Schwäche zeigten dagegen die Aktien aus dem US-Pharmasektor. Die in New York gelisteten Titel von Elan Corp
sackten um 3,11 Prozent ab, nachdem das irische Biotech-Unternehmen seinen Anteil an einem Gemeinschaftsunternehmen auf Null abgeschrieben hatte. Bereits Ende Juli war bekannt geworden, dass das neue Alzheimer-Medikament, das der Pharmakonzern zusammen mit Johnson & Johnson
und Pfizer
entwickelt, in einer Studie enttäuscht hatte. Die Aktien der beiden US-Pharmakonzerne gehörten mit Einbußen von 0,71 und 1,69 Prozent im Dow Jones zu den größten Verlierern.
Zahlen gab es nur von Unternehmen aus der zweiten Reihe zu vermelden. Titel von Chesapeake Energy
etwa preschten aufgrund eines Rekordgewinns im zweiten Quartal um rund elf Prozent vor, profitierten dabei aber auch von der marktbreiten Stärke von Aktien aus dem Energiesektor und gestiegenen Gaspreisen. Papiere von US Airways
dagegen sackten wegen eines hohen Quartalsverlusts um mehr als acht Prozent ab. Nach Handelsschluss wird mit Spannung auf die Resultate des Medienkonzerns Walt Disney
gewartet, von dem sich Börsianer gute Quartalszahlen versprechen. Für die Papiere ging es um 0,87 Prozent nach oben./tih/he


