Do, 02.08.12 20:32
NEW YORK (dpa-AFX) - Das Ausbleiben sofortiger Euro-Hilfsaktionen durch die Europäische Zentralbank hatn den US-Börsen am Donnerstag Verluste eingebrockt. Dass EZB-Präsident Mario Draghi zwar weitere Maßnahmen der Notenbank zur Krisenbekämpfung angekündigt, aber ein sofortiges Eingreifen an den Anleihemärkten ausgeschlossen hatte, sorgte laut Börsianern für Unmut und Enttäuschung. Zudem herrsche zunehmend Vorsicht vor dem am morgigen Freitag anstehenden monatlichen US-Arbeitsmarktbericht, hieß es.
Der Leitindex Dow Jones Industrial
Im Dow waren die Titel von Wal-Mart Stores
die einzigen Gewinner mit plus 0,08 Prozent auf 73,68 US-Dollar. Tags zuvor hatte die Deutsche Bank laut Händlern die Aktie von 'Sell' auf 'Hold' hochgestuft. JPMorgan
hingegen zählten zu den schwächsten Werten mit minus 3,28 Prozent.
Apple
sanken um unterdurchschnittliche 0,45 Prozent. Samsung
hatte sich im kalifornischen Patentprozess gegen das Unternehmen gleich zu Beginn Ärger mit dem Gericht eingehandelt. Die Samsung-Anwälte hatten öffentlich die Entscheidung kritisiert, den Prototyp eines Samsung-Handys den Geschworenen vorzuenthalten und Medien mit Links zu den Bildern versorgt.
General Motors (GM)
büßten trotz eines überraschend positiven Quartalsgewinns je Aktie 3,20 Prozent ein. Der Autobauer hatte im zweiten Quartal einen Ergebniseinbruch von mehr als 40 Prozent verzeichnet, wofür vor allem das Verlustgeschäft in Europa verantwortlich gewesen war. Die Aktien von Kellogg's
<K.NYS> stiegen nach Vorlage der Quartalszahlen des Lebensmittelkonzerns um 3,39 Prozent.
Um 23,04 Prozent sprangen die Titel von First Solar
hoch. Die Geschäfte des Solarkonzerns laufen wieder besser und das Unternehmen hatte im zweiten Quartal wieder Geld verdient. Dagegen ging es für Abercrombie & Fitch
um fast 15 Prozent abwärts, nachdem der Bekleidungshersteller seinen Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt hatte. Die Papiere des weltgrößten Herstellers von Nachahmermedikamenten, Teva Pharmaceutical
, fielen nach der Vorlage von Quartalszahlen um 3,43 Prozent. Facebook
gaben den fünften Handelstag in Folge nach und fielen auf ein Rekordtief unter 20,00 Dollar.
Besondere Aufmerksamkeit zogen auch die Aktien der Knight Capital Group
auf sich, die nach einem Kurssturz von mehr als 30 Prozent am Vortag nun um weitere knapp 60 Prozent einbrachen. Der Finanzdienstleister hatte am Mittwoch Probleme mit seinen computergestützten Systemen, die für massive Kursausschläge gesorgt und die Handelsaussetzung mehrerer Aktien erzwungen hatten. Dem Unternehmen selbst soll dadurch ein Vorsteuerverlust von 440 Millionen Dollar entstanden sein./ck/he



