adidas AG Namens-Aktien o.N.


Adi-Dassler-Straße 1
D-91074 Herzogenaurach
Die Marke des Sports
Die adidas-Gruppe ist einer der weltweit größten Anbieter von Produkten rund um den Sport. Das Angebotsspektrum umfasst mehrere Marken. adidas selbst wird als führende Marke in der Sportartikelbranche mit einer ausgezeichneten Positionierung bei Sportschuhen, -bekleidung und -zubehör bezeichnet. Die einzelnen Produkte verbinden den Angaben zufolge innovative Technik und modernes Design. TaylorMade-adidas Golf vertreibt ein komplettes Sortiment an Golfschlägern, Schuhen, Bekleidung und Accessoires. Etwa parallel zum Verkauf der früheren Konzernmarke Salomon konnte adidas den US-Sportartikelhersteller Reebok kaufen. Seit einer Restrukturierung Ende 2009 untergliedert der Konzern sein operatives Geschäft in die drei Segmente "Großhandel", "Einzelhandel" und "Andere Geschäftssegmente" mit den Bereichen "TaylorMade-adidas Golf", "Rockport", "Reebok-CCM Hockey" und "Andere Zentral Geführten Marken".
Im Segment "Großhandel" ist das Geschäft des Konzerns mit den Einzelhändlern zusammengefasst. Hierzu zählen die beiden Marken Reebok und adidas. Größter Umsatzträger des adidas-Konzerns ist die Marke adidas mit den beiden Divisionen "Sport Performance" und "Sport Style". Zunächst war die Division "Sport Heritage" noch eigenständig, wurde 2007 aber der Division "Sport Style" zugeschlagen. Im Segment "Großhandel" kletterten die Umsätze 2012 um 7% auf 9,53 (i.V. 8,95) Mrd. Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 2%. Insgesamt konnten die Rückgänge bei Reebok von adidas ausglichen werden. Dabei konnten die beiden Markendivisionen adidas "Sport Performance" und adidas "Sport Style" zweistellig wachsen, während die Erlöse von "Reebok" um ein Viertel nachgaben. adidas "Sport Performance" beispielsweises wuchs abermals um 11% auf 6,19 (5,58) Mrd. Euro. Sowohl das Fußball- als auch das Running-Geschäft aber auch die Bereiche Outdoor und Basketball zeigten sich abermals positiv. Die Großhandelsumsätze von adidas "Sport Style" profitierten von den Umsatzsteigerungen in den Kategorien adidas Originals und adidas NEO Label. Die Division kam um 18% auf 2,19 (1,86) Mrd. Euro voran. Nachdem der NFL-Lizenzvertrag 2012 nicht verlängert wurde, sich Joint Venture im lateinamerikanischen Markt enttäuschend entwickelten und sich das Geschäft in Westeuropa dann auch noch schwach entwickelte, fielen die Erlöse von Reebok 2012 um 25% auf 1,11 (1,48) Mrd. Euro. Den größten Umsatzanteil am Großhandelssegment hatte damit adidas "Sport Performance" mit 65%, gefolgt von adidas "Sport Style" mit 23% und "Reebok" mit 12%. Expansiv zeigten sich dabei auch alle Regionen mit Ausnahme von "Nordamerika". Hier gaben sie nach schwachen Reebok-Umsätzen um 1% auf 1,74 (1,77) Mrd. Euro nach. Die Erlöse in "Westeuropa" wuchsen um 2% auf 3,26 (3,19) Mrd. Euro und in den "Europäischen Schwellenländern" kamen sie um 10% auf 545 (496) Mill. Euro voran. Überzeugend war insbesondere das Wachstum in Asien: In "China" sprangen die Erlöse um 27% auf 1,32 (1,04) Mrd. Euro in die Höhe und in den "Anderen Asiatischen Märkten" kamen sie um 12% auf 1,49 (1,33) Mrd. Euro voran. Mit plus 4% wuchsen die Erlöse auch in "Lateinamerika" auf 1,17 (1,13) Mrd. Euro. Bei einem Bruttoergebnis von 3,84 (3,57) Mrd. Euro wuchs die Bruttomarge leicht auf 40,3 (39,9)%. Zudem kam das Segmentergebnis um 10% auf 2,97 (2,69) Mrd. Euro voran. Das Segmentergebnis in Relation zum Umsatz lag bei einer Marge von 31,1 (30,1)%.
Im Segment "Einzelhandel" sind die eigenen Einzelhandelsaktivitäten der Marken Reebok und adidas zusammengefasst. Den Einzelhandel betreibt adidas über Concept Stores, Factory Outlets und Concession Corners. Hinzu kommt der Online-Handel, also der eCommerce. Ende 2012 betrieb der Konzern insgesamt 2.446 (2.384) Geschäfte. Das waren ganze 62 (131) Shops oder 3 (6)% mehr als noch ein Jahr zuvor. Der Konzern eröffnete dabei im Jahresverlauf 323 (323) neue Geschäfte, während 261 (192) Geschäfte geschlossen und 92 (151) umgestaltet wurden. Dabei wuchs die Anzahl der Concept Stores auf 1.437 (1.355) Läden und die Zahl der Factory Outlets gab auf 730 (734) Geschäfte nach. Die Zahl der Concession Corners sank auf 279 (295) Verkaufsstellen. Von der Gesamtzahl der Geschäfte waren 1.353 (1.290) adidas- und 363 (360) Reebok-Shops. Die Umsätze im Segment "Einzelhandel" sprangen um 21% auf 3,37 (2,79) Mrd. Euro. Sowohl die Concept Stores als auch die Factory Outlets sowie die Concept Corners wuchsen 2012 stärker als im Vorjahr. Im eCommerce punktete adidas sogar mit einem zweistelligen Erlösplus. So fuhr der Konzern mit den Concept Stores weitere 47% seiner Umsatzerlöse ein, mit Factory Outlets 45%, mit den Concession Corners 3% und der eCommerce trug mit 5% zu den Einzelhandelsumsätzen bei. Auch die beiden Marken adidas und Reebok konnten 2012 zweistellig zulegen. Im Einzelhandelssegment lagen die Umsätze der Marke adidas "Sport Performance" bei 1,85 (1,58) Mrd. Euro und wuchsen damit um 17%. adidas "Sport Style" kletterte um 27% auf 958 (752) Mill. Euro. Reebok verbuchte im Einzelhandelssegment hingegen ein Umsatzplus von 20% auf 558 (463) Mill. Euro. Regional wuchs das Einzelhandelssegment in allen Regionen, besonders stark in "China", "Lateinamerika" und den "Europäischen Schwellenländern". So legten die Umsätze in "Westeuropa" mit plus 7% auf 507 (476) Mill. Euro vergleichsweise moderat zu. In den "Europäischen Schwellenländern" zogen die Umsätze hingegen um 28% auf 1,35 (1,06) Mill. Euro, in "Nordamerika" um 19% auf 599 (504) Mill. Euro und in "China" um 26% auf 198 (157) Mill. Euro an. Die "Anderen Asiatischen Märkte" expandierten um 17% auf 436 (373) Mill. Euro und "Lateinamerika" um 26% auf 287 (228) Mill. Euro. In den "Europäischen Schwellenländern" kamen insbesondere die Umsätze in Russland voran. Nachdem das Bruttoergebnis mit 2,06 (1,75) Mrd. Euro um 18% anzog, gab die Bruttomarge auf 60,9 (62,6)% nach. Sonderaktionen wie auch steigende Beschaffungskosten hatten sich hier bremsend ausgewirkt. Das Segmentergebnis kletterte um 22% auf 724 (593) Mill. Euro, was einer operativen Marge von 21,5 (21,2)% entspricht.
Im Segment "Andere Geschäftssegmente" hat adidas in erster Linie die Bereiche "TaylorMade-adidas Golf", "Rockport" und "Reebok-CCM Hockey" zusammengefasst. Enthalten ist auch das Segment "Andere Zentral Geführte Marken" wie u.a. Y-3 und seit 2012 auch Five Ten. Während TaylorMade bei Metallhölzern weltweit führend ist, ist adidas Golf auf Spieler ausgerichtet, die ihre sportliche Leistung mit Schuhen und Bekleidung steigern wollen. Im November 2008 erwarb adidas den Designer von Lifestyle-Sportbekleidung für Männer und Frauen Ashworth. Im Gegenzug hatte sich der Bereich im Februar 2008 von der auf Golfbälle spezialisierten Maxfli getrennt, die 2008 damit nicht konsolidiert wurde. Die Produkte werden in Golf Pro Shops, Golfresorts und Fachgeschäften verkauft. Die Umsätze in diesem Segment konnten 2012 um 25% auf 1,98 (1,58) Mrd. Euro anwachsen. Währungsbereinigt wuchs der Umsatz um 17%. TaylorMade expandierte dank eines guten Geschäfts mit Metallhölzern und Eisen sowie dank der erstmaligen Konsolidierung von Adams Golf. Aber auch adidas Golf und Ashworth verbuchte eine rege Nachfrage nach Bekleidung. "TaylorMade-adidas Golf" wuchs so 2012 um 29% auf 1,34 (1,04) Mrd. Euro. Die Marke "Rockport" legte um 9% auf 285 (261) Mill. Euro und "Reebok-CCM Hockey" um 16% auf 243 (210) Mill. Euro zu. Die "Anderen Zentral Geführten Marken" wie Five Ten und Y-3 kamen um 63% auf 104 (64) Mill. Euro voran. Damit machte "TaylorMade-adidas Golf" 68% der Segmentumsätze aus, gefolgt von "Rockport" mit 15%, "Reebok-CCM Hockey" mit 12% und den "Anderen Zentral Geführten Marken" mit 5%. Auch regional konnte adidas im Segment "Andere Geschäftsbereiche" durchgängig, und zwar zweistellig wachsen. Während das Wachstum in "Westeuropa" mit plus 21% auf 312 (259) Mill. Euro und in "Nordamerika" mit plus 22% auf 1,07 (0,83) Mrd. Euro deutlich ausfiel, wuchsen die Erlöse in den "Europäischen Schwellenländern" um 29% auf 55 (45) Mill. Euro, in "China" um 21% auf 42 (34) Mill. Euro und in "Lateinamerika" um 43% auf 22 (15) Mill. Euro ebenfalls kräftig. Die "Anderen Asiatischen Märkte" kamen um 20% auf 478 (398) Mill. Euro ebenfalls beachtlich voran. Das Bruttoergebnis kletterte um 23% auf 845 (688) Mill. Euro, wobei die Bruttomarge auf 42,8 (43,5)% nachgab. Das Segmentergebnis konnte gar um 27% auf 541 (427) Mill. Euro und eine Marge von 27,4 (27,0)% wachsen.
Bilanzfälschung in Indien und hohe Wertminderungen prägen 2012
2012 war ein Jahr mit vielen Sportereignissen. Zu nennen sind die Olympischen Spiele in London und die Fußball-Europameisterschaften, bei denen der Konzern seine Produkte als Ausrüster zahlreicher Sportler und Mannschaften medienwirksam präsentieren konnte. 2012 war aber auch das Jahr, in dem es bei Reebok India Co. zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Untersuchungen ergaben, dass Umsätze nicht sachgerecht erfasst sowie Warenrücklieferungen und Gutschriften nicht verbucht wurden. Dies führte dazu, dass die Umsätze sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überbewertet wurden. Auch die Vorräte und Rückstellungen wurden fehlerhaft bilanziert. Insgesamt deuten die Untersuchungen darauf hin, dass über mehrere Jahre hinweg in Indien Scheinumsätze- und -gewinne berichtet wurden. Der Konzern zog daraus die Konsequenz und passte den Konzernabschluss 2011 rückwirkend an. Der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn reduzierte sich um 58 Mill. Euro. Insgesamt musste ein negativer Effekt von 153 Mill. Euro beim auf die Anteilseigner entfallenden Kapital verbucht werden. adidas hat im Geschäftsbericht 2012 die Zahlen für das Vorjahr also rückwirkend angepasst. Während in der Kennzahlentabelle die Vorjahreszahlen dem Geschäftsbericht 2011 entnommen sind, werden im folgenden Text die angepassten Zahlen zum Vergleich herangezogen.
Dank der positiven Impulse von außen aber auch dank zahlreicher Innovationen und einer regen Marketingaktivität punktete adidas 2012 mit einem Rekordumsatz. So kletterten die Konzernerlöse angetrieben vor allem von den zweistelligen Erlössprüngen im Segment "Einzelhandel" und in den "Anderen Geschäftssegmenten" um 11,7% auf 14,88 (i.V. 13,32) Mrd. Euro. Währungsbereinigt legten die Erlöse um 6% zu. Währungseffekte wirkten sich positiv aus. Dabei gelang es adidas in wichtigen Kategorien und Märkten Marktanteile hinzuzugewinnen. Generell gaben die Erlöse von Reebok nach, konnten aber von expandierenden adidas-Umsätzen kompensiert werden. Mit einem Anteil an den Konzernerlösen von 64% war das Segment "Großhandel" der wichtigste Geschäftsbereich, gefolgt vom "Einzelhandel", der mit 23% zum Umsatz beitrug. Die "Anderen Geschäftssegmente" machten 13% des Umsatzes aus.
Nach Produktbereichen untergliedert machen Schuhe rund 47% der Gesamterlöse aus. Hier wuchsen die Umsätze 2012 dank der starken Entwicklung in den Bereichen Running, Fußball, Basketball und Outdoor sowie Lifestyle um 11% auf 6,92 (6,24) Mrd. Euro. Der Bereich Bekleidung kam auf einen Anteil von 42% und das Zubehör auf 11%. Dabei waren die Bekleidungserlöse um 10% auf 6,29 (5,73) Mrd. Euro expandiert. Hier florierte das Geschäft in den Kategorien Fußball, Basketball, Training und Running sowie Lifestyle. Das Zubehörgeschäft kletterte dank einer starken Entwicklung im Bereich TaylorMade-adidas Golf und in der Kategorie Fußball um 24% auf 1,67 (1,35) Mrd. Euro.
Als globaler Konzern ist adidas auch regional breit aufgestellt. Auf den drei Märkten "Nordamerika", "Russland/GUS" und "China" liegt ein besonderer Fokus. Diese sollen bis 2015 mehr als 50% der Konzernumsätze ausmachen. Dabei konnte der Sportartikelhersteller währungsbereinigt sowohl in "Russland/GUS" als auch in "China" jeweils 15% zulegen. Zweistellig war dabei auch das Wachstum in den "Europäischen Schwellenländern (22%) und in den "Anderen Asiatischen Märkten" (14%). Lediglich das Geschäft in "Westeuropa" und in "Lateinamerika" blieb mit 4% bzw. 8% einstellig. Mit einem Anteil am Gesamtumsatz von 27% erlöste adidas in "Westeuropa" 4,08 (3,92) Mrd. Euro. Es folgte "Nordamerika" mit 23% oder 3,41 (3,10) Mrd. Euro (insbesondere dank Währungseffekten), die "Europäischen Schwellenländer" mit 13% oder 1,95 (1,60) Mrd. Euro und "Lateinamerika" mit 10% oder 1,48 (1,37) Mrd. Euro. "China" allein kam auf einen Umsatzanteil von satten 11% oder Erlöse in Höhe von 1,56 (1,23) Mrd. Euro, während in den "Anderen Asiatischen Märkten" 16% der Umsätze eingefahren werden konnten. Das entspricht einem Wert von 2,41 (2,10) Mrd. Euro.
Die Umsatzkosten legten 2012 leicht unterproportional zum Umsatzplus um 11,3% auf 7,78 (6,99) Mrd. Euro zu. Höhere Beschaffungskosten konnten dabei von höheren Produktpreisen, einem besseren Produktmix und einer günstigeren regionalen Umsatzverteilung und höherer Einzelhandelsumsätze kompensiert werden. Das Bruttoergebnis wuchs so überproportional zum Konzernumsatz um 12,2% auf 7,10 (6,33) Mrd. Euro. Die Bruttomarge konnte auf 47,7 (47,5)% leicht angehoben werden. Neben den Umsatzkosten expandierten auch alle übrigen Kostenpositionen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen auf 128 (115) Mill. Euro. Der Verwaltungsaufwand kletterte auf 1,14 (1,00) Mrd. Euro und der Materialaufwand sprang auf 7,64 (6,88) Mrd. Euro. Für das zahlenmäßig erweiterte Personal gab der Konzern 1,87 (1,65) Mrd. Euro aus. Neben den allgemeinen Umsatzerlösen konnte adidas 2012 Lizenz- und Provisionserlöse in Höhe von 105 (93) Mill. Euro verbuchen. Sie waren in Folge höherer Lizenzumsätze währungsbereinigt um 11% gewachsen. Insgesamt standen sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 127 (98) Mill. Euro sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 6,15 (5,57) Mrd. Euro gegenüber. Die Aufwendungen waren durch den Ausbau der eigenen Einzelhandelsaktivitäten gestiegen.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sprang um 20,6% auf 1,45 (1,20) Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis kam um 24,4% auf 1,19 (0,95) Mrd. Euro voran. Mit 534 (252) Mill. Euro wuchsen jedoch die Abschreibungen deutlich. Insgesamt verbuchte adidas 2012 Wertminderungen bei Geschäfts- und Firmenwerten mehrerer Konzerneinheiten. Diese Einmalaufwendungen, die nicht zahlungswirksam sind, beliefen sich auf 265 Mill. Euro und betrafen vor allem das Geschäft von Reebok in den Märkten "Nordamerika" und "Lateinamerika". Nach diesen Wertminderungen ging das Betriebsergebnis um 3,4% auf 920 (953) Mill. Euro zurück. Das entspricht einer Marge von 6,2 (7,2)%. Nach einem auf minus 62 (minus 78) Mill. Euro leicht verbesserten Zinsergebnis lag das Vorsteuerergebnis bei 851 (869) Mill. Euro. Das entspricht einem Minus von 2,1%. An den Fiskus wurden 327 (261) Mill. Euro abgeführt. Unter dem Strich gab der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter von 2 (5) Mill. Euro um 14,2% auf 526 (613) Mill. Euro nach. Um die Wertminderungen bereinigt wäre das Ergebnis um 29% auf 791 Mill. Euro angezogen. Verwässert gab der Konzern das Ergebnis je Aktie mit 2,52 (2,93) Euro an. Es war damit um 14,2% gesunken. Bereinigt lag das Ergebnis je Aktie bei 3,78 Euro. Die Dividende wurde auf 1,35 (1,00) Euro erhöht.
Trotz fehlender Großsportereignisse 2013 bei Umsatz und Ergebnis zum Spurt ansetzen
Die Prognosen im Konzern sehen gut aus. Das im Rahmen der Route 2015 schon im Jahr 2010 gesteckte Ziel, bis 2015 rund 45% der Umsätze auf selbst kontrollierten Verkaufsflächen zu erlösen, konnte schon 2012 erreicht werden. Den Umsatz im Konzern sieht das Management 2015 bei 17 Mrd. Euro. Teil von Route 2015 ist es, den Gewinn schneller zu steigern als den Umsatz. Während beim Gewinn ein durchschnittliches Plus von 15% pro Jahr anvisiert wird, soll die operative Marge auf 11% anziehen. Künftig soll vor allem auch der eCommerce ausgebaut werden. Das ehrgeizige Ziel lautet hier bis 2015 rund 500 Mill. Euro zu erlösen. 2012 waren es noch 158 Mill. Euro. Als Wachstumsmärkte hat adidas Nordamerika, China, Russland/GUS, Lateinamerika, Japan und Großbritannien identifiziert. Insbesondere Nordamerika, China und Russland/GUS stehen dabei im Fokus. Hier sollen die Umsätze bis 2015 zweistellig wachsen und so 2015 rund 50% der Gesamtumsätze ausmachen.
Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einem währungsbereinigten Umsatzplus im mittleren einstelligen Bereich. Während das Segment "Großhandel" im niedrigen einstelligen Bereich wachsen soll, prognostiziert adidas für das Segment "Einzelhandel" einen Anstieg im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich. Die "Anderen Geschäftssegmente" sollen im mittleren bis hohen einstelligen Bereich zulegen. Zum Umsatzplus sollen also alle Marken aber auch alle Regionen und Vertriebskanäle beitragen. Überproportional will adidas dabei in den Schwellenländern und im eigenen Einzelhandel wachsen. Insgesamt sieht das Management den Konzern gut aufgestellt, um neue Rekordergebnisse zu erreichen. Die Bruttomarge soll bei 48,0% bis 48,5% und die operative Marge bei 9,0% liegen. Das Ergebnis je Aktie sieht die Unternehmensführung bei 4,25 Euro bis 4,40 Euro, ein Plus zum Vorjahr von 12% bis 16%. Für Investitionen sind im laufenden Jahr 500 Mill. Euro bis 550 Mill. Euro eingeplant. Zugleich sollen die Bruttofinanzverbindlichkeiten zurückgeführt werden. Gemäß dem Programm Route 2015 sollen 2014 und 2015 Umsatz und Gewinn weiter zulegen, was sich in einer verbesserten operativen Marge ausdrücken soll.
Als Börsengesellschaft erfolgreich
adidas hat sich in den 90er Jahren geradezu phänomenal entwickelt. Zu Beginn dieses Jahrzehnts steckte das Unternehmen noch in einer tiefen Krise, die im Geschäftsjahr 1992 mit einem Jahresfehlbetrag von 77,7 Mill. Euro ihren Höhepunkt erreichte. Seit dieser Zeit befindet sich adidas in steilem Aufwärtstrend. Die Börseneinführung an den Finanzplätzen Frankfurt und Paris hat dem Unternehmen im Jahre 1995 zusätzlichen Schub gegeben. Mit dem frischen Kapital konnten auch die Bilanzrelationen auf einem guten Niveau stabilisiert werden. Gleichzeitig verschaffte sich das Unternehmen dadurch die nötige finanzielle Flexibilität, um Akquisitionschancen wahrnehmen zu können.
Im Geschäftsjahr 1997 hatte adidas von den neuen Möglichkeiten Gebrauch gemacht. In der Hauptversammlung vom 15. Dezember 1997 stimmten die Aktionäre der Übernahme der bedeutenden französischen Sportartikelfirma Salomon und der Änderung der Firma in adidas-Salomon AG zu. Das Volumen dieser Transaktion belief sich auf insgesamt 1,2 Mrd. Euro. Bei der Finanzierung wurde vollständig auf fremde Mittel zurückgegriffen. Erste Auswirkungen zeigten sich in der Bilanz 1997. So ließ der Salomon-Erwerb (Kaufpreis 481,6 Mill. Euro) auf der einen Seite die Bankverbindlichkeiten um 478,1 Mill. Euro steigen, und auf der Aktivseite legten die Finanzanlagen auf 482,7 Mill. Euro zu.
Der Jahresabschluss 1998 der adidas-Salomon AG war maßgeblich geprägt durch die Integration von Salomon. Der Konzernumsatz konnte im Berichtsjahr kräftig um 48% auf 5,1 Mrd. Euro gesteigert werden. 22 Prozentpunkte dieses Zuwachses resultierten aus der erstmaligen Konsolidierung der Umsätze der Marken Salomon, Taylor Made und Mavic. Das Ergebnis nach Steuern, aber vor Sonderposten hatte sich im adidas-Salomon-Konzern aufgrund einer höheren Steuerquote um 13,4% auf 205,0 Mill. Euro verschlechtert. Von diesem Betrag war allerdings noch ein Sondereffekt abzuziehen. Unter dem Strich hatte der Konzern nämlich einen Verlust von 164,6 Mill. Euro ausweisen müssen, der laut dem Unternehmen rein buchungstechnischer Natur war und aus einer Abschreibung in Höhe von 369,7 Mill. Euro auf den Kaufpreis für Salomon resultierte. Mit dieser einschneidenden Maßnahme seien die künftigen Jahresabschlüsse erheblich entlastet worden, hieß es zur Begründung. Auswirkungen auf die Liquiditätslage habe diese Transaktion nicht gehabt, hieß es, weshalb eine unveränderte Dividende von 0,84 Euro ausgeschüttet werden konnte.
Am 2. Mai 2005 hatte der adidas-Konzern die Veräußerung des Salomon-Geschäftssegments an Armer Sports Corporation bekannt gegeben. Die Transaktion wurde am 19. Oktober 2005 abgeschlossen, so dass dieses Segment zu Beginn des vierten Quartals entkonsolidiert wurde. Die Ergebnisse dieses Segments wurden daher in 2005 als nicht fortgeführtes Geschäft ausgewiesen. 2006 firmierte die adidas-Salomon AG nach der Aufgabe der Salomon-Aktivitäten wieder in adidas AG um.
Anfang Juni 2006 hatte adidas sein Grundkapital neu strukturiert. Zunächst wurde eine Kapitalerhöhung um 73.176.560 Euro auf 203.268.220 Euro durchgeführt; anschließend splittete adidas das gezeichnete Kapital im Verhältnis 1:4. 2007 stieg das Kapital im Zuge der Wandlung von Aktienoptionen weiter an.
Aktionärsstruktur
| Streubesitz | 74,32% |
| The Capital G.. | 6,00% |
| Commerzbank AG | 5,52% |
| BlackRock, Inc. | 5,04% |
| Thornburg Inv.. | 5,03% |
| Management | 2,00% |
| UBS AG | 1,99% |
| Société Génér.. | 0,10% |
Leitende Positionen
| Vorstand (Management) | |
|---|---|
| Herbert Hainer | Vorstand.. |
| Glenn Bennett | |
| Robin J. Stalker | |
| Erich Stamminger | |
| Aufsichtsrat (Directors) | |
|---|---|
| Igor Landau | Aufsicht.. |
| Sabine Bauer | |
| Dieter Hauenstein | |
| Dr. Stefan Jentzsch | |
| Dr. Wolfgang Jäger | |
| Herbert Kauffmann | |
| Roland Nosko | |
| Alexander Popov | |
| Hans Ruprecht | |
| Willi Schwerdtle | |
| Heidi Thaler-Veh | |
| Christian Tourres | |
Beteiligungen
| Unternehmen | Bet. |
|---|
85,971 EUR