Fr, 22.06.12 11:09
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Bayer
haben am Freitag nach der vorerst verweigerten erweiterten US-Zulassung des Blutverdünners Xarelto zu den schwächsten Dax-Werten gehört. In einem negativen Marktumfeld büßten die Papiere des Pharma- und Chemiekonzerns am Vormittag 2,21 Prozent auf 53,00 Euro ein. Der Dax
Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg haben Bayer und sein US-Partner Johnson & Johnson
von der US-Gesundheitsbehörde FDA keine erweiterte Zulassung für das Thrombosemittel zur Herz- und Schlaganfallprophylaxe bei Patienten mit gewöhnlichen Herzerkrankungen erhalten. Die Behörde habe in einem entsprechenden 'Complete Response Letter' zum Zulassungsantrag Stellung genommen, teilte das Unternehmen mit. In den Augen eines Händlers überraschte das allerdings nicht, da die FDA damit der Empfehlung eines Expertengremiums vom Mai gefolgt sei.
Nach Meinung des Commerzbank-Analysten Daniel Wendorff erscheint das Schreiben der FDA nur auf den ersten Blick negativ. Die Zulassung sei nicht endgültig verweigert worden und es gebe keine Hinweise auf notwendige neue Studien. Vielmehr sollten die offenen Frage der FDA auch so beantwortet werden können. In den Augen der Investoren dürfte es zudem ohnehin wichtiger sein, ob der Xarelto-Konkurrent Apixaban von Bristol Myers Squibb
und Pfizer
in den USA zugelassen wird, fuhr Wendorff fort. Der Experte rechnet mit einer Entscheidung noch im Juni 2012. In seinem Bewertungsmodell berücksichtige er die Folgen einer Zulassung von Apixaban, insbesondere in großen Märkten, ausreichend. Das Mittel dürfte Xarelto nicht aus dem Markt drängen./mis/ag


