Pfizer Inc. Registered Shares DL -,05


US-Aktienmarkt konnte Kursrückschläge teilweise wieder ausgleichen
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Im Juni konnte der US-Aktienmarkt einen Teil der im Mai erlittenen Kursrückschläge wieder ausgleichen, so die Experten von Union Investment.
Bei einem Schlusskurs von rund 12.880 Punkten habe der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) im Berichtsmonat einen Zuwachs von 3,9 Prozent verbucht. Die positive Bilanz sei unter anderem Hoffnungen hinsichtlich geldpolitischer Lockerungsmaßnahmen der US-Notenbank (FED) zu verdanken gewesen. So habe FED-Chef Ben Bernake auf einer Anhörung vor dem Kongress die Türen für weitere Konjunkturhilfestellungen weit aufgelassen, was die Stimmung unter den Marktteilnehmern deutlich aufgehellt habe.
Eine Vielzahl von Indikatoren zeige, dass die US-Wirtschaft mittlerweile an Dynamik verloren habe. Vor allem der jüngste Arbeitsmarktbericht sei mit lediglich 69.000 neu geschaffenen Stellen enttäuschend ausgefallen. Darüber hinaus hätten auch die Zahlen zum Konsumentenvertrauen, zur Industrieproduktion und zu den Einzelhandelsumsätzen unter den Erwartungen gelegen. Ermutigend hingegen sei die Entwicklung am wichtigen Häusermarkt. Hier seien weiterhin Erholungstendenzen festzustellen. Gleichwohl bleibe die US-Konjunktur angeschlagen.
In diesem Umfeld habe es nicht überrascht, dass die FED gegen Monatsende auf ihrer zweitägigen Offenmarktausschusssitzung (FOMC Meeting) - wie erwartet - eine leichte Lockerung ihrer Geldpolitik beschlossen habe. So werde die "Operation Twist", die Ende Juni auslaufen sollte, bis zum Jahresende verlängert. Bei dieser Sondermaßnahme finde gleichzeitig der Kauf von Staatsanleihen mit langer Laufzeit und der Verkauf solcher mit kurzer Restlaufzeit statt. Die Notenbank wolle damit die langfristigen Zinsen nach unten schrauben. Auf dem FOMC Meeting habe die FED auch ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr zurückgenommen. Habe sie noch vor wenigen Monaten einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,4 bis 2,9 Prozent erwartet, halte sie nun einen Zuwachs von lediglich 1,9 bis 2,4 Prozent für möglich. Dabei habe sie auf eine Verlangsamung des Beschäftigungswachstum sowie auf die Krise in Europa hingewiesen.
Das anhaltende Staatsschuldendebakel im Euroraum habe im Berichtsmonat einen neuen Höhepunkt erreicht und sei auch dafür verantwortlich gewesen, dass sich die Stimmung an den Märkten zeitweise deutlich eingetrübt habe. Zwar sei die Wahl in Griechenland letztendlich noch "europafreundlich" ausgegangen, doch habe sich mit der Bankenkrise in Spanien ein weiterer Brandherd aufgetan. Auch wenn die EU bis zu 100 Milliarden Euro für die Restrukturierung und Rekapitalisierung der spanischen Kreditinstitute zur Verfügung stellen wolle, hätten Marktteilnehmer gefürchtet, dass Spanien selbst ein Kandidat für den Euro-Rettungsschirm werde.
Überraschenderweise seien dann auf dem EU-Gipfel zum Ende des Monats Fortschritte bei der Krisenbewältigung erzielt worden. So hätten sich die Staats- und Regierungschefs auf einen flexibleren Einsatz der europäischen Rettungsschirme, eine Bankenaufsicht auf europaweiter Grundlage und Änderungen bei den Bankenhilfsprogrammen geeinigt. Diese Beschlüsse hätten am letzten Handelstag an der Wall Street wie auch an anderen Weltmärkten ein Kursfeuerwerk ausgelöst.
Auf Unternehmensseite habe Facebook (ISIN US30303M1027/ WKN A1JWVX) seine Einkaufstour fortgesetzt und Face.com erworben. Die israelische Gesellschaft sei darauf spezialisiert, Gesichter auf im Netzwerk hochgeladenen Bildern automatisch zu erkennen. Ein Kaufpreis sei nicht genannt worden, doch lägen die Spekulationen bei umgerechnet 43,5 bis 47,5 Millionen Euro. Nach dem enttäuschenden Börsendebüt im letzten Monat sei der Kurs der Facebook-Aktien weiter abgerutscht. Ende Juni habe das Minus bereits über 18 Prozent seit dem Börsengang am 18. Mai betragen.
Ebenfalls aus dem High-Tech-Bereich sei die Nachricht gekommen, dass Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747) nun selbst in den stark wachsenden Tabletmarkt einsteigen werde. Das Unternehmen habe Anleger mit einem eigenen Tabletcomputer namens Surface überrascht. Das Gerät auf Basis des Betriebssystems Windows solle vor allem dem iPad von Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) Konkurrenz machen. Darüber hinaus habe Microsoft den Kauf des sozialen Geschäftsnetzwerks Yammer für 1,2 Milliarden US-Dollar angekündigt. Yammer sei ein internetbasierter Dienst, der Mitarbeitern die unternehmensinterne Kommunikation erleichtern solle. Die Papiere von Microsoft hätten sich im Berichtsmonat um 4,8 Prozent verteuert.
Schließlich habe der Pharmakonzern Pfizer (ISIN US7170811035/ WKN 852009) bekannt gegeben, dass er seine Tiermedizinsparte als unabhängiges Unternehmen an die Börse bringen wolle. Es werde dort unter dem Namen Zoetis firmieren. Mit einem Jahresumsatz von 4,2 Milliarden US-Dollar sei es der größte Veterinärmedizinanbieter der Welt. Die Pfizer-Aktie sei im Juni um insgesamt 5,2 Prozent geklettert. (09.07.2012/ac/a/m)
Quelle: AKTIENCHECK.DE
| Name | Aktuell | Diff.% | Börse |
|---|---|---|---|
| APPLE INC. REGISTERED SHARES O.N. | 433,26 | -0,30% | Nasdaq |
| DOW JONES INDUSTRIAL AVERAGE IND .. | 15.354,40 | +0,80% | DOW JONES |
| FACEBOOK INC. REG.SHARES CL.A DL .. | 26,25 | +0,46% | Nasdaq |
| MICROSOFT CORP. REGISTERED SHARE .. | 34,87 | +2,32% | Nasdaq |
| PFIZER INC. REGISTERED SHARES DL .. | 28,96 | -0,99% | NYSE |
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