Deutsche EuroShop AG Namens-Aktien o.N.


Börse Frankfurt am Mittag: Zugewinne, Merck nach Zahlen gesucht
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren im Dienstaghandel auch zur Mittagszeit mehrheitlich fester. Der Fokus der Investoren richtet sich dabei auf eine wahre Flut an Quartalsbilanzen. Zudem stützen gute BIP-Daten aus Deutschland und Frankreich. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verbessert sich aktuell um 0,77 Prozent auf 6.962,72 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um 0,52 Prozent auf 11.044,17 Stellen zulegt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 0,21 Prozent auf 4.953,01 Zähler nach unten. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) notiert mit 0,48 Prozent im Plus bei 778,21 Punkten. Der Bund-Future verliert 0,15 Prozent auf 142,96 Punkte, während sich der Euro um 0,21 Prozent auf 1,2352 US-Dollar verteuert.
Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Wachstumskurs mit etwas abgeschwächtem Tempo fort. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - im zweiten Quartal 2012 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nach Zuwächsen von jeweils 0,5 Prozent im ersten Quartal 2012 und im Vorjahresquartal. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland sind derweil im August weiter gefallen. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 5,9 Punkte gesunken und stehen nun bei -25,5 Punkten. Dabei handelt es sich um den niedrigsten Wert des Indikators in diesem Jahr. Dieser Rückgang signalisiert, dass die Finanzmarktexperten weiterhin von einer Abkühlung der deutschen Konjunktur auf Sicht der nächsten sechs Monate ausgehen. Dies dürfte insbesondere die exportorientierten Branchen betreffen. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland ist im August leicht schwächer als im Vormonat. Der entsprechende Indikator fällt leicht um 2,9 auf nun 18,2 Punkte.
Die Wall Street dürften heute mit uneinheitlichen Vorzeichen in den Handel starten. So legt der Dow Jones Future derzeit um 0,08 Prozent zu. Der NASDAQ-Future verschlechtert sich um 0,07 Prozent, während der S&P-Future 0,05 Prozent an Wert hinzugewinnt. Aus den USA werden heute der Einzelhandelsumsatz, die Erzeugerpreise und die Lagerbestände gemeldet.
Merck (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) gewinnen auf Platz eins der Gewinnerliste im DAX 4,8 Prozent an Wert. Der Pharmakonzern konnte im zweiten Quartal dank einer Umsatzsteigerung seinen Verlust zurückfahren. Für das Gesamtjahr 2012 aktualisiert Merck seine Prognose für Gesamterlöse (rund 10,7 Mrd. Euro) und EBITDA vor Sondereinflüssen (2,85 Mrd. bis 2,95 Mrd. Euro). Der Düngemittelhersteller K+S (ISIN DE000KSAG888/ WKN KSAG88) konnte daneben im zweiten Quartal dank der starken Entwicklung bei Kali- und Magnesiumprodukten einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausweisen. Im Anschluss bestätigte der Konzern seine Prognose für das laufende Fiskaljahr. Die Aktie steigt um 0,7 Prozent. RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) verschlechtern sich derweil um 0,7 Prozent. Der Versorger hat im ersten Halbjahr 2012 das betriebliche Ergebnis im Vergleich zur Vorjahreshälfte verbessert und ein fast unverändertes nachhaltiges Nettoergebnis erzielt. Die Prognose für 2012 wurde bestätigt. Die rote Laterne wird im DAX zur Mittagszeit von HeidelbergCement mit einem Wertverlust von 2,4 Prozent getragen.
Im MDAX richtet sich der Fokus der Anleger auch auf die Anteilsscheine von Celesio (ISIN DE000CLS1001/ WKN CLS100), die sich um 3,5 Prozent verteuern. Der Pharmagroßhändler legte im ersten Halbjahr dank der erfolgreich umgesetzten Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung bei Umsatz und beim bereinigten operativen Ergebnis zu. Beim Konzernergebnis wurde hingegen angesichts hoher Wertberichtigungen ein deutlicher Verlust ausgewiesen. Celesio bestätigte zudem Ertragsprognose für das Geschäftsjahr 2012. HOCHTIEF (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) konnte unterdessen im ersten Halbjahr einen Umsatzanstieg vorweisen und den Verlust deutlich reduzieren. Für das Geschäftsjahr 2012 bestätigt HOCHTIEF die Erwartungen für Auftragsbestand und Umsatz. Beide Kennzahlen werden sich unterhalb des Rekordniveaus 2011 normalisieren. Die Auftragseingänge werden nun jedoch auf dem hohen Vorjahresniveau erwartet. Aus dem operativen Geschäft erwartet der Konzern weiterhin ein Vorsteuerergebnis leicht unter 550 Mio. Euro und einen Konzerngewinn knapp unter 180 Mio. Euro. Nach den Vorsorgen, die HOCHTIEF in Europa im ersten Halbjahr gebildet hat, wird es nach Aussage des Konzerns jedoch deutlich schwieriger, diese Ziele zu erreichen. In der Prognose sind mögliche Sondereffekte nicht enthalten. Der Titel verschlechtert sich um 1,7 Prozent.
HHLA (ISIN DE000A0S8488/ WKN A0S848) rücken um 3,4 Prozent vor. Der Hafenbetreiber wies im ersten Halbjahr dank positiver Einmaleffekte einen Ergebnisanstieg aus. Der Umsatz war aber rückläufig. Angesichts der aktuellen Konjunktur- und Umschlagprognosen, die von einer weiteren Eintrübung ausgehen, erwartet die HHLA für das Gesamtjahr 2012 jetzt ein Umschlagniveau im Bereich des Vorjahres. Auf dieser Basis strebt die HHLA unter Berücksichtigung der Neuausrichtung im Segment Intermodal einen Konzernumsatz im Bereich von 1,1 Mrd. Euro sowie ein Betriebsergebnis (EBIT) in einer Bandbreite zwischen 170 und 190 Mio. Euro an. Der Touristikkonzern TUI (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) blickt unterdessen nach einem Anstieg bei Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 zuversichtlich auf das Gesamtjahresergebnis. Insbesondere das Hotelgeschäft hat die Erwartungen übertroffen. Die Anteilsscheine schießen an der Spitze des MDAX um 5,7 Prozent nach oben.
Die Aktien des Bezahlfernsehsenders Sky Deutschland (ISIN DE000SKYD000/ WKN SKYD00) steigen um 1,5 Prozent. Das Unternehmen konnte im zweiten Quartal sämtliche wesentliche Unternehmenskennzahlen verbessern. Erwartet wird zudem, dass sich das EBITDA im Gesamtjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr signifikant verbessern, im Gesamtjahr 2013 positiv sein und danach stark weiterwachsen wird. Kabel Deutschland (ISIN DE000KD88880/ WKN KD8888) fallen um 0,7 Prozent. Der Kabelnetzanbieter verbesserte im abgelaufenen Quartal Umsatz und Ergebnis. Bei der Zahl der Kabelkunden legte man ebenfalls zu. Gut lief es auch für den Kupferkonzern Aurubis (ISIN DE0006766504/ WKN 676650). So konnte man in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres den Umsatz erhöhen. Der Gewinn war aber rückläufig. Indes wurde die Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Das Papier verteuert sich um 4 Prozent.
Für die Aktien des Immobilienfinanzierers Aareal Bank (ISIN DE0005408116/ WKN 540811) geht es um 1,3 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat seinen operativen Gewinn im abgelaufenen Quartal leicht verbessert und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Beim Gewinn legte man überproportional zu. Die Anteilsscheine des Stahl- und Technologiekonzerns Salzgitter (ISIN DE0006202005/ WKN 620200) verbessern sich indes um 0,9 Prozent, nachdem man im abgelaufenen Halbjahr einen Verlust ausweisen musste. Dabei hatte vor allem die Stahlsparte unter einem hohen Preisdruck zu leiden. Für die Papiere des Shoppingcenter-Investors Deutsche EuroShop (ISIN DE0007480204/ WKN 748020) geht es schließlich als Schlusslicht im MDAX um 2,2 Prozent nach unten. Der Shoppingcenter-Investor konnte im ersten Halbjahr beim Ergebnis zulegen und sieht sich nach den ersten sechs Monaten 2012 voll im Plan zur Erfüllung der Gesamtjahresprognose.
Zahlen gab es heute auch aus dem TecDAX. XING (ISIN DE000XNG8888/ WKN XNG888) verbessern sich um 2 Prozent. Der Betreiber des gleichnamigen Karrierenetzwerks konnte im ersten Halbjahr mit einem Umsatzplus aufwarten, musste jedoch angesichts beschleunigter Investitionen einen Ergebnisrückgang ausweisen. Carl Zeiss Meditec (ISIN DE0005313704/ WKN 531370) rücken daneben um 1 Prozent vor. Der Medizintechnikkonzern konnte seinen Wachstumskurs weiter fortsetzen und verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Mit zu der starken Ergebnisentwicklung trugen alle Regionen und Strategischen Geschäftseinheiten bei. United Internet (ISIN DE0005089031/ WKN 508903) konnte im ersten Halbjahr den Umsatz sowie die Zahl der Kundenverträge auf neue Höchstmarken steigern. Der Aufbau neuer Geschäftsfelder sorgte hingegen für rückläufige Ergebniszahlen. Das Papier klettert um 2,4 Prozent nach oben.
Nicht so gut lief es unterdessen bei SINGULUS (ISIN DE0007238909/ WKN 723890). Der Technologiekonzern musste im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang hinnehmen. Der Auftragseingang war ebenfalls rückläufig. Dabei lag insbesondere der Auftragseingang des zweiten Quartals aufgrund von Verzögerungen bei der Auftragserteilung für Blu-ray Fertigungsanlagen unter dem des Vergleichszeitraums 2011. Die Aktie verschlechtert sich um 3,2 Prozent. Wirecard (ISIN DE0007472060/ WKN 747206) verteuern sich um 2 Prozent. Das Unternehmen konnte im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr 2012 eine deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung erzielen. Schwächer war die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr beim Windturbinenhersteller Nordex (ISIN DE000A0D6554/ WKN A0D655). So ist man tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz wurde aber verbessert. Der Titel gibt um 1,8 Prozent nach.
Auch aus dem SDAX meldeten sich heute einige Unternehmen mit ihren Quartalsbilanzen zu Wort. Die Marktforschungsgruppe GfK (ISIN DE0005875306/ WKN 587530) konnte im ersten Halbjahr trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds einen Umsatzanstieg ausweisen. Das Ergebnis entwickelte sich jedoch leicht rückläufig. Die Aktie bricht um 6,8 Prozent ein. NORMA Group (ISIN DE000A1H8BV3/ WKN A1H8BV) rücken indes um 2,1 Prozent vor. Der Spezialist für hochentwickelte Verbindungstechnik hat im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnis verbessert. Im Anschluss wurde die Prognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Für eine Enttäuschung sorgte unterdessen BAUER (ISIN DE0005168108/ WKN 516810). Der Bau- und Maschinenbaukonzern ist im ersten Halbjahr angesichts der schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie negativer Einmaleffekte in die Verlustzone gerutscht. Während die Prognose für die Konzerngesamtleistung im Gesamtjahr bestätigt wurde, wurden die Erwartungen für das Nachsteuerergebnis nach unten geschraubt. Das Papier verschlechtert sich um 2,3 Prozent.
DAX: 6.962,72 (+0,77 Prozent) MDAX: 11.044,17 (+0,52 Prozent) SDAX: 4.953,01 (-0,21 Prozent) TecDAX: 778,21 (+0,48 Prozent) (14.08.2012/ac/n/m)
Quelle: AKTIENCHECK.DE
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