Mi, 01.08.12 13:46
Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes zeigen sich im Mittwochhandel auch zur Mittagszeit in guter Form. Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Notenbankentscheidungen in Europa und den USA ist die Stimmung am Markt weiter positiv. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewinnt derzeit 0,10 Prozent auf 2.328,05 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) legt um 0,36 Prozent zu auf 2.487,34 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.
Die US-Börsen dürften heute mit Aufschlägen in den Handel starten. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,37 Prozent. Der NASDAQ-Future legt um 0,43 Prozent zu, während der S&P-Future 0,42 Prozent gewinnt. Aus den USA werden heute der ADP-Arbeitsmarktbericht, ISM Index, Ölmarktbericht, die Bauausgaben und das Fed-Sitzungsergebnis gemeldet.
Der britische Immobilienmarkt hat sich im Juli erneut abgekühlt. Wie die Nationwide Building Society verkündete, hat sich der entsprechende Index gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent verringert. Im Juni hatte er um 0,6 Prozent nachgegeben. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging der Häuserpreis-Index um 2,6 Prozent zurück, nach einem Minus von 1,5 Prozent im Juni.
Im FTSE 100 schießen auf Platz eins der Gewinnerliste Next (ISIN GB0032089863/ WKN 779551) um 5,8 Prozent nach oben. Die zweitgrößte Bekleidungskette in Großbritannien konnte ihren Umsatz in der ersten Jahreshälfte 2012 steigern und dabei die konzerneigenen Prognosen übertreffen. Zudem wurde die Prognose für den Vorsteuergewinn im Gesamtjahr erhöht. Auf Platz zwei folgen Standard Chartered (ISIN GB0004082847/ WKN 859123) mit einem Plus von 5,5 Prozent. Der Finanzkonzern meldete die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr. Dabei wurden der Gewinn und die Gesamteinnahmen gesteigert. Unter anderem konnte der Finanzkonzern von einem deutlichen Anstieg bei den Nettozinseinnahmen profitieren. Für die kommenden Quartale erwartet der Konzern ein weiterhin schwieriges Marktumfeld. Zugewinne von mehr als 3 Prozent können auch noch Admiral Group und Shire vorweisen, während die rote Laterne nach wie vor von Rexam mit einem Wertverlust von 2,7 Prozent getragen wird.
Daneben richtet sich der Fokus der Anleger heute vor allem auf Zahlen aus Frankreich. Société Générale (ISIN FR0000130809/ WKN 873403) verbilligen sich um 0,4 Prozent. Die Bankgesellschaft musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Die Gesamteinnahmen waren ebenfalls rückläufig. Insgesamt zeigte sich das Kreditinstitut angesichts des schwierigen Marktumfelds mit dem Ergebnis im zweiten Quartal aber zufrieden. Im Anschluss wurde das Ziel einer Kernkapitalquote (Core Tier I) nach Basel III von 9 bis 9,5 Prozent bis Ende des Jahres 2013 bestätigt. Schneider Electric (ISIN FR0000121972/ WKN 860180) legen indes als zweitbester Wert im CAC 40 um 3,5 Prozent zu. Der Elektrotechnikkonzern hat im ersten Halbjahr den Umsatz und den bereinigten Nettogewinn deutlich erhöht. Insgesamt hat man in der ersten Jahreshälfte den Gewinn dank der umgesetzten Effizienzsteigerungen und Preiserhöhungen verbessern können. Allerdings hatte man in einigen Regionen mit dem schwierigen konjunkturellen Umfeld zu kämpfen. Nach Einschätzung des Konzerns dürfte sich das schwierige Umfeld auch in den kommenden Quartalen weiter fortsetzen. Dennoch wurde die Jahresprognose bestätigt. Größer fallen die Aufschläge nur bei EADS mit 3,7 Prozent aus.
Vinci (ISIN FR0000125486/ WKN 867475) verschlechtern sich als Schlusslicht im CAC 40 um 3,1 Prozent. Wie bereits gestern bekannt gegeben wurde, konnte der Baukonzern im ersten Halbjahr 2012 sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten Gewinn eine Verbesserung ausweisen. Regulär wies der Konzern jedoch einen Gewinnrückgang aus. Der Ausblick für das Gesamtjahr fällt derweil verhalten aus. SUEZ ENVIRONNEMENT (ISIN FR0010613471/ WKN A0Q418) geben im breiten Markt um 1,6 Prozent nach. Der Wasserkonzern musste im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz war ebenfalls leicht rückläufig. Im Anschluss wurden die Ziele für das Gesamtjahr bestätigt.
Zahlen wurden heute auch aus Italien gemeldet. Der Öl- und Erdgaskonzern Eni (ISIN IT0003132476/ WKN 897791) hat im zweiten Quartal beim bereinigten operativen Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft einen deutlichen Anstieg verzeichnet. Dabei konnte man von einer deutlichen Ergebnisverbesserung im Segment Exploarion & Production profitieren, was vor allem in Zusammenhang mit weiteren Verbesserungen bei der Ölproduktion in Libyen steht. Der Nettogewinn lag aber angesichts hoher Einmalbelastungen deutlich unter dem Vorjahreswert. Der um Einmaleffekte bereinigte Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag nach Anteilen Dritter indes leicht über dem Vorjahreswert. Der Titel gibt um 0,8 Prozent nach.
In der Schweiz wird heute feiertagsbedingt nicht gehandelt. Gestern verabschiedete sich der Leitindex SMI mit einem kleinen Abschlag von 0,05 Prozent auf 6.399,27 Stellen aus dem Handel.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.328,05 (+0,10 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.487,34 (+0,36 Prozent) FTSE 100 (London): 5.681,97 (+0,83 Prozent) CAC40 (Paris): 3.308,52 (+0,51 Prozent) MIB (Mailand): 13.798,67 (-0,66 Prozent) SMI (Zürich): 6.399,27 ATX (Wien): 1.986,25 (-1,42 Prozent) (01.08.2012/ac/n/m)
Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG
© Aktiencheck.de AG


