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Fr, 01.06.12 20:35

Börsen in Europa-Schluss: Euro-Krise und US-Daten lassen Kurse abstürzen

Paris (www.aktiencheck.de) - Die europäischen Börsen mussten am Freitag ihre Verluste weiter ausweiten und gingen mit tiefroten Vorzeichen ins Wochenende. Neben schwachen Konjunkturdaten aus China und den USA, dort vor allem vom Arbeitsmarkt, sorgte auch die Euro-Krise, insbesondere die Lage in Spanien, für Unruhe am Markt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 2,37 Prozent auf 2.068,66 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) fiel um 1,58 Prozent zurück auf 2.221,58 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notierten ebenfalls tief im negativen Terrain.



Das europäische Statistikamt Eurostat gab heute bekannt, dass sich die Arbeitsmarktsituation im Euroraum im April 2012 stabilisiert hat. Im Euroraum (ER17) verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote bei 11,0 Prozent, nach 11,0 Prozent im Vormonat und 9,9 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 10,3 Prozent, im Vergleich zu 10,2 Prozent im März 2012 und 9,5 Prozent im April 2011. Eurostat schätzt, dass in der EU27 insgesamt 24,7 Millionen Menschen arbeitslos waren, davon 17,4 Millionen im Euroraum. Gegenüber März 2012 hat die Zahl der Arbeitslosen in der EU27 um 102.000 und im Euroraum um 110.000 zugenommen. Im Vergleich zu April 2011 ist die Zahl in der EU27 um 1,9 Millionen und im Euroraum um 1,8 Millionen geklettert.



Wie ferner mitgeteilt wurde, stieg der Warenhandel der EU27 mit Russland nach einem erheblichen Rückgang im Jahr 2009 in den Jahren 2010 und 2011 deutlich an und erreichte Rekordwerte. Die EU27 Ausfuhren nach Russland verringerten sich von 105 Mrd. Euro im Jahr 2008 auf 66 Mrd. Euro in 2009, wuchsen dann auf 86 Mrd. Euro in 2010 und 108 Mrd. Euro im Jahr 2011. Die Einfuhren sanken von 178 Mrd. Euro im Jahr 2008 auf 118 Mrd. Euro in 2009, stiegen dann auf 160 Mrd. Euro in 2010 und 199 Mrd. Euro im Jahr 2011.



Im britischen FTSE 100 setzten sich Randgold mit einem Zugewinn von 6,9 Prozent an die Spitze. Besonders die heutige Rallye beim Goldpreis führte hierzu. Anteile von BP (ISIN GB0007980591/ WKN 850517) legten auf dem fünften Platz um 1,8 Prozent zu, nachdem der Ölkonzern meldete, dass er seine Beteiligung an dem russischen Ölunternehmen TNK-BP verkaufen könnte. Der Konzern hat zuletzt Interessensbekundungen hinsichtlich des Erwerbs seiner Anteile an TNK-BP erhalten. BP habe nun den Partner Alfa Access Renova darüber informiert, dass man einen möglichen Verkauf der Anteile verfolgen werde. Es gebe jedoch keine Garantie dafür, dass letztlich eine Transaktion zustande komme. Auf den unteren Rängen verlieren unter anderem Tullow Oil und Petrocac über 3 Prozent an Wert. Als Schlusslicht gaben Vedanta um 4,9 Prozent nach.



Im französischen CAC40 wurden nur wenige Titel gesucht. BNP Paribas gewannen als einziger Titel 0,7 Prozent hinzu. Société Générale und Crédit Agricole gaben indes nach. In die lange Liste der Verlierer reihten sich Papiere von EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) mit einem Minus von 3,4 Prozent ein, nachdem der Luft- und Raumfahrtkonzern heute bekannt gab, dass seine Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 eine Barausschüttung von 0,45 Euro brutto pro Aktie beschlossen hat. Größter Verlierer war LVMH mit einem Abschlag von 5,7 Prozent.



Im Schweizer SMI behaupteten sich Julius Bär mit einem Plus von 0,8 Prozent auf dem ersten Platz. Es folgte die Credit Suisse mit Zugewinnen von 0,4 Prozent. Alle anderen Titel tendierten schwächer. Richemont gaben als schwächster Wert um 6,1 Prozent ab. Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) heute mitteilte, haben sich die schweizerischen Detailhandelsumsätze im April 2012 reduziert. So sind die realen, saisonbereinigten Detailhandelsumsätze gegenüber dem Vormonat um 1,7 (nominal: -2,9 Prozent) gesunken. Ohne Treibstoffe verbuchte der Detailhandel saisonbereinigt einen realen Umsatzrückgang von 1,8 (nominal: -3,2) Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die realen Detailhandelsumsätze nicht saisonbereinigt um 0,1 (nominal: -2,9) Prozent. Ohne Treibstoffe verbuchte der Detailhandel eine Abnahme des realen Umsatzes um 0,3 (nominal: -3,4) Prozent.



Die Aktie von Pankl Racing Systems (ISIN AT0000800800/ WKN 914732) lag unterdessen in Wien mit 2,7 Prozent im Plus. Der Systemlieferant der Rennautomobil-, Luxusautomobil- und Luftfahrtindustrie meldete heute, dass er bei einem Bankenkonsortium ein fünfjähriges Darlehen in Höhe von 20 Mio. Euro aufgenommen hat. Aktien von STRABAG legten an der Spitze des ATX um 2,8 Prozent zu, während Andritz als Schlusslicht um 4,1 Prozent zurückfielen.



Dow Jones EURO STOXX 50: 2.068,66 (-2,37 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.221,58 (-1,58 Prozent) FTSE 100 (London): 5.260,19 (-1,14 Prozent) CAC40 (Paris): 2.950,47 (-2,21 Prozent) MIB (Mailand): 12.739,98 (-1,04 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 6.065,00 (-0,41 Prozent) SMI (Zürich): 5.777,47 (-1,24 Prozent) ATX (Wien): 1.862,22 (-1,84 Prozent) (01.06.2012/ac/n/m)

Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG

Quelle: AKTIENCHECK.DE

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BP PLC REGISTERED SHARES DL -,25 477,35 -0,03% London Stock Exchange
ESTX 50 INDEX (PRICE) (EUR) 2.765,43 -0,41% STOXX
EUROP.AERON.DEF.+SPACE CO.EADS A .. 42,31 +0,69% NYSE Euronext Paris
PANKL RACING SYSTEMS AG 25,30 -3,80% Wiener Börse
STXE 50 INDEX (PRICE) (EUR) 2.777,10 -0,24% STOXX