Heidelberger Druckmaschinen AG Inhaber-Aktien o.N.


Börse Frankfurt Schluss: Deutliche Verluste, Eurokrise belastet
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Aktien haben heute mit deutlichen Kursverlusten geschlossen. Die Kurse wurden durch eine deutliche Verschärfung der Eurokrise belastet. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verlor heute 3,17 Prozent auf 6.419,33 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) 3,52 Prozent auf 10.426,54 Punkte abgab. Der SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) notierte 2,23 Prozent tiefer bei 4.826,34 Stellen. Daneben verlor der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) 3,03 Prozent auf 745,26 Punkte. Der Bund-Future verlor zuletzt 0,04 Prozent auf 145,65 Punkte, während sich der Euro um 0,29 Prozent auf 1,2120 US-Dollar vergünstigt.
An den US-Börsen waren am Abend Verluste zu beobachten. So verlor der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) zuletzt 1,15 Prozent auf 12.675,14 Punkte, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) 1,85 Prozent auf 2.871,52 Zähler abgab. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) verlor daneben 1,33 Prozent auf 1.344,57 Punkte.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) will sich eigenen Angaben zufolge auch weiterhin an weiteren Hilfen für das hoch verschuldete Euro-Land beteiligen. Dies stelle der IWF am frühen Abend klar. Zuvor hatte es gegenteilige Medienberichte gegeben, wonach hochrangige Vertreter des IWF der Brüsseler EU-Spitze ein Ende der Hilfen signalisiert habe.
Im DAX konnte heute keine Aktie im Plus schließen. Am wenigsten gaben noch Anteile von K+S mit -1,9 Prozent ab. Für die Aktie der Deutschen Lufthansa (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) ging es 2,2 Prozent abwärts. Die Verbindung von München nach Singapur wird mit Beginn des kommenden Winterflugplans 2012/13 eingestellt. Den Angaben zufolge wird im Zuge dessen auch der Weiterflug von Singapur nach Jakarta/Indonesien nicht mehr durchgeführt. Titel von Linde (ISIN DE0006483001/ WKN 648300) schlossen 2,3 Prozent schwächer. Der Industriegasehersteller hat von der zuständigen US-Wettbewerbsbehörde FTC (Federal Trade Commission) die Genehmigung zur Übernahme der Lincare Holdings (ISIN US5327911005/ WKN 885352) erhalten. Linde beabsichtigt, alle ausstehenden Lincare-Aktien im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots für 41,50 US-Dollar pro Aktie in bar zu erwerben. Siemens-Aktien (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) verloren 2,8 Prozent. Der Technologiekonzern gab bekannt, dass der indische Stahlerzeuger BMM Ispat bei Siemens VAI Metals Technologies die Kernaggregate für ein Elektrostahlwerk bestellt hat. Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) gaben 2,7 Prozent ab. Der Pharmakonzern hat heute enttäuschende Studiendaten veröffentlicht. So bringt die Kombination von Tarceva und Nexavar keinen zusätzlichen Vorteil gegenüber Nexavar als Monotherapie bei Patienten mit Leberkrebs. Am härtesten traf es heute die Aktie der Commerzbank mit -6,1 Prozent.
Im MDAX stand die Aktie von Deutsche Wohnen mit einem Kursverlust von 0,8 Prozent an erster Stelle. Celesio-Aktien (ISIN DE000CLS1001/ WKN CLS100) gaben 2,5 Prozent ab. DocMorris, die Apothekenmarke des Pharmagroßhändlers, wird einem Pressebericht zufolge nach dem geplanten Verkauf der Versandapotheke voraussichtlich vom deutschen Markt verschwinden. Continental (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) verloren 2,9 Prozent. Der Automobilzulieferer und SK Innovation (Südkorea) wollen künftig als Partner Batterietechnik der Spitzenklasse für die Automobilindustrie entwickeln und liefern werden. LEONI-Anteile (ISIN DE0005408884/ WKN 540888) schlossen 3,4 Prozent günstiger. Der Automobilzulieferer meldete, dass er seine technologische Spitzenposition im Bereich faseroptischer Leiter ausgebaut hat. HOCHTIEF (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) verloren ebenfalls 3,4 Prozent. Die zum Baukonzern gehörende Konzerntochter Leighton Holdings (ISIN AU000000LEI5/ WKN 856187) konnte in Australien einen Milliardenauftrag an Land ziehen. Sky Deutschland brachen am Ende des MDAX 9,2 Prozent weg.
An der Spitze des SDAX standen KWS SAAT mit 0,7 Prozent an erster Stelle. Die Heidelberger Druckmaschinen-Aktien (ISIN DE0007314007/ WKN 731400) schlossen mit -1,2 Prozent. Das Unternehmen hat sein Angebot für Kunden außerhalb der Printmedien-Industrie erweitert. Sixt (ISIN DE0007231326/ WKN 723132) gaben 5,1 Prozent ab. Der Fahrzeugvermieter geht bei der Finanzierung des Geschäfts auf Nummer sicher und hat die Laufzeiten bei der Aufnahme von Fremdmitteln schrittweise verlängert. Die rote Laterne hielten mit -6,7 Prozent die GRAMMER-Aktien.
Für die SolarWorld-Aktie (ISIN DE0005108401/ WKN 510840) verlief der Handelstag mit einem Kursgewinn von 3,6 Prozent im TecDAX erfreulich. Die herausfordernde Situation des Solarmarkts hat im Laufe des zweiten Quartals 2012 das Risiko für die Gesellschaft erhöht, kreditrelevante Finanzkennzahlen nicht zu erreichen. Wie das Solartechnikunternehmen mitteilte, hat es deswegen mit seinen Kreditgebern bestehende Kreditvereinbarungen über 375 Mio. Euro neu verhandelt. PSI (ISIN DE000A0Z1JH9/ WKN A0Z1JH) zählten mit +0,6 Prozent ebenfalls zu den Gewinnern. Das Unternehmen hat einen weiteren Auftrag erhalten. Auf der Gegenseite gaben Singulus-Anteile 7,0 Prozent ab.
DAX: 6.419,33 (-3,17 Prozent) MDAX: 10.426,54 (-3,52 Prozent) SDAX: 4.826,34 (-2,23 Prozent) TecDAX: 745,26 (-3,03 Prozent) (23.07.2012/ac/n/m)
Quelle: AKTIENCHECK.DE
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