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Di, 10.07.12 15:54

Wall Street Eröffnung: Fester, Alcoa, Intel und AMD im Blick

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes präsentieren sich am heutigen Dienstag nach dem Beginn der Berichtssaison fester. Dabei profitieren die Märkte von Hoffnungen bezüglich einer Stabilisierung der Eurozone sowie den stärker als erwarteten Alcoa-Zahlen. Gestern nach Börsenschluss konnte der Aluminiumhersteller demnach sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis Kennzahlen oberhalb der Marktschätzungen veröffentlichen. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gewinnt aktuell 0,52 Prozent auf 12.802,52 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) präsentiert sich mit einem Plus von 0,53 Prozent bei 2.947,22 Zählern, während der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) derzeit einen Aufschlag von 0,53 Prozent auf 1.359,58 Punkte zeigt.

Im Fokus der Anleger stehen heute wie bereits erwähnt Alcoa (ISIN US0138171014/ WKN 850206). Das Unternehmen, das traditionell die US-Berichtssaison eröffnet, hat gestern nach Börsenschluss die Zahlen für das zweite Quartal 2012 veröffentlicht. Aufgrund von Sonderbelastungen und deutlich gesunkener Aluminiumpreise musste Alcoa einen kleinen Verlust ausweisen, konnte jedoch die Erwartungen auf bereinigter Basis knapp übertreffen. Auch der Umsatz fiel besser aus als zuvor von Analysten prognostiziert. Für das laufende Jahr erwartet Alcoa weiterhin ein Wachstum der weltweiten Aluminiumnachfrage um 7 Prozent. Die Aktie gibt vor diesem Hintergrund aktuell 1,4 Prozent ab.

Einen weiteren Erfolg auf der Farnborough International Airshow verzeichnete Boeing (ISIN US0970231058/ WKN 850471). Der Flugzeughersteller gab bekannt, dass er von GE Capital Aviation Services (GECAS), einer Sparte des US-Mischkonzerns General Electric (ISIN US3696041033/ WKN 851144), einen Auftrag über 100 Flugzeuge erhalten hat. Den Angaben zufolge hat die Flugzeug-Leasinggesellschaft von GE demnach 75 Maschinen vom Typ 737 MAX 8 sowie 25 Maschinen vom Typ 737-800 der nächsten Generation bestellt. Titel von Boeing ziehen um 1,2 Prozent an.

Papiere von Intel (ISIN US4581401001/ WKN 855681) rücken um 0,6 Prozent vor. Der Chip-Konzern gab am späten Montag bekannt, dass er mit dem niederländischen Chip-Ausrüster ASML (ISIN NL0006034001/ WKN A0M190), dem weltgrößten Hersteller von Lithographiesystemen, mehrere Abkommen im Volumen von 3,3 Mrd. Euro geschlossen hat. Demnach will Intel mit der Zusammenarbeit die Entwicklung neuer Maschinen zur Herstellung von Computerprozessoren beschleunigen. Dadurch sollen Kosteneinsparungen sowie Produktivitätsverbesserungen für Chip-Hersteller erzielt werden. Konkret geht es dabei um die schnellere Entwicklung der 450 mm Wafer-Technologie und der EUV (Extreme Ultra-Violet)-Lithografie. Die dafür vorgesehenen F&E-Investitionen belaufen sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren auf 829 Mio. Euro. Im Rahmen der Vereinbarungen erwirbt Intel für 1,7 Mrd. Euro zunächst eine Beteiligung in Höhe von 10 Prozent an ASML. Später soll die Beteiligung für 838 Mio. Euro um weitere 5 Prozent auf 15 Prozent aufgestockt werden, hieß es.

AMD (ISIN US0079031078/ WKN 863186) hat am Montagabend nach Börsenschluss die Umsatzprognose für das zweite Quartal nach unten revidiert. So erwartet der weltweit zweitgrößte Chip-Hersteller gegenüber dem ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres einen Umsatzrückgang von 11 Prozent. Zuvor hatte AMD erklärt, dass die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorquartal voraussichtlich um 3 Prozent (plus oder minus 3 Prozent) steigen werden. Als Grund für die Kürzung der Umsatzprognose verwies AMD vor allem auf die schwache Absatzentwicklung in China und Europa und die weiter eingetrübte Verbrauchernachfrage. Anteilsscheine von AMD büßen daher zurzeit 8,4 Prozent ein.

Daneben gab es weitere Quartalszahlen. So meldete der Schuhhersteller Wolverine World Wide (ISIN US9780971035/ WKN 855987) für das zweite Quartal einen Gewinnrückgang. Auf bereinigter Ebene wurden die Erwartungen verfehlt. Insgesamt habe man sich im abgelaufenen Quartal trotz der schwachen Absatzentwicklung in Europa gut behaupten können, so der Konzern. Neben der verhaltenen Umsatzentwicklung in Europa hatte der Konzern auch unter rückläufigen Margen zu leiden gehabt, hieß es. Im Anschluss wurde die Jahresprognose bestätigt. Indes konnte der Bau- und Ingenieurskonzerns Shaw Group (ISIN US8202801051/ WKN 888988) den Verlust im dritten Quartal deutlich verringern. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt. Darüber hinaus wurde ein Aktienrückkauf über 500 Mio. US-Dollar genehmigt. Während Wolverine um 3,9 Prozent steigen, verlieren Shaw Group 4,6 Prozent.

Für Aufsehen sorgt auch ein Zeitungsbericht zu Google (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY). Der Internet-Konzern werde im Rahmen eines Vergleichs voraussichtlich 22,5 Mio. US-Dollar zahlen, um Vorwürfe im Zusammenhang mit der Umgehung von Privatsphäre-Einstellungen (Privacy Settings) beizulegen. Laut dem Bericht wird Google beschuldigt, die Privacy Settings von Nutzern, die den Safari-Browser von Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) verwenden, nicht berücksichtigt zu haben. So soll Google so genannte Cookies eingesetzt haben, um den Safari-Browser zu täuschen und so Nutzer überwachen zu können, die ein solches Tracking verhindern wollten. Google gewinnen 0,7 Prozent hinzu.

Schließlich hat Beazer Homes (ISIN US07556Q1058/ WKN 889968), einer der größten US-Baukonzerne für Eigenheime, eine Kapitalerhöhung angekündigt. Demnach wird der Konzern neue Aktien im Gesamtvolumen von 75 Mio. US-Dollar ausgeben. Außerdem wird Beazer Homes Wertpapiere (Tangible Equity Units) im Gesamtwert von ebenfalls 75 Mio. US-Dollar platzieren. Den Underwritern der Platzierungen wird eine Mehrzuteilungsoption über jeweils 15 Prozent der angebotenen Aktien und Tangible Equity Units zur Abdeckung von Nachfrageüberhängen eingeräumt. Beazer Homes verbilligen sich aktuell um 5,6 Prozent. (10.07.2012/ac/n/m)

Quelle: AKTIENCHECK.DE

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