Banco Santander S.A. Acciones Nom. EO 0,50


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ES-28660 Boadilla del Monte, Madrid
Banco Santander, S.A. ist die Mutter der größten Bankengruppe Spaniens, der Grupo Santander. In der Eurozone rangiert die Bank durch die Zusammenarbeit mit der spanischen Banesto (Banco Espanol de Credito) an erster Stelle, ebenso in Lateinamerika. Weltweit gehörte die Banco Santander Ende 2011 nach Marktkapitalisierung zu den 15 größten Finanzinstituten. Die Gruppe gliedert ihr Geschäft regional in die Bereiche Kontinentaleuropa, Großbritannien, USA und Lateinamerika. Auf der zweiten Ebene unterteilt Santander in das Kerngeschäft Retail Banking, Global Wholesale Banking (weltweites Großkundengeschäft), Asset Management and Insurance (Vermögensverwaltung und Versicherungen). Zu den Hauptmärkten zählen neben Spanien Deutschland, Portugal, Großbritannien, Brasilien, Mexiko, Chile, Uruguay, Kolumbien, Puerto Rico, Argentinien und der Nordosten der USA. Die Bank konnte durch Zukäufe wie etwa der britischen Abbey und der Royal Bank of Scotland ihren Aktionsradius stetig ausweiten.
2011 gehörten 14.756 (14.082) Zweigstellen zur Bank, davon 2.915 (i.V. 2.931) der Marke Santander und 1.714 (1.762) der Marke Banesto. In Deutschland gab es 2011 über die schwedische SEB ein Zweigstellennetz von 303 Filialen. Dabei gehörten in Großbritannien Filialen der Royal Bank of Scotland zum Netzwerk und in Polen seit 2010 die Bank Zachodni WBK. In Portugal ist Santander über die Santander Totta am Markt präsent. Die Zusammenarbeit mit Zurich Financial Services wurde hingegen Ende 2011 aufgegeben. Insgesamt verfügt Santander über eines der weltweit größten Filialnetze. Die Zahl der Kunden lag 2011 bei 102 Mill..
Das Geschäftsjahr war von drei Faktoren geprägt: Einem schwachen ökonomischen Umfeld, instabilen Finanzmärkten vor allem in Europa und regulatorischen Vorgaben, die höhere Kapitalreserven und -anforderungen für Banken vorsehen. Eine Antwort der Bank hierauf ist die breitere geografische Aufstellung des Geldhauses wie auch die Diversifizierung der Einnahmestrukturen. Trotz der schwierigen ökonomischen Vorgaben gelang es der Bank 2011, den Provisionsüberschuss auf 10,47 (9,73) Mrd. Euro und den Zinsüberschuss auf 31,22 (29,59) Mrd. Euro zu heben. Lediglich das Handelsergebnis gab auf 2,50 (2,61) Mrd. Euro nach. So stiegen die verwalteten Geldanlagen 2011 um 1,5% auf 1.383,0 (i.V. 1.362) Mrd. Euro und die vergebenen Kredite um 3,6% auf 750,1 (724,2) Mrd. Euro, wobei die faulen Kredite auf 32,04 (28,52) Mrd. Euro anwuchsen und sich die Rate Not leidender Kredite auf 3,89 (3,55)% erhöhte. Die Rückstellungen für Kreditausfälle betrugen 10,56 Mrd. Euro.
Der Bank gelang es, mit einem Netto-Betriebsergebnis (Net Operating Income; Ergebnis vor Rückstellungen) von 24,37 (23,85) Mrd. Euro oder einem Plus von 2,2% ein auch im internationalen Vergleich gutes Ergebnis vorzulegen. Der Bereich Continental Europe trug mit 8,74 (8,88) Mrd. Euro hierzu bei und Großbritannien mit 3,12 (3,74) Mrd. Euro. Besonders stark ist das Geldhaus auch in den wachstumsmärkten in Lateinamerika präsent. Hier lag das Betriebsergebnis 2011 bei 13,53 (12,71) Mrd. Euro. Der Bereich United States-Sovereign lieferte ein Betriebsergebnis von 1,21 (1,17) Mrd. Euro. Im Retail Banking kam das Betriebsergebnis um 3,3% auf 22,82 (22,57) Mrd. Euro voran und im Global Wholesale Banking verbuchte der Konzern ein Betriebsergebnis von 3,03 (4,03) Mrd. Euro, ein Minus von 17,1%. Auf den Bereich Asset Management and Insurance kamen 754,0 (739,0) Mill. Euro.
Dabei zogen die Verwaltungsaufwendungen auf 7,46 (6,93) Mrd. Euro und die Personalaufwendungen auf 10,33 (9,33) Mrd. Euro an. Vor Steuern stand ein Ergebnis von 9,12 (12,03) Mrd. Euro. Inklusive der Nachsteuer-Rückstellungen und der aufgegebenen Geschäftsbereiche gibt die Bank das Vorsteuerergebnis mit 10,82 (12,05) Mrd. Euro an. Das Ergebnis eingestellter Geschäftsbereiche lag bei minus 24,0 (minus 27,0) Mill. Euro. Nach Steuern in Höhe von 2,94 (2,92) Mrd. Euro und Anteilen Dritter von minus 836,0 (minus 921,0) Mill. Euro sowie Rückstellungen von 1,67 (0,0) Mrd. Euro fiel der Konzernjahresüberschuss um 34,6% auf 5,35 (8,18) Mrd. Euro. Ohne Rückstellungen wäre der Jahresüberschuss nur um 14,2% auf 7,02 (8,18) Mrd. Euro gesunken. Verantwortlich für den Rückgang waren auch Rückstellungen (vor Steuern) in Höhe von 1,81 Mrd. Euro, mit denen das Immobilienportfolio der Bank gesäubert werden soll. Insgesamt lagen die Rückstellungen auch inklusive der Abschreibungen etwa auf den Goodwill der Santander Totta in Portugal bei 3,18 Mrd. Euro. Von dieser Summe wurden 1,51 Mrd. Euro aus Rücklagen bestritten. Harte Rückschläge musste die Bank im Zweigstellengeschäft wie auch in den Märkten in Spanien und Portugal verkraften. In diesen drei Bereichen sank das Ergebnis auf 0,96 (1,72) Mrd. Euro. Allerdings konnte die Gruppe im Rest Europas punkten und besonders in Deutschland ihr Geschäft über die SEB deutlich stärken. Der Konzern gab das Ergebnis je Aktie mit 0,60 (0,94) Euro an. Die Dividende blieb mit 0,60 Euro zum Vorjahr konstant. Dabei haben die Aktionäre die Möglichkeit, einen Teil der Dividende wahlweise in Form von neuen Aktien zu erhalten.
Ende Dezember 2011 taxierte die Europäische Bankenaufsicht (EBA) den Kapitalbedarf der Santander, der benötigt wird, um die Kernkapitalvorschriften zu erfüllen, auf 15,30 Mrd. Euro. Bereits zwei Monate später konnte die Bank jedoch auch ohne die Kapitalmärkte anzuzapfen, die Kernkapitalquote von 9% erreichen - sechs Monate früher als von der EBA gefordert. Um die im Februar 2012 von der spanischen Regierung veröffentlichten Vorgaben zu erfüllen, muss die Bank weitere 2,3 Mrd. Euro an Rückstellungen bilden, um so faule Immobilienkredite aufzufangen. Zusätzlich hat die Bank 2011 daran gearbeitet, ihre Liquidität zu verbessern. Dazu wurde die Balance zwischen Krediten und Einlagen besser austariert.
Beim Kennzahlenvergleich ist zu beachten, dass die Gruppe 2005 erstmals nach den internationalen Rechnungslegungsstandards IAS bilanzierte und das Vorjahr zur besseren Vergleichbarkeit angepasst wurde.
Der größte Coup des Jahres 2004 war der Kauf der sechstgrößten britischen Bank, Abbey National, durch den die Santander-Gruppe unter die zehn größten Banken der Welt und zur größten Bank Europas aufstieg. Die Kundenzahl kletterte weiter auf über 92 Mill. Kunden. Noch Ende 2005 war Santander mit der US-amerikanischen Bank Sovereign übereingekommen, einen Anteil an der US-Bank zu erwerben. 2006 konnten schließlich 24,8% der Sovereign Anteile für 2,9 Mrd. Euro gekauft werden. Zugleich war die Integration von Abbey 2006 weitgehend abgeschlossen und der Lebensversicherungsbereich der auf Hypotheken spezialisierten Bank für 3,6 Mrd. Euro verkauft worden. Zudem hatte der Konzern die Beteiligungen an Urbis, Sanpaolo IMI und Antena 3TV reduziert.
2007 feierte Santander 150-jährigen Geburtstag. Im Jubiläumsjahr setzte die Bankengruppe weiter erfolgreich auf Wachstum und übertraf bei den Geschäftszahlen die Rekordwerte des Vorjahres. Die Zuwächse wurden sowohl in den geografischen wie in den operativen Segmenten erzielt. 2008 setzte die Bank trotz der Finanzkrise diesen Wachstums- und Erfolgskurs fort. Mit dem erreichten Ergebnis (vor Anteilen Dritter) von 8,88 Mrd. Euro (plus 9,4% zum Vorjahr) lag die Bank an dritter Stelle weltweit, was dem Kreditinstitut ermöglichte, eine zum Vorjahr konstante Dividende auszuzahlen. Dabei wurde 2008 die Brasilianische Bank Banco Real für neun Monate konsolidiert. 2009 blieb die Bank weiter auf dem Wachstumspfad. In Großbritannien konnten Alliance & Leicester sowie die Einlagen wie auch die Zweigstellen von Bradford & Bingley übernommen werden. Die US-Beteiligung Sovereign wurde zudem ab Februar 2009 konsolidiert. Im Gegenzug verkaufte die Bank ihr Portfolio in Venezuela.
2009 war die Banco Santander Brazil an die Börse gebracht worden. Die Emissionserlöse lagen bei 1,50 Mrd. Euro. Dabei hatte Santander Anfang 2009 seinen von der Lehman-Pleite und dem Betrugsfall Madoff betroffenen Kunden Gelder in Höhe von 450 Mill. Euro als Entschädigung zugesprochen. Zudem mussten Abschreibungen auf die Beteiligung an der Royal Bank of Scotland und Fortis vorgenommen werden. 2010 konnten dann in Großbritannien 318 Filialen der Royal Bank of Scotland übernommen werden, wodurch das Geschäft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen expandieren kann.
Die Wurzeln der Banco Santander gehen auf das Jahr 1857 zurück als die Banco Santander gegründet wurde und das Privileg der Geldauflage besaß. Im Zuge der Jahre vergrößerte sich die Bank durch die Fusion mit der Banco Central, Banco Hispano Americano und der Banco Espanol de Crédito. 1998 schloss sich die Santander mit Banesto (Banco Espanol de Crédito) zusammen; ein Jahr später folgte der Zusammenschluss mit der Banco Central und der Banco Hispano Americano, die bereits 1991 zur BCH fusioniert waren. Banco Santander, S.A. beschäftigt heute rund 193.350 Angestellte; ein Großteil davon außerhalb Spaniens. Im Juni 2010 firmierte die Bank von Banco Santander Central Hispano SA in Banco Santander SA um. Die Bank ist seit 1999 im Ibex-35 der spanischen Börse gelistet.
Aktionärsstruktur
| Streubesitz | 73,34% |
| State Street .. | 8,31% |
| Chase Nominee.. | 7,74% |
| Bank of New Y.. | 5,34% |
| EC Nominees L.. | 5,27% |
Leitende Positionen
| Vorstand (Management) |
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| Aufsichtsrat (Directors) |
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Beteiligungen
| Unternehmen | Bet. |
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5,524 EUR