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Börsen in Europa-Schluss: Quartalszahlen im Fokus, Banken belasten
Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes tendierten am Dienstag nach zahlreichen Quartalsbilanzen, vor allem aus dem Bankensektor, deutlich schwächer. Die Investoren hoffen weiterhin auf neue Wachstumsimpulse durch die Notenbanken. Die Fed entscheided am Mittwoch und die EZB am Donnerstag über mögliche neue Maßnahmen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 0,62 Prozent auf 2.325,72 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gab um 0,78 Prozent nach auf 2.478,54 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen mehrheitlich Aufschläge aus.
Die Arbeitsmarktsituation im Euroraum hat sich im Juni nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat stabilisiert. Im Euroraum (ER17) verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote bei 11,2 Prozent, nach 11,2 Prozent im Vormonat und 10,0 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 10,4 Prozent, im Vergleich zu 10,4 Prozent im Mai 2012 und 9,5 Prozent im Juni 2011. Eurostat schätzt, dass in der EU27 insgesamt 25,1 Millionen Menschen arbeitslos waren, davon 17,8 Millionen im Euroraum. Gegenüber Mai 2012 hat die Zahl der Arbeitslosen in der EU27 um 127.000 und im Euroraum um 123.000 zugenommen. Im Vergleich zu Juni 2011 ist die Zahl in der EU27 um 2,2 Millionen und im Euroraum um 2,0 Millionen geklettert. Die Verbraucherpreise sind derweil im Juli mit unverändertem Tempo angestiegen, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat heute in ihrer Vorabschätzung zur Inflationsentwicklung in der Eurozone mit. So verharrte die jährliche Inflationsrate bei 2,4 Prozent, während sie im Vormonat schon bei 2,4 Prozent gelegen hatte.
In Großbritannien standen BP (ISIN GB0007980591/ WKN 850517) nach Quartalszahlen mit einem Abschlag von 4,4 Prozent als zweitschlechtester Wert im FTSE 100 unter Druck. Der Ölkonzern hat im zweiten Quartal angesichts hoher Einmalbelastungen in Zusammenhang mit Wertberichtigungen einen deutlichen Verlust erwirtschaftet. Das bereinigte Ergebnis lag angesichts rückläufiger Öl- und Erdgaspreise deutlich unter dem Vorjahreswert. Der Konzernumsatz verringerte sich ebenfalls. Schlusslicht war CRH mit einem Minus von 5,8 Prozent. Spitzenreiter im FTSE 100 waren indes Vedanta Resources mit einem Aufschlag von 5,2 Prozent.
Im französischen Leitindex CAC 40 standen Alcatel-Lucent mit einem Zugewinn von 6,9 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren, während die Anleger sich gleichzeitig bevorzugt von den Papieren der Société Générale und BNP Paribas trennten, die am Indexende um 3,6 bzw. 3,3 Prozent nachgaben.
Anheuser-Busch InBev (ISIN BE0003793107/ WKN 590932) gaben um 3,2 Prozent nach. Der Brauereikonzern konnte im zweiten Quartal unter anderem dank einer geringeren Steuerbelastung mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten. Der Umsatz war allerdings leicht rückläufig. Profitiert hat man Konzernangaben zufolge insbesondere von der starken Entwicklung in Brasilien und China sowie in Lateinamerika. Schwächer ist der Bierabsatz jedoch in den USA sowie in Westeuropa ausgefallen.
UBS (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6) brachen als schwächster Wert im schweizerischen Leitindex SMI um 5,9 Prozent ein. Die Großbank musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Unter anderem resultierte der deutliche Gewinnrückgang vor allem aus einem rückläufigen Handelsergebnis, (ohne eigene Verbindlichkeiten) sowie einem Rückgang des Erfolgs aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft und dem höheren Geschäftsaufwand. Auch das Ergebnis im Investmentbanking zeigte sich im zweiten Quartal mit einem Vorsteuerverlust von 130 Mio. CHF deutlich schwächer. Für das dritte Quartal zeigte sich die UBS wenig optimistisch. Sollten bei zentralen Punkten wie etwa der Verschuldungssituation in der Eurozone und den Problemen im europäischen Bankensystem keine Fortschritte erzielt werden, seien weitere Ergebnisverbesserungen unter den herrschenden Marktbedingungen unwahrscheinlich. Daneben verloren Julius Baer 1,6 Prozent an Wert, während es für Credit Suisse um 1 Prozent nach unten ging. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich im SMI gleichzeitig die Papiere von Roche mit einem Aufschlag von 2,1 Prozent wieder.
In Spanien verschlechterten sich BBVA (ISIN ES0113211835/ WKN 875773) um 0,9 Prozent, nachdem die Bank im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnen musste. Die österreichische Bankgesellschaft Erste Group Bank (ISIN AT0000652011/ WKN 909943) musste im ersten Halbjahr ebenfalls einen Gewinnrückgang ausweisen. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Finanzkonzern einen leichten Rückgang beim Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr. Zuletzt hatte die Erste Group Bank hier noch ein stabiles Betriebsergebnis in Aussicht gestellt. Der Titel fiel um 3,6 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.325,72 (-0,62 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.478,54 (-0,78 Prozent) FTSE 100 (London): 5.635,28 (-1,02 Prozent) CAC40 (Paris): 3.291,66 (-0,87 Prozent) MIB (Mailand): 13.890,99 (-0,62 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 6.738,10 (-0,94 Prozent) SMI (Zürich): 6.399,27 (-0,05 Prozent) ATX (Wien): 2.014,80 (-0,21 Prozent) (31.07.2012/ac/n/m)
Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG
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Quelle: AKTIENCHECK.DE
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| ESTX 50 INDEX (PRICE) (EUR) | 2.776,78 | -2,05% | STOXX |
| STXE 50 INDEX (PRICE) (EUR) | 2.783,81 | -2,07% | STOXX |
| UBS AG NAMENS-AKTIEN SF -,10 | 17,32 | -3,78% | SIX Swiss Exchange |
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