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Di, 26.06.12 12:26

Aktien Europa: Mühsame Stabilisierung - Euro-Schuldenkrise schwelt weiter

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben sich am Dienstag wegen der weiter schwelenden europäischen Schuldenkrise nicht nachhaltig von ihrer jüngsten Verlustserie erholen können. Der EuroStoxx 50, der anfangs moderat zugelegt hatte, rutschte nach einer enttäuschenden Auktion spanischer Geldmarktpapiere vorübergehend ins Minus. Auch Italien hat weiter große Mühe bei der Beschaffung von frischem Geld an den Finanzmärkten. Zudem brachen die Erlöse im italienischen Einzelhandel im April ein. Bis zum Mittag kämpfte sich der Leitindex der Eurozone mühsam wieder in positives Terrain vor und notierte 0,36 Prozent höher bei 2.138,44 Punkten. Damit stoppte er zunächst seinen Abwärtstrend, der sich am Vortag mit einem Minus von gut zweieinhalb Prozent deutlich beschleunigt hatte. In Paris stieg der Cac 40 um 0,15 Prozent auf 3.026,31 Punkte, und der Londoner FTSE 100 rückte um 0,20 Prozent auf 5.461,32 Punkte vor.

Im Fokus stand einmal mehr der Bankensektor, nachdem die Ratingagentur Moody's am Vorabend auf einen Schlag die Kreditwürdigkeit von 28 spanischen Instituten abgestuft hatte. Neue Impulse könnten am Nachmittag US-Daten geben. Ansonsten warten die Anleger auf den am Donnerstag beginnenden EU-Gipfel zur Schuldenkrise. Marktbeobachter sind allerdings skeptisch, ob es dort substanzielle Fortschritte geben wird.

Die Bankentitel hielten sich trotz der negativen Branchennachrichten relativ gut: Im Stoxx Europe 600 stieg der Subindex um 0,17 Prozent. Größter Verlierer waren die konjunktursensiblen Autowerte mit minus 1,29 Prozent, während der als defensiv geltende Versorgersektor mit Gewinnen von 1,03 Prozent die europäische Branchenübersicht anführte. Die spanischen Großbanken Banco Santander und BBVA waren von der Moody's-Abstufung betroffen, besitzen aber immerhin noch eine befriedigende Kreditwürdigkeit. Zudem kam der Schritt für Experten nicht unerwartet. Entsprechend legten deren Aktien um 0,65 beziehungsweise 0,83 Prozent zu. Für Credit Suisse ging es indes am Ende des Swiss-Market-Index (SMI) um 1,60 Prozent bergab. Die Schweizer Großbank erwägt Medienberichten zufolge deutliche Stellenkürzungen im europäischen Investmentbanking.

Nachrichten gab es aber nicht nur aus dem Bankensektor. Die Papiere von Anheuser-Busch Inbev verteuerten sich um 0,62 Prozent, nachdem der weltgrößte Brauereikonzern mitgeteilt hatte, er befinde sich in Gesprächen über eine Komplettübernahme des Brauerei-Konzerns Grupo Modelo. Zuvor hatte die Grupo Modelo informiert, dass sie sich in 'strategischen Gesprächen' mit dem belgisch-amerikanischen Konzern befinde. Zuvor hatten bereits entsprechende Kreise-Meldungen die Runde gemacht. In Zürich legten die Aktien von Adecco um knapp vier Prozent zu und belegten damit den Spitzenplatz im SMI, nachdem das Zeitarbeitsunternehmen den Rückkauf eigener Aktien angekündigt hatte. Finanzieren will Adecco dies über die Ausgabe von Anleihen./gl/rum

Quelle: dpa-AFX

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Name Aktuell Diff.% Börse
ADECCO S.A. NAMENS-AKTIEN SF 1 56,45 +0,71% SIX Swiss Exchange
ANHEUSER-BUSCH INBEV N.V./S.A. P .. 74,34 -0,21% NYSE Euronext Brüssel
BANCO SANTANDER S.A. ACCIONES NO .. 464,25 +0,92% London Stock Exchange
CAC 40 INDEX 4.036,18 +0,33% NYSE Euronext Paris
CREDIT SUISSE GROUP AG NAMENS-AK .. 28,81 -1,50% SIX Swiss Exchange
ESTX 50 INDEX (PRICE) (EUR) 2.821,65 -0,10% STOXX
FTSE 100 INDEX 6.803,87 +0,71% FTSE
STXE 50 INDEX (PRICE) (EUR) 2.833,39 +0,10% STOXX
STXE 600 AUTOMOBILES & PARTS IND .. 399,04 -0,58% STOXX
STXE 600 BANKS INDEX (PRICE) (EUR) 181,96 -1,18% STOXX
STXE 600 UTILITIES INDEX (PRICE) .. 273,99 -0,17% STOXX
SWISS MARKET INDEX (PRICE) (CHF) 8.318,42 +0,46% SIX Swiss Exchange
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