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NORMA Group SE Namens-Aktien o.N.

16.04.14  11:31:33 Uhr

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Typ: Aktie   WKN: A1H8BV

 
NORMA GROUP SE
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Effiziente Verbindungssysteme


Die Norma Group SE (zuvor Norma Group AG) sieht sich mit einem Portfolio von mehr als 30.000 Produkten und Lösungen als Markt- und Technologieführer im Markt für hochentwickelte Verbindungstechnik. Das breite Sortiment umfasst die drei Produktkategorien Befestigungsschellen, Verbindungselemente und Fluidsysteme. Norma vertreibt die Produkte über die beiden Vermarktungsstrategien als hochentwickelte Verbindungstechnik (Engineered Joining Technologies, EJT) und als Vertriebsservice (Distribution Services, DS). Im Bereich EJT liefert Norma funktionskritische Lösungen, die für spezifische Anwendungserfordernisse von Erstausrüstern entwickelt werden. Im Bereich DS werden die standardisierten Verbindungsprodukte unter den Marken Aba, Breeze, Clamp-All, Gemi, Norma, R.G. Ray, Serflex, Serratub, Terry und Torca vermarktet. Einsatz finden die Erzeugnisse in Systemen zur Emissionskontrolle, in Kühlsystemen, bei Luftansaugung und Induktion wie auch in Hilfssystemen und Infrastruktureinrichtungen.


Die Schellenprodukte und -lösungen (CLAMP) werden aus unlegierten Schläuchen oder Edelmetall hergestellt. Verwendet werden sie zur Abdichtung und Verbindung von Elastomerschläuchen. Der Bereich Verbindungsprodukte (CONNECT) umfasst Verbindungen aus unlegierten Stählen oder aus Edelstahl, die teilweise mit Elastomer- oder Metalldichtungen versehen sind und als Verbindungs- und Dichtungselemente für Metall- und Thermoplastrohre verwendet werden. Die Produkte und Lösungen im Bereich FLUID sind ein- oder mehrschichtige thermoplastische Flüssigkeitssysteme/Steckverbindungen, welche zu kürzeren Montagezeiten führen und den sicheren Durchlauf von Flüssigkeiten oder Gasen gewährleisten. Sie ersetzen herkömmliche Produkte wie Elastomerschläuche.


Die Verbindungstechniken erlauben es den Kunden, über wettbewerbsfähige Lösungen größere Einnahmen und Kosteneinsparungen zu erzielen. Vertrieben werden die Produkte unter dem Warenzeichen Norma Group in 100 Ländern über ein Netzwerk von ausgesuchten Unternehmen, die so das industrielle Aftermarket-Segment, also Reparaturleistungen, Austausch von Teilen und OEM-Unterstützung, adressieren. Nach Endmärkten gegliedert erzielte Norma im abgelaufenen Geschäftsjahr 32% der Umsätze mit Industriezulieferern, jeweils 29% im Bereich Vertriebsservice und Pkw-Erstausrüster und 10% mit Erstausrüstern im Nutzfahrzeugbereich. Das Unternehmen verfügt über 19 Fertigungs- und Vertriebsanlagen sowie zahlreiche Absatz- und Vertriebsstandorte in Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika wie auch im asiatisch-pazifischen Raum. Das operative Geschäft untergliedert sich in die drei Segmente "EMEA" (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), "Americas" (Nord-, Mittel- und Südamerika) und "Asia Pacific" (asiatisch-pazifischer Raum).


Ergebnis toppt Rekordniveau des Vorjahres


Nachdem der Konzern 2011, im Jahr des Börsengangs, das bislang erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte verbuchen konnte, gelang 2012 abermals ein kräftiger Sprung nach vorn, auch wenn die zu Jahresbeginn 2012 veröffentlichte Prognose dann aufgrund einer merklichen Abkühlung des Geschäfts im Jahresverlauf nach unten korrigiert wurde. Die Erlöse wuchsen dennoch um 4,0% auf 604,6 (i.V. 581,4) Mill. Euro. Das organische Wachstum lag bei minus 1,9%. Dabei gelang es dem Konzern, seine Marktposition auch über den Zukauf von Aktivitäten in der Schweiz, in Malaysia und Italien sowie über die Erhöhung der Beteiligung in den Niederlanden weiter auszubauen. So wurden die Schweizer Connectors Verbindungstechnik AG (Spezialist für Verbindungssysteme in der Pharmazeitik und Biotechnologie), die italienische Nordic Metalblok S.r.l. (Produzent von Schellen für die Heizungs-, Lüftungs- und Klimaindustrie sowie die Bau- und Agrarwirtschaft) und die malaysische Chien Jin Plastic Sdn. Bhd (Hersteller von thermoplastischen Verbindungssystemen) erworben und 60% der Anteile an der Groen Bevestigingsmaterialen BV (Hersteller von Schlauch- und Rohrschellen und Kupplungselementen) übernommen. Zudem wurden die Produktionskapazitäten in Deutschland, China, Indien und Großbritannien weiter ausgebaut. Mit neuen Repräsentanzen in Vietnam, den Philippinen und Indonesien stärkte Norma zudem seinen internationalen Vertrieb. Im Gegenzug trennte sich der Konzern 2012 von der SCI Seran und der Jiangyin Norma Automotive Products Co. Ltd. Die 2012 neu konsolidierten Unternehmen trugen mit 14,3 Mill. Euro zum Umsatz bei. Dabei konnte der Konzern 2011 Anteile an den beiden Joint Ventures in Spanien und Indien übernehmen, ein Vertriebsbüro in Brasilien eröffnen und in Thailand und Serbien Gesellschaften gründen. 2011 wurden zudem die beiden 2010 zugekauften Firmen R.G.Ray und Craig Assembly integriert.


Im Bereich EJT wuchsen die Erlöse 2012 um 3,9% auf 427,6 (411,5) Mill. Euro, während sie im Bereich DS weniger deutlich um 2,5% auf 174,5 (170,3) Mill. Euro zulegten. Damit hatte der Bereich EJT einen Umsatzanteil von 71,0% während der Bereich DS auf 29,0% kam. Die Segmente zeigten sich 2012 unterschiedlich. Im Segment "EMEA" gaben die Erlöse um 1,4% auf 367,5 (372,7) Mill. Euro nach. In "Amerika" kamen sie hingegen um deutliche 11,8% auf 193,3 (173,0) Mill. Euro und im Segment "Asien-Pazifik" um satte 22,6% auf 43,80 (35,70) Mill. Euro voran. Insgesamt nahmen die Auslandserlöse 2012 auf 67,4 (61,7)% zu.


Dabei wendete die Gruppe 263,5 (262,3) Mill. Euro für Material auf. Die Materialeinsatzquote konnte mit 43,6 (45,1)% leicht verbessert werden. Der Bruttogewinn kam um 6,8% auf 344,4 (322,6) Mill. Euro voran. Das entspricht einer Bruttomarge von 57,0 (55,5)%. Die Aufwendungen für das Personal wuchsen auf 156,5 (143,7) Mill. Euro. 2012 standen sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 76,63 (88,21) Mill. Euro sonstige betriebliche Erträge von 9,54 (9,56) Mill. Euro gegenüber. Im Jahr 2011 waren hier Kosten für den Börsengang von 11,5 (13,8) Mill. Euro angefallen. Mit 105,2 (84,70) Mill. Euro kam das EBITA 2012 deutlich um 24,1% voran. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) wuchs um 2,7% auf 105,4 (102,7) Mill. Euro. Das entspricht einer bereinigten EBITA-Marge von 17,4 (17,7)%. Dabei konnte der Anstieg bei den Abschreibungen auf 26,41 (23,58) Mill. Euro begrenzt werden. Das Zinsergebnis verbesserte sich auf minus 12,78 (minus 16,39) Mill. Euro. Vor Steuern kletterte das Ergebnis auf 81,14 (47,02) Mill. Euro. Nachdem die Gruppe an den Fiskus Steuern in Höhe von 24,57 (11,31) Mill. Euro abgeführt hat, blieb ein Nachsteuerergebnis von 56,57 (35,71) Mill. Euro. Unter dem Strich lag das Periodenergebnis bei 56,57 (35,69) Mill. Euro und hatte damit um 58,4% zugelegt. Dabei fielen 2012 keine Anteile Dritter an, während im Vorjahr noch Anteile in Höhe von minus 0,03 Mill. Euro verbucht wurden. Der Konzern gibt das Ergebnis je Aktie mit 1,78 (1,19) Euro an. Die Aktionäre erhalten für das zweite Jahr der Börsennotierung eine Dividende in Höhe von 0,65 (0,60) Euro je Aktie.


2013 wächst der Konzern auch dank der Neuzukäufe


Auch 2013 wird das wirtschaftliche Umfeld weiter herausfordernd bleiben, so dass das Management davon ausgeht, dass das operative Geschäft nur langsam anlaufen wird. Erst für die zweite Jahreshälfte rechnet die Konzernspitze mit einem spürbaren Aufschwung, der von der Einführung der Euro-6-Norm für Lkw angeschoben wird. Insgesamt erwartet der Vorstand daher, dass 2013 ein gutes Geschäftsjahr mit einem leichten Umsatzanstieg und einem erneut guten operativen Ergebnis wird. Besonders expansiv wird sich dabei das internationale Geschäft zeigen, das von der hohen Dynamik im asiatisch-pazifischen Raum gespeist wird. Norma reagiert hier durch den Ausbau der Vertriebsaktivitäten. Sinnvolle und nachhaltige Akquisitionen sollen die Präsenz im In- und Ausland weiter stärken und das Produktportfolio weiter diversifizieren. So konnte im Januar 2013 bereits die australische DavyDick hinzugekauft werden. In China soll zudem ein weiteres Werk entstehen und in Brasilien soll neben Produktionskapazitäten ein eigenes Regionalsegment etabliert werden, das zudem über einen eigenen Vertrieb und Engineeringaktivitäten verfügen wird.


Insgesamt strebt der Vorstand ein Wachstum über dem Marktdurchschnitt an. Während die Umsätze in der Region "EMEA" sich eher neutral bis schwach entwickeln werden, dürften die Erlöse in der Region "Asien-Pazifik" 2013 um rund 10% zulegen. Das Geschäft in "Amerika" wird in Euro gerechnet leicht zulegen. Die beiden Bereiche EJT und DS werden sich parallel zum Vorjahr entwickeln, so dass die Umsatzrelation 70% zu 30% konstant bleibt. Belebend werden sich auch die Umsatzbeiträge der neu akquirierten Gesellschaften auswirken. Nach unterproportional wachsenden Personalaufwendungen strebt das Management für 2013 eine nachhaltige EBITA-Marge in Höhe von 17% an. Das Zinsergebnis wird tendenziell von der Rückführung der Verbindlichkeiten profitieren, so dass das Ergebnis je Aktie moderat steigen wird. Der Konzern plant Investitionen in Höhe von 4,5% des Konzernumsatzes für 2013 ein.


Der Start ins neue Geschäftsjahr 2013 fiel durchwachsen aus. So gaben die Umsätze im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% auf 159,3 (159,7) Mill. Euro nach. Allerdings konnte das Bruttoergebnis leicht auf 91,00 (90,80) Mill. Euro zulegen. Dennoch gab das EBITA auf 28,30 (29,10) Mill. Euro nach, so dass auch das Periodenergebnis mit 15,80 (16,30) Mill. Euro um 3,0% geschrumpft ist.


Geschichte reicht bis 1896 zurück


Die Wurzeln der Gruppe gehen auf das Jahr 1896 zurück, als die ABA Group gegründet wurde. Das schwedische Unternehmen entwickelte sich über die Jahre zu einer multinationalen Gruppe, die sich auf die Herstellung von Schlauch- und Rohrschellen sowie Verbindungselementen für zahlreiche Anwendungen weltweit spezialisierte. 1949 wurde dann die deutsche Norma als Rasmussen GmbH ins Leben gerufen. Sie hatte sich auf Verbindungs- und Befestigungselemente spezialisiert, die unter dem Markennamen Norma vermarktet wurden. 2006 fusionierten die ABA-Group und die deutsche zwischenzeitlich in Norma umbenannte Gesellschaft zur Norma Group. 2007 kaufte diese dann die Breeze Industrial Products Corporation und erschloss sich damit den Markt in den USA. Breeze wurde 1848 gegründet und entwickelte die erste Schneckengewinde-Schlauchschelle für den US-Markt. In der jüngeren Vergangenheit produzierte Breeze Schneckenantriebe, T-Schrauben und V-Schellen für Nutzfahrzeuge und PKW, Schwerfahrzeuge, Flugzeuge und diverse industrielle Anwendungen. 2010 erweiterte die Gruppe ihr Markenportfolio durch die beiden Übernahmen in den USA: R.G. Ray Group und Craig Assembly.


Im Frühjahr 2011 beschloss das Unternehmen den Gang an die Börse. Das gezeichnete Kapital lag zu diesem Zeitpunkt bei 25,01 Mill. Euro bzw. ebenso vielen Stücken. Eine außerordentliche Hauptversammlung brachte am 6. April zunächst eine Kapitalherabsetzung um 147.600 Stücke auf dann 24.862.400 Stücke auf den Weg. In einem zweiten Schritt wurde eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage um 7 Mill. Stücke beschlossen. Diese 7 Mill. Stücke konnten im Rahmen eines öffentlichen Angebots gezeichnet werden. Weitere 9 Mill. Stücke stellten Altaktionäre aus ihrem Aktienbesitz zur Verfügung. Hinzu kam eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) in Höhe von 2,40 Mill. Stücken. Das Angebot begann am 28. März und lief bis zum 7. April 2011. Die Preisspanne, innerhalb der die Aktien gezeichnet werden konnten, lag zwischen 19,00 und 24,00 Euro je Aktie. Der Platzierungspreis wurde am 7. April mit 21,00 Euro bekannt gegeben. Die erste Notiz im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte am 8. April. Der erste Preis wurde mit 21,50 Euro festgestellt, so dass dem Unternehmen ein Bruttoemissionserlös von 147 Mill. Euro zufloss. Teile der bei den Altaktionären verbleibenden Aktien unterlagen einer Lock-up-Frist von 180 Tagen. Der Emissionserlös floss in die Rückführung von Verbindlichkeiten.


Anfang Juni 2011 gelang dem Unternehmen der Aufstieg in den SDax. Um die internationale Ausrichtung des Konzerns zu unterstreichen, stimmten die Aktionäre auf der Hauptversammlung im Mai 2013 der Umwandlung der Gesellschaft in eine europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) zu.Seit dem 12. Juli 2013 firmiert die Gesellschaft folglich als Norma Group SE.



Aktionärsstruktur

Streubesitz 55,99%
Ameriprise Fi.. 9,96%
Mondrian Inve.. 5,34%
BlackRock, Inc. 5,10%
Allianz Globa.. 5,02%
Bank of Ameri.. 4,32%
The Capital G.. 3,05%
T. Rowe Price.. 3,02%
BNP Paribas I.. 2,86%
ODDO ET CIE 2,84%
Vorstand 2,20%
Aufsichtsrat 0,30%

Leitende Positionen

Vorstand (Management)
Werner Deggim Vorstands-
vorsitzender
Dr. Othmar Belker
Bernd Kleinhens
John Stephenson
Aufsichtsrat (Directors)
Dr. Stefan Wolf Aufsichtsrats-
vorsitzender
Lars M. Berg
Günter Hauptmann
Knut J. Michelberger
Dr. Christoph Schug
Erika Schulte

Beteiligungen

(an anderen Unternehmen)
Unternehmen Bet.

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