ING Groep N.V. Cert.v.Aandelen EO 0,24


Amstelveenseweg 500
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ING Groep N.V. ist ein global agierender Finanzkonzern mit niederländischen Wurzeln. Gemessen an der Marktkapitalisierung zählt ING zu den größten Finanzgruppen der Welt und zu den zehn größten in Europa. Zu den Konzerntöchtern gehört die deutsche ING DiBa. Den über 80 Millionen Kunden bieten die weltweit mehr als 104.000 Angestellten Dienstleistungen rund um das Banking, Versicherungen und die Vermögensverwaltung. Zum Kundenkreis zählen Privatpersonen, kleine und mittelständische sowie große Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Regierungen. 2004 wurde das operative Geschäft in sieben Segmente unterteilt und nicht profitable Bereiche veräußert. Seither gliederte sich das operative Geschäft in die Versicherungsbereiche (Benelux, Europe, USA, Asia/Pacific und ING Investment Management) einerseits und die Bankenbereiche Commercial Banking und Retail Banking andererseits. Anfang 2011 wurde das Versicherungsgeschäft vom Bankgeschäft abgetrennt und es soll an die Börse gebracht werden.
Die Firmenphilosophie sieht vor, die Kunden über Internet, Call-Center und in den Niederlassungen oder durch Vertreter persönlich zu betreuen. So will die Gruppe ihren Kunden die schnelle und unmittelbare Ausführung ihrer Aufträge, persönliche Beratung, speziell zugeschnittene Lösungen und vorteilhafte Konditionen bieten. Die deutsche ING DiBa wurde mehrmals durch Finanzmagazine als Onlinebroker im Privatkundenbereich ausgezeichnet.
Ende November 2009 beschlossen die Aktionäre der ING die von der EU als Auflage geforderte Aufspaltung des Konzerns in die beiden Bereiche Bank und Versicherung. 2010 kam der Konzern in der Abspaltung der beiden Bereiche Versicherung und Investment Management weiter voran. So konnten Abkommen unterzeichnet werden, die die künftige Nutzung bzw. Trennung von Infrastrukturen beinhalten. Seit Anfang 2011 agieren beide Teilkonzerne als separate Einheiten (ING Bank und ING Insurance /Investment Management), kooperieren jedoch weiterhin in diversen Bereichen. 2011 konnte sich der Konzern dann aus dem ING Direct USA und aus dem Pensions-, Versicherungs- und Investment-Geschäft in Lateinamerika zurückzuziehen. Die Abspaltungskosten beliefen sich 2010 auf 85 Mill. Euro nach Steuern und für 2011 auf 200 Mill. Euro. Für die Bereiche Europa (mit dem Versicherungsgeschäft in Asien) sowie für das USA-Geschäft war ursprünglich noch in 2011 jeweils ein Börsengang anvisiert. Während die Börsenpläne für das Europa- wie auch das US-Geschäft weiter verfolgt werden, gibt es für das Asien-Geschäft inzwischen anderweitige Pläne.
Der Bereich Versicherungen gliedert sich in die Bereiche Insurance Benelux, Insurance Zentral- und Resteuropa, Insurance US (ohne US Closed Block VA), US Closed Block VA und Insurance Asien-Pazifik sowie ING Investment Management. Neben dem Investment Management bietet ING damit Lebens- und Nicht-Lebensversicherungen, Pensionen und Asset Management-Services. 2011 wurde dabei das Versicherungsgeschäft in Lateinamerika als aufzugebendes Geschäft geführt. 2011 musste der Konzern im Versicherungsgeschäft mit volatilen Märkten kämpfen. Das Vorsteuerergebnis drehte dank wegfallender Abschreibungen mit plus 0,31 (minus 1,07) Mrd. Euro in die Gewinnzone. Dabei lag das Vorsteuerergebnis in den Benelux-Ländern bei 739 (775) Mill. Euro, in Zentral-und Resteuropa bei minus 198 (plus 253) Mill. Euro, in Asien-Pazifik bei 588 (517) Mill. Euro und in den USA bei 618 (308) Mill. Euro. In dem Bereich US Closed Block VA konnte das Vorsteuerergebnis auf minus 1,27 (minus 2,08) Mrd. Euro gehoben werden, blieb aber dennoch in der Verlustzone, während das Ergebnis im Bereich ING Investment Management auf 204 (150) Mill. Euro anzog. Zu Konsolidierungszwecken müssen 0,34 (1,00) Mrd. Euro abgezogen werden.
Im Bankengeschäft fokussiert der Konzern auf die Bereiche Retail Banking und Commercial Banking. Das Commercial Banking bietet in mehr als 40 Ländern Dienstleistungen wie Kreditvergabe, Zahlungs- und Cash-Management. Zu den Kunden zählen hier Unternehmen, Regierungen und andere Finanzinstitute. Hier lag das Bereichsergebnis (underlying income) 2011 bei 5,02 (i.V. 5,35) Mrd. Euro. Im Retail Banking bedient ING neben privaten Kunden auch kleine und mittelgroße Unternehmen in ganz Europa, Asien und Kanada, wobei der Nordeuropäische Markt als Stammmarkt gilt. Das Ziel ist hier, ING Direct zu einer Vollbank zu entwickeln. In den Bereich ING Direct fällt das Direktkundengeschäft mit Sparprodukten, Hypotheken und Direct Brokerage in Deutschland (ING DiBa), Australien, Kanada, Frankreich, Österreich, Italien, Spanien, Großbritannien und den USA; ergänzt wird dieses Segment mit dem Kreditkartengeschäft in den Benelux-Ländern. Mit einem Direct-Banking-Angebot ist ING auch in Kanada, Spanien, Australien, Frankreich, den USA, Italien, Deutschland, Großbritannien und Österreich vertreten. Privatkunden bedient ING neben den Niederlanden und Belgien auch in der Schweiz, Luxemburg, in weiteren asiatischen Märkten sowie in Lateinamerika und Zentral- und Osteuropa. Das Bereichsergebnis Retail Banking gab 2011 auf 10,90 (11,40) Mrd. Euro nach. Für Konsolidierungseffekte (Corporate Line Banking) wurde ein Ergebnis von minus 72 (plus 65) Mill. Euro verbucht. Insgesamt verbuchte das Bankengeschäft 2011 ein Segmentergebnis von 15,85 (16,82) Mrd. Euro. Während im vergangenen Jahr noch Gewinne aus asiatischen Wertpapieren verbucht werden konnten, musste im Bankengeschäft 2011 eine Abschreibung auf griechischen Staatsanleihen in Höhe von 588 Mill. Euro und auf Risiken bei ING Direct in Höhe von 181 Mill. Euro verbucht werden.
Nachdem der Konzern von der Krise arg gebeutelt wurde, gelang es 2010 auch dank des Kosteneinspar- und Restrukturierungsprogramms Back to Basis wieder auf den Erfolgspfad zurückzukehren. 2011 reduzierte der Konzern zudem sein Engagement in südeuropäischen Staatsfonds. So wuchsen die Einnahmen 2011 insgesamt auf 55,79 (i.V. 54,11) Mrd. Euro. (Die im Text erwähnten Kennzahlen für 2010 wurden dem aktuellen Geschäftsbericht 2011 entnommen und sind rückwirkend angepasst. In der Kennzahlentabelle sind die in 2010 berichteten Zahlen angegeben). Dabei kamen die Einnahmen im Bankengeschäft auf 17,91 (17,73) Mrd. Euro und im Versicherungsgeschäft auf 38,24 (36,71) Mrd. Euro voran. Zu Konsolidierungszwecken müssen 350 (337) Mill. Euro abgezogen werden. Der Provisionsüberschuss gab hingegen auf 4,04 (4,15) Mrd. Euro nach, während der Zinsüberschuss auf 13,45 (13,32) Mrd. Euro kletterte. Dabei brach das Handelsergebnis auf 209 (627) Mill. Euro ein. Die Bruttobeiträge im Versicherungsgeschäft blieben mit 27,20 (27,79) Mrd. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Erträge aus Kapitalanlagen fielen mit 6,81 (7,46) Mrd. Euro deutlich unter das Vorjahresniveau. Die Personal- und Betriebskosten lagen bei 14,02 (13,77) Mrd. Euro. Auf das Bankengeschäft entfallen hiervon 9,89 (9,66) Mrd. Euro und auf das Versicherungsgeschäft 4,13 (4,11) Mrd. Euro.
Das Vorsteuerergebnis lag mit 7,22 (4,14) Mrd. Euro deutlich über dem Vorjahresergebnis. Nachdem 2010 Steuern in Höhe von 1,23 Mrd. Euro abgeführt wurden, lag der Steueraufwand 2011 bei 1,37 Mrd. Euro. Nach Anteilen Dritter von minus 87 (minus 105) Mill. Euro blieb unter dem Strich ein Konzernjahresüberschuss von 5,77 (2,81) Mrd. Euro. Der Konzern gibt das Ergebnis je Aktie mit 1,12 (0,63) Euro an. Das aufgegebene Geschäft wurde mit 1,11 Mrd. Euro bilanziert. Hierin ist das Geschäft in Lateinamerika erfasst, von dem sich die Gruppe trennen wird. 2010 sind Abschreibungen von 513,0 Mill. Euro auf den Goodwill wie auch auf den Kaufwert in Höhe von 634,0 Mill. Euro angefallen. Wie schon im Vorjahr müssen die Aktionäre auch 2011 auf eine Gewinnbeteiligung verzichten. Eine Gewinnbeteiligung ist avisiert, sobald die Staatshilfe komplett zurückgezahlt sein wird.
Bei den Kennzahlen ist zu beachten, dass im Geschäftsjahr 2005 zum ersten Mal die Rechnungslegung nach den IFRS-Standards ausgerichtet wurde. Das Vorjahr ist zum besseren Vergleich rückwirkend angepasst.
2008 war die Finanzmarktkrise, die sich schon Ende 2007 abgezeichnet hatte, dafür verantwortlich, dass die Einnahmen wegbrachen. Die Zeiten waren so turbulent, dass die ING-Gruppe im Oktober 2008 um staatliche Finanzhilfe in Höhe von 10 Mrd. Euro nachfragen musste. Hinzu kamen Impairment-Abschreibungen in Höhe von 5,08 Mrd. Euro und Neubewertungen auf diverse Vermögensbereiche in Höhe von minus 1,58 Mill. Euro. Nachdem die Gruppe 2008 staatliche Hilfsgelder in Anspruch nehmen musste, brachten die Aktionäre Ende 2009 eine Kapitalerhöhung in Höhe von 7,5 Mrd. Euro auf den Weg, in deren Folge die Hälfte der Hilfsgelder als Emissionserlös eingenommen werden konnten. 2011 konnten insgesamt 9 Mrd. Euro der gewährten Hilfsgelder zurückgeführt werden. Die ausstehenden 3 Mrd. Euro sollen so bald als möglich zurückgeführt werden.
Die Aktien der Gesellschaft sind im niederländischen AEX notiert.
Aktionärsstruktur
Leitende Positionen
| Vorstand (Management) | |
|---|---|
| Jan H.M. Hommen | Vorstand.. |
| Patrick G. Flynn | |
| Wilfred F. Nagel | |
| Aufsichtsrat (Directors) |
|---|
Beteiligungen
| Unternehmen | Bet. |
|---|---|
| FIRST SENSOR AG | 27,33% |
| RALOS NEW ENE.. | 23,68% |
| RANDSTAD HOLD.. | 15,00% |
| FUGRO N.V. | 9,64% |
| AHOLD N.V. | 9,26% |
| TECAN GROUP AG | 9,19% |
| BURCKHARDT CO.. | 7,08% |
| ROYAL IMTECH .. | 5,20% |
| CTS EVENTIM AG | 5,03% |
| UNILEVER N.V. | 0,23% |