Mo, 30.07.12 13:18
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die spekulativen Finanzanleger haben sich im Falle von Kupfer in der Woche zum 24. Juli wieder pessimistischer gezeigt und ihre Netto-Short-Positionen deutlich auf ein 4-Wochenhoch von 7,6 Tsd. Kontrakten ausgebaut, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Damit seien die Finanzanleger mitverantwortlich für den gut 2%-igen Preisrückgang in der Beobachtungsperiode gewesen. Da der Kupferpreis seitdem jedoch wieder zugelegt habe, dürften auch die spekulativen Finanzanleger wieder stärker auf steigende Preise gesetzt haben. Weiterhin keine Unterstützung erhalte der Preis von den ETFs. Während der bislang einzige physisch hinterlegte Kupfer-ETF von ETF Securities am Markt weiter vor sich hindümple, verzögere sich die geplante Einführung des Kupfer-ETFs von JPMorgan (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) in den USA.
Nachdem Kupferverarbeiter, -händler und Politiker in den USA Bedenken geäußert hätten, nehme sich die US-Börsenaufsicht SEC mehr Zeit, das Produkt zu prüfen. Fundamental betrachtet gebe es jedoch Argumente für langfristig steigende Kupferpreise. Die Analysten hätten letzten Freitag berichtet, dass BHP Billiton (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) die Erweiterung der "Olympic Dam"-Mine auf den Prüfstand gestellt habe.
Nun würden australische Zeitungen berichten, dass das Projekt aufgrund fallender Rohstoffpreise um zwei Jahre verschoben werde. Andere Minenproduzenten dürften aufgrund des schwierigen Marktumfelds ebenfalls Projekte verschieben, womit dem Markt mittel- bis langfristig Angebot fehlen werde. (30.07.2012/ac/a/m)


