Do, 02.08.12 15:19
ROUNDUP 2: Lufthansa fährt die Bremsklappen aus - AUA-Effekt hebt Quartalsgewinn
FRANKFURT - Die Lufthansa
fährt nach einem Sondergewinn im zweiten Quartal die Bremsklappen aus: Trotz florierender Ticketverkäufe soll das Flugangebot im Winter schrumpfen, im Frachtgeschäft wird noch stärker und früher gekürzt. 'Wir sehen, dass alle Airlines durch Turbulenzen fliegen. Lufthansa ist da keine Ausnahme', sagte die neue Finanzchefin Simone Menne am Donnerstag in Frankfurt. Dennoch sei bei den Buchungen keine Eintrübung zu erkennen, für die nahe Zukunft zeigte sie sich 'vorsichtig optimistisch'. Im zweiten Quartal profitierte die Lufthansa von der Radikalkur bei ihrer Tochter Austrian Airlines (AUA). Die Lufthansa-Aktie reagierte mit Kursgewinnen auf die Nachrichten.
ROUNDUP 2: Deutsche Post wittert bessere Geschäfte - Zweites Quartal überrascht
BONN - Bei der Deutschen Post
geht es trotz Wirtschaftskrise weiter aufwärts. Vor allem das Asien-Geschäft und der Paketversand in der Heimat legen zu. Während sich Weltmarktführer UPS
von der schwächelnden Weltwirtschaft gebremst fühlt, schraubt der Logistikkonzern aus Bonn seine Gewinnerwartungen sogar herauf. 'Unsere Geschäfte laufen weiterhin erfreulich', sagte Vorstandschef Frank Appel am Donnerstag bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal. Trotz einer teuren Umsatzsteuernachzahlung rechnet die Konzernführung in diesem Jahr jetzt mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 2,6 bis 2,7 Milliarden Euro - 100 Millionen mehr als zuvor angekündigt.
ROUNDUP: Adidas legt Latte für den Gewinn erneut höher
HERZOGENAURACH - Dank der Fußball-Europameisterschaft und einer starken Nachfrage aus den Schwellenländern hat Europas größter Sportartikelhersteller Adidas
im zweiten Quartal unerwartet kräftig zugelegt. Anders als der kleinere Rivale Puma
, der Mitte Juli die Märkte mit einer Gewinnwarnung schockte, hob der Konzern am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahresbilanz seine Prognose für den Nettogewinn sogar an. Die Aktie verlor dennoch im frühen Handel um 1,76 Prozent auf 59,83 Euro. Börsianer führten dies auf Gewinnmitnahmen zurück nach besser als erwartet ausgefallenen Ergebnissen. Adidas geht nun davon aus, dass der Überschuss im laufenden Jahr auf einen Rekordwert von 770 bis 785 Millionen Euro steigt. Das entspricht einem Plus von 15 bis 17 Prozent. Zuletzt hatte Adidas mit einem Anstieg von 12 bis 17 Prozent kalkuliert. Der Umsatz wird weiterhin währungsbereinigt um etwa zehn Prozent höher erwartet. Adidas hatte bereits im April nach einem starken Jahresauftakt seine Erwartungen angehoben. Dass der Konzern jetzt abermals nachlegt, hatten angesichts der momentanen Schwäche bei Puma und einem eher enttäuschend verlaufenen Quartal bei Nike die wenigsten Analysten erwartet.
ROUNDUP: Neuer Beiersdorf-Chef will Nivea-Konzern schlagkräftiger machen
HAMBURG - Die Welt von Beiersdorf
soll wieder blau-weiß werden. Wenn er derzeit in ein Geschäft gehe und sich die Nivea-Produkte seines Konzerns anschaue, dann sehe er unterschiedliche Logos und Farben, sagte der seit April amtierende Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich am Donnerstag bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz. Aus seiner Sicht habe die Marke in den letzten Jahren zu wenige Klarheit gezeigt und darunter gelitten. Mit einem neuen Logo in den Farben weiß und blau, das an die Form einer Nivea-Dose erinnert, einem einheitlichen Design und innovativeren Produkten will er die Kernmarke wieder beleben. Ein noch stärkerer Fokus auf das Pflegegeschäft soll den Konzern zudem wieder auf Gewinnkurs bringen und fit für den harten Wettbewerb machen. Eine große Rolle spielen bei den Plänen die Schwellenländer, in denen Beiersdorf künftig schneller wachsen will.
ROUNDUP: BNP Paribas stabil - Gewinnrückgang nicht so stark wie befürchtet
PARIS - Die neuen Turbulenzen an den Kapitalmärkten haben der größten französischen Bank BNP Paribas
im zweiten Quartal erstaunlich wenig ausgemacht. Der Überschuss sank zwar um 13 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro, wie das Institut am Donnerstag in Paris mitteilte. Analysten hatten aber mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Den Gewinneinbruch im Investmentbanking machten ein stabiles Privatkundengeschäft sowie ein Sondereffekt aus der Neubewertung der eigenen Schulden zu einem Großteil wett. Die Börse reagierte erleichtert. BNP-Aktien legten am Vormittag rund 1,5 Prozent zu. Beim Konkurrenten Societe Generale
war der Überschuss im zweiten Quartal vor allem wegen Abschreibungen im Auslandsgeschäft und wegen des Abbaus von Risikopositionen um 42 Prozent auf 433 Millionen Euro gesunken. Auch bei der Deutschen Bank
hatte sich der Gewinn fast halbiert.
GESAMT-ROUNDUP: Sony weiter tiefrot - Sharp streicht nach Verlust tausende Jobs
TOKIO - Die einst glorreichen japanischen Elektronik-Konzerne stecken in einem Tal der Tränen fest. Sharp
streicht nach einem riesigen Verlust 5000 Arbeitsplätze und damit fast jeden zehnten Job. Auch Sony
kommt nicht aus den roten Zahlen und musste schon nach dem ersten Geschäftsquartal die Jahresprognose kappen. Beiden Branchen-Schwergewichten machen vor allem das schwache Geschäft mit TV-Geräten und der starke Yen zu schaffen.
ROUNDUP 2: Continental von Autokrise weiter unbeirrt - Prognose angehoben
HANNOVER - Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental
spürt weiter wenig von der Autoabsatzkrise in Europa. Nach einem starken Quartal hob der Konzern am Donnerstag seine Prognosen an. Die Erlöse sollen in diesem Jahr statt um 5 Prozent nun mindestens um 7 Prozent auf 32,5 Milliarden Euro steigen, die operative Marge den Vorjahreswert übertreffen. Zugleich betonte Konzernchef Elmar Degenhart aber, dass das Unternehmen angesichts der Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und der Krise in Teilen Europas vorsichtig bleibe.
ROUNDUP: Internet lässt ProSiebenSat.1 wachsen
MÜNCHEN - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1
bleibt mit seinem Internet- und Auslands-Geschäft auf Wachstumskurs. Das Unternehmen legte am Donnerstag überraschend gute Quartalszahlen vor und peilt weiterhin einen Rekordgewinn in diesem Jahr an. Die wichtigste Einnahmequelle, die Werbeerlöse der deutschen Sender, sanken zwar - viele Zuschauer sahen die Fußball-Europameisterschaft bei ARD und ZDF, und der Sender Sat1 kämpft weiter mit Problemen. Aber das Geschäft mit Online-Spielen und Internet-Portalen wie MyVideo oder Maxdome boomt, und die Fernsehtöchter in Norwegen und Schweden sowie der Verkauf von Eigenproduktionen wachsen kräftig. Deshalb stieg der Konzernumsatz um 4,5 Prozent auf 723 Millionen Euro und das bereinigte Betriebsergebnis um 2 Prozent. Weil nach dem Verkauf der niederländischen und belgischen Sender weniger Schuldzinsen zu zahlen waren, schnellte der bereinigte Quartalsgewinn sogar um 27,5 Prozent auf 121,5 Millionen Euro hoch.
ROUNDUP: Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub trotzt Eurokrise
MANNHEIM - Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub
blickt trotz Eurokrise auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Wie bereits im Auftaktquartal zogen Umsatz und Ergebnisse auch im zweiten Jahresviertel im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. 'Die gute Entwicklung in diesem Jahr kam vor allem aus Nordamerika, Asien und Osteuropa', so Vorstandsvorsitzender Stefan Fuchs am Donnerstag in Mannheim. Mit 101,9 Millionen Euro lag der Gewinn in den ersten sechs Monaten deutlich höher als in der ersten Hälfte des Vorjahres und erreichte damit einen neuen Halbjahresrekord. Für den Zeitraum Januar bis Juni 2011 verzeichnete Fuchs Petrolub einen Gewinn von 91,6 Millionen Euro. Mit seinen Zahlen übertraf das Unternehmen deutlich die Schätzungen der Analysten. So legte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Halbjahr um 8,9 Prozent auf 145,4 Millionen zu. Der Umsatz kletterte - nicht zuletzt dank eines schwächeren Euro - um 11,2 Prozent auf 910 Millionen Euro.
ROUNDUP: BayWa wächst mit Obst und Sonnenstrom
MÜNCHEN - Bis zum Sommer ist Europas größter Agrarhändler Baywa
AG mit Obst und Solarenergie gewachsen - angesichts der Dürre in den USA erwartet er jetzt Rückenwind von steigenden Getreidepreisen sowie vom Baustoffhandel. Für das Gesamtjahr stellte Vorstandschef Klaus Josef Lutz, dessen Vertrag soeben bis 2017 verlängert wurde, am Donnerstag in München 'ein noch besseres Ergebnis' als vergangenes Jahr in Aussicht.
Autoabsatz in Deutschland schwächt sich deutlich ab
BAD HOMBURG - Der Autoabsatz in Deutschland ist im Juli deutlich zurückgegangen. Insgesamt gab es rund 248.000 Neuzulassungen, fast fünf Prozent weniger als vor einem Jahr, wie der Importeurverband VDIK am Donnerstag in Bad Homburg berichtete. Damit liege der Gesamtabsatz seit Jahresbeginn mit 1,88 Millionen Autos nur noch auf dem Vorjahresniveau. Im ersten Halbjahr hatte der deutsche Markt noch dem Negativtrend in Europa getrotzt.
ROUNDUP 2: Toyota startet neuerlichen Massenrückruf
KÖLN/NEW YORK - Toyota
beordert erneut zahlreiche Fahrzeuge in die Werkstätten. Bei weltweit 1,5 Millionen Wagen müssten die Spurstangen an der Hinterachse überprüft werden, erklärte die deutsche Tochter des japanischen Autobauers am Mittwoch in Köln. In Deutschland seien rund 70.000 Autos betroffen. Es handelt sich um den Geländewagen RAV4, das Mittelklasse-Modell Avensis T27 sowie den kompakten Auris D-CAT. In Deutschland führt Toyota den Rückruf mit Unterstützung des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) durch. In Kürze werde das KBA die Halter der entsprechenden Fahrzeuge informieren und sie bitten, sich mit ihren Händlern in Verbindung zu setzen, hieß es.
General-Motors verliert mit Opel weiter Millionen
DETROIT - Verkäufe auf dem Heimatmarkt sowie in China haben dem amerikanischen Autobauer General Motors (G)M noch 1,5 Milliarden Dollar Gewinn beschert - was aber einem Rückgang von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
ROUNDUP: GDF Suez wegen schwacher Nachfrage mit weniger Gewinn
PARIS - Dem französische Energiekonzern GDF Suez
macht eine schwache Energienachfrage angesichts der rückläufigen Konjunktur zu schaffen. Im ersten Halbjahr ging der Gewinn des Versorgers zurück, wie die Gesellschaft am Donnerstag in Paris mitteilte. Der Überschuss sank um 15 Prozent auf 2,33 Milliarden Euro, womit GDF allerdings die Markterwartungen übertreffen konnte. Konzernchef Gerard Mestrallet sprach von 'soliden Zahlen in einem sich verschlechternden Marktumfeld'. Zudem hatte GDF Suez im Vorjahreszeitraum Gewinne durch den Verkauf von Unternehmensteilen erzielen können. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 4,2 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um 10,6 Prozent auf 50,5 Milliarden Euro zu. Das Unternehmen bestätigte auf dieser Basis seine Ziele für das laufende Jahr, wonach der Gewinn auf vergleichbarer Basis bei 3,7 bis 4,2 Milliarden Euro liegen soll. Der Investitionsrahmen liegt bei 10 bis 11 Milliarden Euro.
Erdbeben belastet Generali - Operativer Gewinn soll 2012 trotzdem steigen
TRIEST - Der größte italienische Versicherer Generali <G.AFF>
sieht sich trotz hoher Belastungen aus dem Erdbeben in Norditalien auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Der Konzern rechnet im laufenden Jahr mit einem höheren operativen Gewinn. In den ersten sechs Monaten stagnierte der operative Gewinn des Allianz-Konkurrenten
allerdings bei 2,34 Milliarden Euro, wie Generali am Donnerstag mitteilte. Gestiegenen Prämien standen die Folgen der Schuldenkrise und höhere Kosten für Naturkatastrophen gegenüber. So schlug sich allein das Erdbeben in Norditalien im Mai mit 155 Millionen Euro nieder. 2012 rechnet der Konzern weiter mit einem operativen Gewinn zwischen 3,9 und 4,5 Milliarden Euro nach 3,9 Milliarden Euro im Vorjahr.
Thomas Cook rutscht zwischen April und Juni in die Miesen - Fortschritte
LONDON - Der angeschlagene Reiseveranstalter Thomas Cook
ist nach dem desolaten Winterhalbjahr auch zwischen April und Juni im operativen Geschäft in die roten Zahlen gerutscht. Dennoch sieht der Konzern bei seiner Neuaufstellung Fortschritte. Die Buchungszahlen haben vor allem in den vergangenen Wochen trotz der zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit stark zugelegt, wie Thomas Cook am Donnerstag mitteilte.
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