Mo, 18.06.12 15:04
NEW YORK (dpa-AFX) - Sorgen über die finanzielle Situation Spaniens dürften am Montag die US-Aktienmärkte belasten. Von einer Erleichterung über den Wahlausgang in Griechenland sollte dagegen wenig zu spüren sein. Der Future auf den Dow Jones Industrial
stand rund eine halbe Stunde vor Eröffnung mit 0,50 Prozent im Minus. Der Future auf den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100
gab um 0,42 Prozent nach.
Zwar sei das griechische Wahlergebnis positiv zu werten, da es die politische Handlungsfähigkeit in Athen sichere, dennoch bleibe die Unsicherheit sehr hoch, hieß es seitens der Union Investment. 'Griechenland wird auch nach dieser Wahl ein Kandidat für einen Austritt aus dem Euro bleiben, schon alleine wegen der mangelhaften Reformfortschritte. Darüber hinaus bleibt die Unsicherheit, ob Spanien zusätzlich zum unlängst beschlossenen Bankenrettungs-Programm auch für die Staatsfinanzierung Hilfe der Euro-Partner benötigt', sagte der Leiter Portfoliomanagement Renten, Frank Engels. Spanien jedenfalls fordert bereits ein Eingreifen der Europäischen Zentralbank, nachdem die Rendite für spanische 10-Jahrestitel an diesem Tag über die kritische Marke von 7 Prozent geklettert war und den höchsten Stand seit Einführung des Euro erreicht hatte.
Vor allem Bankenwerte wie die im Dow Jones notierte Bank of America
oder JPMorgan
dürften damit weiter von der Eurokrise belastet werden. Ansonsten gibt es unternehmensseitig wenig Nachrichten. Von Microsoft
wird für diesen Montag ein erster eigener Konkurrent für das erfolgreiche iPad von Apple
erwartet. Nach mehreren US-Blogs berichtete am Wochenende auch das 'Wall Street Journal', der Windows-Riese wolle bei einem geheimnisvollen Event in Los Angeles ein Tablet unter eigenem Firmennamen ankündigen. Die Präsentation ist auf 15.30 Uhr Ortszeit angesetzt, in Europa wird es da bereits nach Mitternacht sein.
Auch Facebook
könnten in den Blick rücken. Das Soziale Netzwerk verliert kurz nach dem verpatzten Börsengang seinen Technik-Chef Bret Taylor. Er wolle ein neues eigenes Unternehmen gründen, schrieb Taylor am Wochenende in seinem Facebook-Profil. Worum es dabei geht, eröffnete er noch nicht. Taylor wurde Facebooks Technik-Chef, nachdem das weltgrößte Online-Netzwerk 2009 sein damaliges Unternehmen FriendFeed gekauft hatte./ck/la


