Banco Santander S.A. Acciones Nom. EO 0,50


Börsen in Europa-Schluss: EZB-Chef Draghi sorgt für Kurssprung
Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes konnten am Donnerstag nach einem Kurssprung mit kräftigen Zugewinnen aus dem Handel gehen. Dabei stützte vor allem der Umstand, dass EZB-Chef Mario Draghi weitere Unterstützung für die Krisenstaaten der Eurozone signalisiert hat. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewann 4,26 Prozent auf 2.251,05 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) legte um 2,30 Prozent zu auf 2.427,50 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen ebenfalls deutliche Aufschläge auf.
Für eine Enttäuschung sorgte in Großbritannien Royal Dutch Shell (ISIN GB00B03MLX29/ WKN A0D94M). Der größte Ölkonzern in Europa verlautbarte, dass sich sein Gewinn im zweiten Quartal mehr als halbiert hat, was mit gesunkenen Ölpreisen und wartungsbedingten Produktionsausfällen zusammenhängt. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei verfehlt. Der Umsatz war ebenfalls klar rückläufig. Der Titel verlor als schwächster Wert im FTSE 100 rund 2,3 Prozent. Unilever (ISIN GB00B10RZP78/ WKN A0JNE2) hat derweil seinen operativen Gewinn im ersten Halbjahr leicht verbessert, nachdem eine stärkere Nachfrage nach Pflegeprodukten in Asien eine rückläufige Entwicklung in Europa überkompensieren konnte. Der Umsatz nahm gleichzeitig prozentual zweistellig zu. Die Aktie des Konsumgüterkonzerns rückte um 5,4 Prozent vor. AstraZeneca (ISIN GB0009895292/ WKN 886455) gewannen daneben 0,2 Prozent an Wert, nachdem der Pharmakonzern im zweiten Quartal ein geringeres Ergebnis ausweisen musste. Die Umsatzerlöse waren ebenfalls deutlich rückläufig.
Für Lloyds Banking Group (ISIN GB0008706128/ WKN 871784) ging es derweil um 0,5 Prozent nach unten Die Großbank hat im ersten Halbjahr einen deutlich geringeren Verlust erwirtschaftet, was mit geringeren Einmalbelastungen zusammenhängt. Die Erwartungen der Analysten wurden jedoch verfehlt, nachdem man zusätzliche Rückstellungen für die fehlerhafte Beratung bei Kreditausfallversicherungen bilden musste. Für das laufende Geschäftsjahr geht der Konzern davon aus, seine Planungen zu erfüllen. Rolls-Royce Group (ISIN GB00B63H8491/ WKN A1H81L) rückten auf Platz zwei der Gewinnerliste im FTSE 100 um 6,7 Prozent vor, nachdem der Triebwerkshersteller im ersten Halbjahr mit einem Gewinnanstieg aufwarten konnte. Der Umsatz wurde ebenfalls verbessert. Profitieren konnte der Konzern erwartungsgemäß von der starken Nachfrage nach Flugzeugtriebwerken, was sich positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Luftfahrtsegment niedergeschlagen hat. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Rolls-Royce eine weiterhin positive Ergebnisentwicklung und geht von einer weiteren Steigerung beim bereinigten Gewinn aus. Spitzenreiter im britischen Leitindex war die Aktie von Polymetal mit einem Zugewinn von 7,6 Prozent.
In Frankreich standen heute insbesondere die Aktien des Pharmakonzerns Sanofi (ISIN FR0000120578/ WKN 920657) im Blick, die sich um 3,4 Prozent verteuerten. Das Unternehmen musste im zweiten Quartal angesichts der schwachen Entwicklung in Westeuropa einen Rückgang beim bereinigten Gewinn ausweisen. Der Umsatz wurde aber erhöht. Im Anschluss bestätigte der Pharmakonzern seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr. Demnach erwartet man beim bereinigten Ergebnis je Aktie einen Rückgang von 12 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Daneben brachen Alcatel-Lucent (ISIN FR0000130007/ WKN 873102) als Schlusslicht im CAC 40 um 6,1 Prozent ein. Der Netzwerkausrüster hat im abgelaufenen Quartal einen Verlust erwirtschaftet, was auf eine schwächere Nachfrage, einen harten Wettbewerb und hohe Kosten zurückzuführen war. Der Umsatz zeigte sich ebenfalls rückläufig. Im Anschluss wurde ein umfassender Stellenabbau angekündigt. Für das zweite Halbjahr rechnet der Konzern mit einer bereinigten operativen Marge, die über der des ersten Halbjahres liegt. France Télécom (ISIN FR0000133308/ WKN 906849) teilte mit, dass ihr operatives Ergebnis im zweiten Halbjahr angesichts rückläufiger Umsätze gesunken ist. Die Erwartungen wurden jedoch erfüllt. Dabei profitierte man von abgebremsten Kundenverlusten und Marktanteilsgewinnen in Spanien. Die Aktie der Telefongesellschaft stieg um 6,4 Prozent. Daneben standen in Frankreich heute auch Automobiltitel auf dem Verkaufszettel der Investoren. So notieren neben Alcatel-Lucent nur noch Peugeot in der Verlustzone, während die Bankwerte an der Indexspitze um über 8 Prozent nach oben schossen.
In der Schweiz ging es im breiten Markt für Logitech (ISIN CH0025751329/ WKN A0J3YT) um 1,6 Prozent nach unten. Der Hardware-Hersteller meldete am späten Mittwoch, dass er im ersten Quartal angesichts rückläufiger Umsätze einen deutlich höheren Verlust erwirtschaftet hat. Dabei hatte der Konzern vor allem unter Einmalbelastungen zu leiden. Ab dem zweiten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2013 rechnet man unverändert mit einer verbesserten finanziellen Performance. Clariant (ISIN CH0012142631/ WKN 895929) gaben daneben nach Geschäftszahlen für das zweite Quartal um 0,8 Prozent nach. Der Spezialchemiekonzern steigerte seinen Umsatz und Nettogewinn. Unter anderem hat man Konzernangaben zufolge dabei von geringeren negative Währungseffekten sowie einer rückläufigen Steuerbelastung profitieren können. Im Anschluss wurden die Planungen für das Gesamtjahr bestätigt. Im SMI verteuerten sich ABB (ISIN CH0012221716/ WKN 919730) auf Platz eins der Gewinnerliste um 5,2 Prozent. Der Spezialist in der Energie- und Automationstechnik hat im zweiten Quartal ein Auftrags- und Umsatzplus erzielt, nachdem Kunden in fast allen Regionen weiter in die Modernisierung von Stromnetzen und die Steigerung der industriellen Produktivität investierten. Das operative EBITDA ging gegenüber dem Vorjahresquartal leicht zurück, während der Konzerngewinn um 27 Prozent abnahm. Syngenta (ISIN CH0011037469/ WKN 580854) rückten nach Halbjahreszahlen um 3,6 Prozent vor. Der Agrochemiekonzern konnte seinen Umsatz steigern. Der Nettogewinn verbesserte sich ebenfalls. Insgesamt hat man vor allem von der starken Entwicklung in Nordamerika profitieren können. Auch in Lateinamerika sowie in der Region Asien/Pazifik habe man nach Unternehmensangaben beim Umsatz zulegen können. Mit zu der starken Ergebnisentwicklung hatten auch Preiserhöhungen beigetragen.
In Spanien standen die Papiere der Banco Santander (ISIN ES0113900J37/ WKN 858872) mit einem Zugewinn von 8,8 Prozent im Blick. Die größte Bankgesellschaft in Spanien, teilte mit, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal aufgrund von hohen Sonderbelastungen eingebrochen ist. Die Erwartungen wurden damit deutlich verfehlt.
Statoil (ISIN NO0010096985/ WKN 675213) verbesserten sich um 2,2 Prozent. Norwegens größter Öl- und Erdgaskonzern musste im zweiten Quartal mit einem Gewinnrückgang hinnehmen. Der Umsatz konnte aber deutlich erhöht werden.
Der Umsatz des italienischen Einzelhandels hat sich im Mai nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat reduziert. Auf Monatssicht fielen die Einzelhandelsumsätze um 0,2 Prozent. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Minus von 0,3 Prozent ausgegangen. Zudem sanken die Umsatzerlöse der Einzelhändler in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,0 Prozent, während Volkswirte eine Abnahme von 4,7 Prozent erwartet hatten.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.251,05 (+4,26 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.427,50 (+2,30 Prozent) FTSE 100 (London): 5.573,16 (+1,36 Prozent) CAC40 (Paris): 3.207,12 (+4,07 Prozent) MIB (Mailand): 13.210,04 (+5,62 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 6.368,80 (+6,06 Prozent) SMI (Zürich): 6.277,74 (+1,57 Prozent) ATX (Wien): 1.963,76 (+3,45 Prozent) (26.07.2012/ac/n/m)
Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG
© Aktiencheck.de AG
Quelle: AKTIENCHECK.DE
| Name | Aktuell | Diff.% | Börse |
|---|---|---|---|
| ABB LTD. NAMENS-AKTIEN SF 1,03 | 21,58 | +0,84% | SIX Swiss Exchange |
| ALCATEL-LUCENT ACTIONS AU PORTEU .. | 1,239 | +1,72% | NYSE Euronext Paris |
| ASTRAZENECA PLC REGISTERED SHARE .. | 3.384,00 | +0,03% | London Stock Exchange |
| BANCO SANTANDER S.A. ACCIONES NO .. | 459,10 | -1,80% | London Stock Exchange |
| CLARIANT AG NAMENS-AKTIEN SF 3,70 | 14,28 | -1,24% | SIX Swiss Exchange |
| ESTX 50 INDEX (PRICE) (EUR) | 2.812,02 | -0,21% | STOXX |
| FRANCE TÉLÉCOM ACTIONS PORT. EO 4 | 8,27 | +0,45% | NYSE Euronext Paris |
| LLOYDS BANKING GROUP PLC REGISTE .. | 62,10 | -1,18% | London Stock Exchange |
| LOGITECH N | 6,39 | +0,79% | SIX Swiss Exchange |
| ROLLS ROYCE HOLDINGS PLC REGISTE .. | 1.183,6547 | +0,48% | London Stock Exchange |
| ROYAL DUTCH SHELLA | 26,33 | -0,25% | NYSE Euronext Amsterdam |
| SANOFI S.A. ACTIONS PORT. EO 2 | 84,30 | -0,24% | NYSE Euronext Paris |
| STATOIL ASA NAVNE-AKSJER NK 2,50 | 129,30 | -1,15% | Oslo Stock Exchange |
| STXE 50 INDEX (PRICE) (EUR) | 2.821,14 | -0,07% | STOXX |
| SYNGENTA AG NAM.-AKTIEN SF 0,10 | 397,10 | -0,23% | SIX Swiss Exchange |
| UNILEVER PLC REGISTERED SHARES L .. | 2.845,72 | +0,03% | London Stock Exchange |
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