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NORMA Group SE Namens-Aktien o.N.

01.09.14  12:25:26 Uhr

36,65 EUR

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KGVe:
17,162

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Typ: Aktie   WKN: A1H8BV

 
NORMA GROUP SE
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DE-63477 Maintal
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Effiziente Verbindungssysteme


Die Norma Group SE (zuvor Norma Group AG) sieht sich mit einem Portfolio von mehr als 30.000 Produkten und Lösungen als Markt- und Technologieführer im Markt für hochentwickelte Verbindungstechnik. Das breite Sortiment umfasst die drei Produktkategorien Befestigungsschellen, Verbindungselemente und Fluidsysteme. Norma vertreibt die Produkte über die beiden Vermarktungsstrategien als hochentwickelte Verbindungstechnik (Engineered Joining Technologies, EJT) und als Vertriebsservice (Distribution Services, DS). Im Bereich EJT liefert Norma funktionskritische Lösungen, die für spezifische Anwendungserfordernisse von Erstausrüstern entwickelt werden. Im Bereich DS werden die standardisierten Verbindungsprodukte der Marken Aba, Breeze, Clamp-All, Gemi, Norma, R.G. Ray, Serflex, Serratub, Terry und Torca u.a. vermarktet. Einsatz finden die Erzeugnisse in Systemen zur Emissionskontrolle, in Kühlsystemen, bei Luftansaugung und Induktion wie auch in Hilfssystemen und Infrastruktureinrichtungen.


Die Schellenprodukte und -lösungen (CLAMP) werden aus unlegierten Schläuchen oder Edelmetall hergestellt. Verwendet werden sie zur Abdichtung und Verbindung von Elastomerschläuchen. Der Bereich Verbindungsprodukte (CONNECT) umfasst Verbindungen aus unlegierten Stählen oder aus Edelstahl, die teilweise mit Elastomer- oder Metalldichtungen versehen sind und als Verbindungs- und Dichtungselemente für Metall- und Thermoplastrohre verwendet werden. Die Produkte und Lösungen im Bereich FLUID sind ein- oder mehrschichtige thermoplastische Flüssigkeitssysteme/Steckverbindungen, welche zu kürzeren Montagezeiten führen und den sicheren Durchlauf von Flüssigkeiten oder Gasen gewährleisten. Sie ersetzen herkömmliche Produkte wie Elastomerschläuche.


Die Verbindungstechniken erlauben es den Kunden, über wettbewerbsfähige Lösungen größere Einnahmen und Kosteneinsparungen zu erzielen. Vertrieben werden die Produkte unter dem Warenzeichen Norma Group in 100 Ländern über ein Netzwerk von ausgesuchten Unternehmen, die so das industrielle Aftermarket-Segment, also Reparaturleistungen, Austausch von Teilen und OEM-Unterstützung, adressieren. Nach Endmärkten gegliedert erzielte Norma im abgelaufenen Geschäftsjahr 30% der Umsätze mit Industriezulieferern, jeweils 30% im Bereich Vertriebsservice und Pkw-Erstausrüster und 10% mit Erstausrüstern im Nutzfahrzeugbereich. Das Unternehmen verfügt über 21 (i.V. 19) Fertigungs- und Vertriebsanlagen sowie zahlreiche Absatz- und Vertriebsstandorte in Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika wie auch im asiatisch-pazifischen Raum. Das operative Geschäft untergliedert sich in die drei Segmente "EMEA" (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), "Americas" (Nord-, Mittel- und Südamerika) und "Asia Pacific" (asiatisch-pazifischer Raum).


Ergebnis stagniert


Nachdem der Konzern 2011, im Jahr des Börsengangs, das bislang erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte verbuchen konnte, gelang 2012 abermals ein kräftiger Sprung nach vorn. 2013 legte der Konzern dann bei den Umsätzen weiter zu, doch das Jahresergebnis stagnierte auf dem Vorjahresniveau. Auch dank gezielter Akquisitionen und Kapazitätserweiterungen wuchsen die Erlöse um 5,1% auf 635,6 (i.V. 604,6) Mill. Euro. (Im Folgenden werden die im aktuellen Geschäftsbericht angepassten Vorjahreskennzahlen zum Vergleich herangezogen. Sie weichen daher von den Zahlen in der Kennzahlentabelle ab). Das organische Wachstum lag bei 2,5%. Währungskurse bremsten das Wachstum um 1,8%. Profitiert hatte NORMA auch von der seit 2014 verbindlich vorgeschriebenen EURO-6-Norm für alle Lkw in der EU. Die Norm führte dazu, dass insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2013 Motoren-Neuanläufe auf den Markt kamen, was wiederum das Geschäft von NORMA beflügelte.


Wachstum resultierte aber auch aus Akquisitionen. In Australien übernahm NORMA die beiden Gesellschaften Davydick & Co. und Guyco, womit der Konzern seine Stellung im asiatisch-pazifischen Raum stärkte. Davydick ist auf Elemente zum Transport von Wasser spezialisiert, während Guyco Verbindungsprodukte und Ventile herstellt. In Brasilien eröffnete der Konzern ein neues Werk und baute seine Marktposition in Südamerika so weiter aus. In Osteuropa brachte die Übernahme des Vertriebspartners in Polen, Variant SA, den Konzern voran. Die 2012 und 2013 neu konsolidierten Unternehmen trugen mit 26,7 Mill. Euro zum Umsatz bei.


Im Bereich EJT wuchsen die Erlöse 2013 um 3,8% auf 443,9 (427,6) Mill. Euro, während sie im Bereich DS dank Zukäufen um 11% auf 193,6 (174,5) Mill. Euro zulegten. Damit hatte der Bereich EJT einen Umsatzanteil von 70 (71)% während der Bereich DS auf 30 (29)% kam. Die Segmente zeigten sich 2013 unterschiedlich. Im Segment "EMEA" wuchsen die Erlöse dank der neuen Abgas-Norm in der EU um 5,6% auf 387,9 (367,5) Mill. Euro. In "Amerika" wuchsen zwar die Erlöse aber negative Währungseinflüsse bremsten die Expansion derart aus, dass die Erlöse um 0,9% auf 191,6 (193,3) Mill. Euro zurückfielen. Allerdings kletterten die Umsätze im Segment "Asien-Pazifik" hingegen um satte 28,1% auf 56,00 (43,80) Mill. Euro. Insgesamt nahmen die Auslandserlöse 2013 auf 70,4 (67,4)% zu.


Dabei wendete die Gruppe 269,4 (263,5) Mill. Euro für Material auf. Hier zeigten sich auch die Kostensenkungsmaßnahmen im Rahmen des Global Excellence Programms und effizientere Beschaffungsmaßnahmen. Die Materialeinsatzquote verbesserte sich mit 42,4 (43,6)% leicht. Der Bruttogewinn kam auf 371,4 (344,4) Mill. Euro voran. Das entspricht einer Bruttomarge von 58,4 (57,0)%. Die Aufwendungen für das Personal wuchsen auf 169,7 (156,5) Mill. Euro. 2013 standen sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 79,37 (76,63) Mill. Euro sonstige betriebliche Erträge von 6,98 (9,54) Mill. Euro gegenüber. 2013 fielen Kosten für die Umwandlung von einer AG in eine SE an. Mit 112,1 (105,1) Mill. Euro kam das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) 2013 deutlich um 6,7% voran. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) wuchs um 6,9% auf 112,6 (105,4) Mill. Euro. Das entspricht einer bereinigten EBITA-Marge von 17,7 (17,4)%, die deutlich über dem Branchendurchschnitt liegt. Dabei legten die Abschreibungen auf 29,80 (26,41) Mill. Euro zu. Das Zinsergebnis gab auf minus 15,59 (minus 13,17) Mill. Euro nach. Vor Steuern kletterte das Ergebnis auf 83,94 (81,20) Mill. Euro. Nachdem die Gruppe an den Fiskus Steuern in Höhe von 28,32 (24,59) Mill. Euro abgeführt hat, blieb ein Nachsteuerergebnis von 55,62 (56,62) Mill. Euro. Unter dem Strich lag das Periodenergebnis bei 55,56 (56,62) Mill. Euro und hatte damit um 1,8% abgenommen. Bereinigt lag das Periodenergebnis laut Unternehmen bei 62,10 (61,80) Mill. Euro. Dabei fielen 2012 keine Anteile Dritter an, während 2013 Anteile in Höhe von minus 0,06 Mill. Euro verbucht wurden. Der Konzern gibt das Ergebnis je Aktie mit 1,74 (1,78) Euro an. Die Aktionäre erhalten für das zweite Jahr der Börsennotierung eine Dividende in Höhe von 0,70 (0,65) Euro je Aktie. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von fast 36%.


Nachdem der einstige Großinvestor 3i PLC zum Jahresbeginn 2013 ausstieg, liegt der Streubesitz bei 100%.


2014 weiter solide wachsen


Auch in Zukunft will NORMA an seiner bisher bewährten Multibranchen-Strategie festhalten. Wichtiger Wachstumstreiber werden dabei die Ausweitung der globalen Präsenz wie auch die Diversifizierung auf unterschiedliche Kundenindustrien sein. Vor allem in China und Brasilien will der Konzern expandieren. In das neue Jahr startete der Konzern mit einem um 9,9% auf 236,7 (215,4) Mill. Euro gewachsenen Auftragsbestand. Dank der spürbaren Erholung der weltweiten Konjunktur und der positiven Wachstumsaussichten in den relevanten Regionen rechnet der Konzern auch weiterhin mit einer erfreulichen Geschäftsentwicklung. Dank der Gewinnung neuer Marktanteile rechnet das Management mit einem Umsatzplus in der Region "Asien-Pazifik" von über 10%. In Nordamerika sollen die Erlöse in Landeswährung moderat zulegen und die Region "EMEA" dank der Euro-6-Norm weiter solide wachsen. In der Summe visiert der Konzern 2014 ein Plus beim Konzernumsatz von organisch 4% bis 7% an. Zusätzlich werden die 2013 zugekauften Gesellschaften in Polen und Australien das Umsatzplus anschieben. Auf der Kostenseite geht der Konzern davon aus, dass die Materialeinsatzquote sich auch im laufenden Jahr auf dem Niveau der beiden Vorjahre bewegen wird, die übrigen Kostenpositionen aber optimiert werden können. Auch die bereinigte EBITA-Marge soll 2014 das Niveau von 17% halten. Bei einer Steuerquote von 32% dürfte das bereinigte Ergebnis je Aktie 2014 solide anziehen. Zu verdanken ist das Plus auch dem erwarteten Umsatzschub und den positiven Beiträgen der 2013 zugekauften Gesellschaften. Der Konzern plant Investitionen in Höhe von 4,5% des Konzernumsatzes für 2014 ein. Naben dem Marktausbau in Brasilien soll in China ein zweites werk entstehen.


Geschichte reicht bis 1896 zurück


Die Wurzeln der Gruppe gehen auf das Jahr 1896 zurück, als die ABA Group gegründet wurde. Das schwedische Unternehmen entwickelte sich über die Jahre zu einer multinationalen Gruppe, die sich auf die Herstellung von Schlauch- und Rohrschellen sowie Verbindungselementen für zahlreiche Anwendungen weltweit spezialisierte. 1949 wurde dann die deutsche Norma als Rasmussen GmbH ins Leben gerufen. Sie hatte sich auf Verbindungs- und Befestigungselemente spezialisiert, die unter dem Markennamen Norma vermarktet wurden. 2006 fusionierten die ABA-Group und die deutsche zwischenzeitlich in Norma umbenannte Gesellschaft zur Norma Group. 2007 kaufte diese dann die Breeze Industrial Products Corporation und erschloss sich damit den Markt in den USA. Breeze wurde 1848 gegründet und entwickelte die erste Schneckengewinde-Schlauchschelle für den US-Markt. In der jüngeren Vergangenheit produzierte Breeze Schneckenantriebe, T-Schrauben und V-Schellen für Nutzfahrzeuge und PKW, Schwerfahrzeuge, Flugzeuge und diverse industrielle Anwendungen. 2010 erweiterte die Gruppe ihr Markenportfolio durch die beiden Übernahmen in den USA: R.G. Ray Group und Craig Assembly.


Im Frühjahr 2011 beschloss das Unternehmen den Gang an die Börse. Das gezeichnete Kapital lag zu diesem Zeitpunkt bei 25,01 Mill. Euro bzw. ebenso vielen Stücken. Eine außerordentliche Hauptversammlung brachte am 6. April zunächst eine Kapitalherabsetzung um 147.600 Stücke auf dann 24.862.400 Stücke auf den Weg. In einem zweiten Schritt wurde eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage um 7 Mill. Stücke beschlossen. Diese 7 Mill. Stücke konnten im Rahmen eines öffentlichen Angebots gezeichnet werden. Weitere 9 Mill. Stücke stellten Altaktionäre aus ihrem Aktienbesitz zur Verfügung. Hinzu kam eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) in Höhe von 2,40 Mill. Stücken. Das Angebot begann am 28. März und lief bis zum 7. April 2011. Die Preisspanne, innerhalb der die Aktien gezeichnet werden konnten, lag zwischen 19,00 Euro und 24,00 Euro je Aktie. Der Platzierungspreis wurde am 7. April mit 21,00 Euro bekannt gegeben. Die erste Notiz im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte am 8. April. Der erste Preis wurde mit 21,50 Euro festgestellt, sodass dem Unternehmen ein Bruttoemissionserlös von 147 Mill. Euro zufloss. Teile der bei den Altaktionären verbleibenden Aktien unterlagen einer Lock-up-Frist von 180 Tagen. Der Emissionserlös floss in die Rückführung von Verbindlichkeiten.


Anfang Juni 2011 gelang dem Unternehmen der Aufstieg in den SDax. Knapp zwei Jahre später stieg die Gesellschaft Mitte März 2013 in den MDax auf.


Der Konzern verfolgt seit geraumer Zeit eine stete Akquisitionspolitik, über die die Auslandsexpansion vorangetrieben wird. 2011 wurden die beiden 2010 zugekauften Firmen R.G.Ray und Craig Assembly integriert. 2012 gelang es, die Marktposition auch über den Zukauf von Aktivitäten in der Schweiz, in Malaysia und Italien sowie über die Erhöhung der Beteiligung in den Niederlanden weiter auszubauen. So wurden die Schweizer Connectors Verbindungstechnik AG (Spezialist für Verbindungssysteme in der Pharmazeitik und Biotechnologie), die italienische Nordic Metalblok S.r.l. (Produzent von Schellen für die Heizungs-, Lüftungs- und Klimaindustrie sowie die Bau- und Agrarwirtschaft) und die malaysische Chien Jin Plastic Sdn. Bhd (Hersteller von thermoplastischen Verbindungssystemen) erworben und 60% der Anteile an der Groen Bevestigingsmaterialen BV (Hersteller von Schlauch- und Rohrschellen und Kupplungselementen) übernommen. Zudem wurden die Produktionskapazitäten in Deutschland, China, Indien und Großbritannien weiter ausgebaut. Mit neuen Repräsentanzen in Vietnam, den Philippinen und Indonesien stärkte Norma zudem seinen internationalen Vertrieb. Im Gegenzug trennte sich der Konzern 2012 von der SCI Seran und der Jiangyin Norma Automotive Products Co. Ltd.


Um die internationale Ausrichtung des Konzerns zu unterstreichen, stimmten die Aktionäre auf der Hauptversammlung im Mai 2013 der Umwandlung der Gesellschaft in eine europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) zu. Seit dem 12. Juli 2013 firmiert die Gesellschaft folglich als Norma Group SE.


Aktionärsstruktur

Streubesitz 59,98%
Ameriprise Fi.. 9,96%
Mondrian Inve.. 5,34%
BlackRock, Inc. 5,10%
Allianz Globa.. 5,02%
BNP Paribas I.. 3,15%
The Capital G.. 3,05%
T. Rowe Price.. 3,02%
ODDO ET CIE 2,84%
Vorstand 2,20%
Aufsichtsrat 0,30%
Bank of Ameri.. 0,04%

Leitende Positionen

Vorstand (Management)
Werner Deggim Vorstands-
vorsitzender
Dr. Othmar Belker
Bernd Kleinhens
John Stephenson
Aufsichtsrat (Directors)
Dr. Stefan Wolf Aufsichtsrats-
vorsitzender
Lars M. Berg
Günter Hauptmann
Knut J. Michelberger
Dr. Christoph Schug
Erika Schulte

Beteiligungen

(an anderen Unternehmen)
Unternehmen Bet.

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