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24.05.13  08:02 Uhr

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Typ: Aktie  WKN: 330437

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Unternehmensbericht | Neuemissionsbericht
VCL FILM + MEDIEN AG
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Die VCL FILM + MEDIEN AG kontrolliert als Holdinggesellschaft eine Gruppe von Unternehmen, die im Geschäft mit Filmrechten engagiert sind. Dabei betreibt die VCL Communications GmbH zusammen mit der Cine Plus Home Entertainment GmbH weite Teile des operativen Geschäfts mit dem Schwerpunkt Auswertung von Programmrechten in den deutschsprachigen Ländern. Die Geschäftstätigkeit ist konzentriert auf den Bereich Home Entertainment, die Auswertung erfolgt vor allem auf Video und DVD. Generell erfolgt der Einkauf der Rechte direkt von internationalen Lizenzgebern oder indirekt über Zwischenhändler. Im Vermietbereich sieht sich VCL als der größte konzernunabhängige Videoanbieter in Deutschland. Nachdem ein Investor seine avisierten Zahlungen gegenüber der Gesellschaft nicht leistete, stellte VCL am 20. September 2010 einen Insolvenzantrag. Das Verfahren wurde am 7. März 2001 eröffnet. Das Unternehmen soll anhand eines Sanierungsplans so bald wie möglich wieder operatives Geschäft betreiben.


Der Kontakt zu den Lizenzgebern und Filmhändlern spielt für VCL eine entscheidende Rolle. Deshalb ist VCL seit mehr als 20 Jahren regelmäßig auf allen wichtigen Filmmärkten, z.B. American Filmmarket in Los Angeles, Filmfestspiele in Cannes und Venedig sowie auf der Filmmesse in Mailand, vertreten.


Im Vordergrund der Geschäftstätigkeit der VCL Communications GmbH steht dabei die optimale Auswertung über die unterschiedlichen Vertriebskanäle, die sich in den Vermiet- und Kaufbereich unterteilen. Die Filme werden im Vermietbereich über Videotheken und im Kaufbereich über den stationären Fachhandel, den Elektrofachhandel, große Handelsketten oder den Lebensmitteleinzelhandel ausgewertet. Im November 2002 übernahm die zur Bertelsmann-Gruppe gehörende arvato technology GmbH die Warendistribution für VCL Communications und Cine Plus Home Entertainment. Zum Ausbau des Geschäfts Add-On-Publishing konnte mit dem Burda-Verlag eine Kooperation eingegangen werden. VCL arbeitet damit mit den Verlagen Burda und Springer in diesem Bereich zusammen.


Die Cine plus Home Entertainment GmbH konzentriert sich auf die Zweit- und Drittvermarktung von Videoprogrammrechten (DVD/Video) im Kaufbereich. Die Gesellschaft wertet neben den Titeln des VCL-Konzerns auch Programme anderer Home-Entertainment-Anbieter aus. Aufgrund der Vertriebskooperation der VCL Communications GmbH mit der Warner Home Video Germany GmbH erhielt die Cine Plus Home Entertainment GmbH sämtliche Special Interest Titel und Kinderfilme der VCL Communications GmbH zur Auswertung.


Die 100-prozentige Tochtergesellschaft Alpha Licensing GmbH (früher VCL Licensing GmbH) wurde im Mai 2005 verkauft. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Auswertung von vorhandenen Lizenzrechten (Kino, DVD/Video, TV und VoD) für den deutschsprachigen Raum sowie auf den Weiterverkauf dieser Rechte, die nicht von den Tochtergesellschaften ausgewertet wurden.


Mitte März 2005 vereinbarten VCL und die Tochter First Film GmbH (ehemals VCL Video GmbH) mit Warner die exklusive Verwertung der Home Entertainment-Rechte


Im Geschäftsjahr 2006/2007 (30.11.) konnten die Umsätze um 15% auf 11,42 (i.V. 9,93) Mill. Euro angehoben werden. Durch die Integration der Equity Pictures Medienfonds GmbH, konnte sich VCL einen Einstieg in das Medienfondgeschäft sichern. Dabei erzielte der Lizenzhandel Erlöse in Höhe von 1,1 (1,0) Mill. Euro. Home Entertainment setzte 5,1 (8,3) Mill. Euro um und das neue Segment Fondsverwaltung erstmals 5,2 Mill. Euro. Die Abschreibungen kletterten auf 5,25 (2,00) Mill. Euro und das Zinsergebnis belastete mit minus 3,55 (minus 1,68) Mill. Euro. So stieg das Ergebnis vor Steuern auf plus 0,41 (minus 2,63) Mill. Euro. Nach Ertragssteuern von 0,08 (Steuerertrag 1,79) Mill. Euro lag der Konzernjahresüberschuss mit plus 0,34 (minus 0,84) Mill. Euro wieder in der Gewinnzone. Eine Dividende wurde wie in den Vorjahren nicht ausgeschüttet.


Die VCL FILM + MEDIEN AG wurde am 29. September 1998 als AB 9895 Vermögensverwaltungs-AG mit einem Grundkapital von 100.000 DM errichtet. Mit Kaufvertrag vom 27. Januar 1999 erwarben Detlef Günther und Silvia Ruth, Matthias Rom, Stefan Radtke und die Basic Management Consulting GmbH die Gesellschaft zu 100%. Durch Beschluss der ao. Hauptversammlung vom 26. Februar 1999 wurde die Firma in VCL FILM + MEDIEN AG geändert. Mit Vertrag vom gleichen Tage erfolgte die Einbringung der VCL Communications GmbH im Wege der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage um insgesamt 19,9 Mill. auf 20,0 Mill. DM. Ferner wurde am 26. Februar 1999 beschlossen, das Grundkapital durch Ausgabe weiterer 600.000 Stückaktien zum Gesamtausgabebetrag von 8,004 Mill. DM um weitere 3,0 Mill. auf 23,0 Mill. DM zu erhöhen.


Am l. April 1999 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom genehmigten Kapital Gebrauch gemacht und beschlossen, das Grundkapital um 3,0 Mill. auf 26 Mill. DM anzuheben. Diese 600.000 Aktien wurden zusammen mit weiteren 600.000 Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre in der Zeit vom 17. bis 21. Mai 1999 einer breiten Öffentlichkeit zur Zeichnung angeboten. Die Bookbuilding-Spanne lautete 13 bis 15 Euro. Als Emissionspreis wurden 15 Euro errechnet. Durch den Börsengang flossen der Gesellschaft frische Mittel von brutto 9,0 Mill. Euro zu. Noch nicht einmal ein Jahr nach dem Börsengang wurden die VCL-Aktien in den MDAX aufgenommen. 2003 folgte schließlich der Wechsel in den Prime Standard. Im September 2006 hat der Vorstand den Antrag auf Widerruf der Notierung im Prime Standard gestellt. Zum 13. Dezember 2006 ist die Aktie im General Standard notiert.


Aktionärsstruktur

Streubesitz 47,34%
Familie Ruth 45,46%
Lautenschlager 3,67%
Thiesmeyer 2,67%
Speidel 0,86%

Leitende Positionen

Vorstand (Management)
Datty G. Ruth
Aufsichtsrat (Directors)
Raphael Fitz Aufsicht..
Rudolph Wiesmeier

Beteiligungen

(an anderen Unternehmen)
Unternehmen Bet.