Mo, 25.06.12 15:06
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Sorgen um eine Verschlimmerung der europäischen Schuldenkrise dürften am Montag auch die US-Börsen belasten. Von Marktexperten hieß es, das am Donnerstag beginnende Treffen europäischer Regierungschefs könnte ohne Lösung für die bestehenden Probleme bleiben. Dies werde den Anlegern zunehmend bewusst.
Gut eine halbe Stunde vor Handelsbeginn lag der Future auf den Dow Jones Industrial
Die in New York gelisteten Anteilsscheine von Grupo Modelo dürften zum Wochenstart einen Blick wert sein. Der Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev
('Becks', 'Stella Artois') steht einem Insider zufolge vor der Komplettübernahme des Brauers ('Corona'). Ein Zukauf der restlichen 50 Prozent an den Mexikanern für mehr als 12 Milliarden US-Dollar könnte bereits in der laufenden Woche angekündigt werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Noch sei das Geschäft aber nicht in trockenen Tüchern und könne scheitern. Sprecher beider Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab.
Für die Papiere von RIM
ging es schon vorbörslich um fast anderthalb Prozent hoch. Der angeschlagene Blackberry-Hersteller erwägt einem Pressebericht zufolge radikale Schritte. Wie die Londoner 'Sunday Times' ohne Nennung von Quellen berichtete, könnte das Unternehmen seine Gerätesparte auslagern und an die Börse bringen oder ein Aktienpaket an einen größeren Konzern verkaufen. Als möglichen Käufer für ein Paket nannte die Zeitung Microsoft
, als passenden Interessenten für die Gerätesparte Amazon
. Sprecher von Microsoft und Amazon lehnten eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
Dagegen könnte es für die Bankenwerte ähnlich wie in Europa bergab gehen: Die Aktien von Morgan Stanley
, Goldman Sachs
, Bank of America
und Citigroup <C.NYS>
zeigten sich bereits vor Handelsstart schwach.
Bei Pfizer
und Bristol-Myers Squibb
sorgten negative Nachrichten zu einem potenziellen Verkaufsschlager für vorbörsliche Kursverluste von 2,75 beziehungsweise 4,64 Prozent. Die US-Arzneimittelbehörde FDA habe weitere Informationen zum Einsatz des Medikaments Eliquis zur Verhinderung von Schlaganfällen bei Patienten mit Vorhofflimmern angefordert, teilten die beiden Pharmaunternehmen gemeinsam mit./gl/edh


