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Mi, 04.07.12 15:19

dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN vom 04.07.2012 - 15.15 Uhr

ROUNDUP: Wirtschaftskrise in Europa bremst Daimler

STUTTGART - Die Wirtschaftskrise in Europa bremst den Autobauer Daimler. Im ersten Halbjahr verzeichnete der Konzern nach eigenen Angaben vom Mittwoch zwar einen neuerlichen Absatzrekord, allerdings schwächt sich die Entwicklung zunehmend ab. Im Juni legte der Absatz mit 131.139 verkauften Autos nur noch um 0,2 Prozent zum Vorjahresmonat zu. Im ersten Quartal hatte der Konzern noch zweistellige Zuwachsraten gemeldet. Seit Jahresbeginn verkaufte Daimler 708.517 Wagen der Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach. Das war ein Zuwachs von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Kernmarke Mercedes-Benz legte in den ersten sechs Monaten um 6,9 Prozent auf knapp 653.000 Fahrzeuge zu, im Juni noch um 0,9 Prozent auf gut 121.500 Stück.

Barclays macht Zentralbank für Zinsskandal mitverantwortlich

LONDON - Der Skandal um Manipulationen beim Libor-Zinsatz in der Londoner City weitet sich auf staatliche Stellen aus. Vor einem Auftritt des zurückgetretenen Barclays -Chefs Bob Diamond vor dem Finanzausschuss des Parlaments lancierte die Bank Unterlagen, wonach die Zentralbank von künstlich nach unten regulierten Zinssätzen gewusst habe.

RATING: Moody's stuft Klöckner & Co ab

LONDON/DUISBURG - Die schwachen Aussichten auf dem Stahlmarkt belasten die Kreditwürdigkeit des Duisburger Stahlhandelskonzerns Klöckner & Co (KlöCo). Die Ratingagentur Moody's senkte am Mittwoch ihre Einschätzung für die MDax-Gesellschaft um eine Stufe auf 'Ba3'. Damit drohen KlöCo höhere Zinsen bei neuen Krediten. Schon zuvor hatte KlöCo keinen Investmentstatus. Die Ratingagentur sieht in dem Unternehmen also eine spekulative Anlage.

Großaktionäre fordern Rücktritt des Praktiker-Aufsichtsrats

HAMBURG - Die beiden Großaktionäre der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker haben den Rücktritt des Aufsichtsrates gefordert. 'Wir lassen uns nicht erpressen', sagte die österreichische Fondsmanagerin Isabella de Krassny bei der Hauptversammlung am Mittwoch in Hamburg zu den Forderungen des Vorstands. Er hatte vehement zur Zustimmung für ein finanzielles Rettungspaket geworben.'Es ist grob fahrlässig, dass wir seit einem Jahr keinen Vorstand haben, der etwas vom Geschäft versteht', sagte de Krassny.

ROUNDUP: Praktiker wirbt für Rettungspaket - 'Es geht ums Überleben'

HAMBURG - Der Vorstand der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker hat bei den Aktionären mit drastischen Worten um die Zustimmung für sein Rettungspaket geworben. 'Es geht um die Zukunft, oder noch konkreter: Es geht ums Überleben', sagte Vorstandschef Kay Hafner am Mittwoch bei der Hauptversammlung in Hamburg - der nach seinen Worten wichtigsten Hauptversammlung der Unternehmensgeschichte. Noch dramatischer schilderte Finanzvorstand Markus Schürholz die aus seiner Sicht prekäre Lage des Konzerns. Lehnten die Aktionäre den Sanierungskurs ab, dann drohe dem Unternehmen die Insolvenz. 'Der Wert der Aktie würde wohl gegen Null sinken', sagte er.

ROUNDUP: RWE und Land streiten über Klage zu Stopp von Atomkraftwerk Biblis

KASSEL - Der Energiekonzern RWE und das Land Hessen streiten vor Gericht darüber, ob das Unternehmen gegen die Stilllegung der AKW Bibils A und B klagen darf. Vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel will der AKW-Betreiber klären lassen, ob es rechtmäßig war, dass das Land das Werk nach der Atom-Katastrophe in Japan vorübergehend stillgelegt hat. Es ging in dem Verfahren am Mittwoch nur um die Zulässigkeit der Klage (Az.: 824/11.T und 6 C 825/11.T). Ob die Anordnung des Ministeriums gerechtfertigt war, wird noch nicht entschieden.

ROUNDUP/Presse: ArcelorMittal plant Einschnitte in der Verwaltung

LUXEMBURG - Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal will Presseberichten zufolge kräftig in der Verwaltung sparen. Die administrativen Kosten sollten europaweit um ein Viertel gesenkt werden, schreiben die belgischen Zeitungen 'L'Echo' und 'De Tijd' in übereinstimmenden Berichten am Mittwoch. Jede dritte Stelle könnte wegfallen. Der Konzern wollte die Berichte nicht kommentieren. 'Wir haben für den 11. Juli zu einem regelmäßigen europäischen Betriebsratstreffen eingeladen, auf dem wir auch einen Überblick über Flachstahl Europa geben werden', sagte der Sprecher von ArcelorMittal am Mittwoch in Luxemburg der dpa. Bis dahin werde es keine Informationen geben, hieß es.

Patentstreit: Samsung will Verkaufsverbot mit Update umgehen

BERLIN - Trotz einer Niederlage im Patentstreit mit Apple will Samsung sein Android-Smartphone Galaxy Nexus weiter in den USA verkaufen. Um das gerichtliche Verkaufsverbot zu umgehen, plant der südkoreanische Hersteller ein Software-Update. Dieses wird gemeinsam mit dem Internetkonzern Google entwickelt, der hinter dem Betriebssystem steht. Die Auslieferung des Patches stehe unmittelbar bevor, erklärte Google am Dienstag (Ortszeit) gegenüber dem Technologie-Blog 'All Things D'. Eine Richterin in Kalifornien hatte per einstweiliger Verfügung den Verkauf des Gerätes gestoppt und am Dienstag einen Einspruch von Samsung abgeschmettert. Der Hersteller kann noch vor ein Berufungsgericht ziehen.

Fiat prüft Schließung von weiterem Werk in Italien

TURIN - Beim Autobauer Fiat <F.AFF> droht nach der Schließung eines Werks in Sizilien nun einem weiteren italienischen Standort das Aus. Um die Schließung abzuwenden, müsse das Unternehmen einen Weg finden, um in italienischen Werken Autos für den nordamerikanischen Markt zu bauen, sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne am späten Dienstagabend in Turin. Nach seiner Einschätzung dürfte der europäische Autoabsatz in den nächsten zwei oder drei Jahren auf dem derzeitigen Niveau bleiben. In diesem Fall habe Italien mindestens ein Werk zu viel.

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/kja

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Quelle: dpa-AFX

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