Mo, 20.08.12 08:32
BERLIN (dpa-AFX) - Das Berliner Immobilienunternehmen GSW
hat im ersten Halbjahr dank höherer Mieteinnahmen operativ mehr Geld verdient. Der Gewinn aus Vermietung und Verpachtung sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,3 Prozent 78,9 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Nettokaltmiete legte um 4 Prozent auf 5,14 Euro je Quadratmeter zu, zudem schrumpfte der Leerstand. Die in der Immobilienbranche wichtige Kennzahl FFO (Funds from Operations - FFO I) stieg um 12,4 Prozent auf 32,6 Millionen Euro.
Wegen der 'günstigen Rahmenbedingungen am Berliner Wohnungsmarkt' und dem positiven Abschneiden im operativen Geschäft, schraubte der Vorstand seine Jahresprognose für die Kennzahl FFO nach oben. Anstelle von 59 bis 63 Millionen Euro, rechnet GSW nun mit einem Wert von 61 bis 64 Millionen Euro. Vorbörslich legte die Aktie um 1,45 Prozent zu. Händler verwiesen auf die besser als erwartet ausgefallenen FFO und den erhöhten Ausblick.
Unter dem Strich blieben dem Unternehmen nach den ersten sechs Monaten des Jahres mit 25 Millionen Euro indes 3,8 Millionen Euro weniger als noch vor einem Jahr. Damals hatte aber der Verkauf des Kabelnetzes der BMH Berlin Medienhaus den Überschuss getrieben. Allerdings hatte das im MDax
notierte Unternehmen auch Aufwendungen für seinen Börsengang zu verbuchen gehabt.
Die GSW hat rund 52.300 Wohnungseinheiten im eigenen Bestand, die Ende 2011 mit rund 2,9 Milliarden Euro bewertet wurden. Zudem verwaltet eine Tochter der GSW weitere rund 17.700 Wohn- und Gewerbeeinheiten./stb/enl/wiz


