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Fresenius Medical Care KGaA Inhaber-Stammaktien o.N.

19.06.13  08:00:07 Uhr

53,18 EUR

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18,4977

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Typ: Aktie   WKN: 578580

 
FRESENIUS MEDICAL CARE AG & CO. KGAA
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Weltmarktführer in der Dialysetechnik


Die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC) ist weltweit die Nummer eins in der Dialysetechnik, die bei der Behandlung schwerer Nierenfunktionsstörungen eingesetzt wird. Mit dieser Ausrichtung bieten sich dem Konzern Entwicklungsmöglichkeiten, da sich mit zunehmendem Alter der Weltbevölkerung Nierenfunktionsstörungen potenzieren. Die einzige Alternative zur Dialyse ist die Transplantation, die aber aufgrund des Mangels an Spendernieren nur einen kleinen Teil des Bedarfs abdecken kann. 2012 wurde das Versorgungsnetz auf fast 3.160 Dialysekliniken in Nordamerika, Europa, Asien, Lateinamerika und Afrika ausgeweitet, die von rund 258.000 Patienten für die Behandlung genutzt werden. FMC ist mit mehr als 40 Produktionsstätten auf allen Kontinenten der weltweit führende Anbieter von Dialyseprodukten wie Hämodialyse-Maschinen, Dialysatoren und in Verbindung damit von Einweg-Produkten. Seine Aktivitäten hat FMC in die Segmente "Nordamerika" und "International" unterteilt.


Zu Berichtszwecken wurden die Regionen "Europa, Naher Osten und Afrika" (EMEA), "Lateinamerika" sowie "Asien-Pazifik" (Asien und Australien) unter dem Oberbegriff "International" zusammengefasst. Der wichtigste Markt des Unternehmens ist "Nordamerika", das rund 65% zu den Konzernerlösen beiträgt und auf das ebenfalls rund 64% der betreuten Patienten entfallen. Der nächste wichtige Markt ist Europa (einschließlich Naher Osten und Afrika), das rund ein Fünftel zu den Erlösen des Konzerns beiträgt. Bei Dialyse Dienstleistungen ist das Unternehmen nach eigenen Angaben mit einem Marktanteil von 11% gemessen an der Zahl der versorgten Patienten weltweiter Marktführer. Die Dienstleistungen umfassen dabei sowohl die Hämodialyse in Krankenhäusern als auch die Peritonealdialyse und die Akutdialyse. Das Spektrum wird ergänzt von Dialysemedikamenten, Labordienstleistungen und dem Service Holiday Dialysis International, die Dialysepatienten auf Reisen einen kostenfreien Buchungsservice für die Dialyseversorgung außerhalb des gewohnten Umfelds bietet.


Auch 2011 konnte der Konzern durch Zukäufe weiter wachsen. So wurden im Segment "International" das Dialysedienstleistungsgeschäft von Euromedics und das Peritonaldialysegeschäft von Gambro übernommen. Beide Zukäufe stärkten das Dienstleistungsnetz des Segments "International", zu dem im Zuge der Akquisitionen 110 Kliniken hinzukamen. Im wichtigsten Markt, den USA, wuchs FMC 2012 dann durch die Übernahme der Firma Liberty Dialysis.


Das Segment "Nordamerika" umfasst die Länder USA, Kanada und Mexiko. 2012 legte der Umsatz in "Nordamerika" deutlich um 14% auf 9,03 (7,93) Mrd. USD zu. Wachstumstreiber war vor allem auch die Akquisition von Liberty Dialysis. Vom Gesamtumsatz des Segments entfielen 8,23 (7,11) Mrd. USD auf Dialysedienstleistungen. Ende 2012 betrieb FMC in Nordamerika 2.082 (1.838) Kliniken. Die Zahl der behandelten Patienten stieg um 16% auf 164.554 (142.319). Insgesamt wurden 24,41 (21,61) Mill. Behandlungen durchgeführt. Dabei sank der durchschnittliche Umsatz pro Behandlung in den USA, dem größten Einzelmarkt in Nordamerika, in Folge des neuen Vergütungssystems in den USA für Dialysebehandlungen weiter. So fiel die durchschnittliche Vergütung je Dialysebehandlung in "Nordamerika" auf 340 (348) USD. Mit einem leichten Minus gab der Umsatz mit Dialyseprodukten in Nordamerika 2012 auf 801 (813) Mill. USD nach. Hier konnten weniger Arzneimittel zur Behandlung von Nierenerkrankungen, Geräten und Dialysatoren umgesetzt werden. Die gestiegenen Erlöse mit Blutschläuchen und anderen Hämolyseprodukten konnten diesen Rückgang teilweise kompensieren. Das operative Ergebnis kletterte um 13% auf 1,62 (1,44) Mrd. USD. Dabei sank die operative Marge in Folge der Liberty-Akquisition sowie gestiegener Kosten je Behandlung auf 17,9 (18,1)%. Im Oktober 2011 konnte das USA-Geschäft mit dem Zukauf der American Access Care (AAC) gestärkt werden. AAC bietet in seinen 28 Zentren ambulante Rundum-Versorgung von Gefäßzugängen bei Dialysepatienten und trägt mit 175 Mill. USD zum Umsatz bei. Der Kaufpreis wurde mit 385 Mill. USD angegeben. Mit der 2012 erfolgten Akquisition des drittgrößten Betreibers von Dialysekliniken in den USA, Liberty Dialysis Holdings Inc., zementiert FMC seine führende Stellung in den USA. Den Kaufpreis für die Holdinggesellschaft der Liberty Dialysis und der Renal Advantage beziffert FMC inklusive der übernommenen Finanzverbindlichkeiten mit 1,8 Mrd. USD.


Das Berichtssegment "International", das alle Regionen außerhalb Nordamerikas erfasst, steuerte 2012 insgesamt 4,74 (4,63) Mrd. USD zum Konzernumsatz bei und war dabei um 2% gewachsen. Die größte Geschäftsregion im Segment "International" ist die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA). Dank des Ausbaus des Kliniknetzes verschob sich der Schwerpunkt des Segments auf den Servicebereich. Die Erlöse mit Dialysedienstleistungen wuchsen so um 4% auf 2,26 (2,17) Mrd. USD. Ende 2012 verfügte FMC im Segment "International" über 1.078 (1.060) Dialyseeinrichtungen, davon 608 (600) in der EMEA-Region, 225 (218) in Lateinamerika und 245 (242) in der Region Asien-Pazifik. Die Einrichtungen wurden insgesamt von 93.362 (90.837) Patienten genutzt. So stieg die Zahl der Behandlungen auf 14,18 (12,78) Mill. Dabei sank der Durchschnittserlös je Behandlung auf 160 (170) USD. Mit Dialyseprodukten wuchs der Umsatz um 1% auf 2,48 (2,46) Mrd. USD. Hier florierte das Geschäft mit Produkten für die Hämodialyse, insbesondere mit Dialysatoren, Dialysegeräten und Produkten für die Akutversorgung wie auch mit Produkten für die Peritonealdialyse. Das operative Ergebnis des Segments International stagnierte bei 809 (807) Mill. USD zu. Die operative Marge sank leicht auf 17,1 (17,4)%. 2011 konnte FMC mit der Schweizer Galenica das Joint Venture Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd gründen.


Im Bereich der Dialyseprodukte bietet FMC Dialysatoren, Maschinen für die Hämodialyse, Konzentrate und Dialyselösungen wie auch Produkte für die Peritonealdialyse. Mit einem Marktanteil von 33% war FMC 2012 bei Dialyseprodukten noch vor Baxter und Gambro Marktführer. Bei Dialysatoren und Dialysemaschinen lag der Marktanteil gar bei über 45% bzw. 55%. Auch bei den Hämodialyse-Produkten führte FMC mit einem Weltmarktanteil von 37% weltweit. Lediglich bei der Peritonealdialyse rangiert der Konzern mit 20% hinter der Nummer eins Baxter. 2012 verbuchte FMC bei den Dialyseprodukten ein kleines Plus von 1% auf 3,31 (3,29) Mrd. USD.


Im Bereich Dialysedienstleistungen hat der Konzern ebenso seine Nase vorn. Der weltweite Marktanteil lag 2012 bei 11%. Zum Aktionsradius zählen Dialysebehandlungen, die von spezialisierten Ärzten und Pflegepersonal betreut werden. Neben der üblichen Behandlung in Kliniken und Dialysezentren gibt es auch die Möglichkeit der Heimdialyse. In allen Märkten, von Nordamerika über Europa und Asien-Pazifik bis Lateinamerika konnte FMC seine Marktführerschaft vor DaVita verteidigen. 2012 expandierte das Geschäft in "Nordamerika" deutlich und legte im Segment "International" leicht zu. 2012 wuchs der Umsatz mit Dialysedienstleistungen im Konzern folglich um 13% auf 10,49 (9,28) Mrd. USD.


Erneut Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis


FMC ist generell weniger abhängig von der konjunkturellen Lage der Weltwirtschaft. Im Gegenteil agiert das Unternehmen in einem weiter international wachsenden Markt für Dialyse. 2012 war für den Konzern abermals ein positives Geschäftsjahr, in dem das Geschäft weiter ausgebaut und die Marktführerschaft untermauert werden konnte. Zudem hat der Konzern seinen Akquisitionskurs fortgesetzt. In Akquisitionen flossen insgesamt 1,62 Mrd. USD, allein in die der Liberty Dialysis Holdings Inc. flossen 1,5 Mrd. USD. Finanziert wurden die Zukäufe vor allem durch die Ausgabe von drei Anleihen. Bereits 2011 wurde zudem auf dem US-Markt ein neues pauschales Vergütungssystem für die Dialyse eingeführt, das die staatlich versicherten Patienten (Medicare) betrifft. Hiervon sind mehr als 80% der US-Dialyse-Patienten betroffen. Dieses neue System verhinderte jedoch nicht, dass FMC im abgeschlossenen Jahr abermals Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis verbuchen konnte. Sowohl die einzelnen Regionen wie auch Segmente haben zu dieser guten Entwicklung beigetragen.


Zum Jahresende 2012 blickte der Konzern auf ein Netz von 3.160 (i.V. 2.898) FMC-eigenen Dialysekliniken, davon 2.082 (1.838) in Nordamerika und 1.078 (1.060) in den übrigen Ländern der Welt. Insgesamt behandelte FMC weltweit 257.916 (233.156) Patienten, 11% mehr als noch 2011. Die Zahl der durchgeführten Dialysebehandlungen legte um 12% auf 38,59 (34,39) Mill. zu, von denen 24,41 (21,61) Mill. auf "Nordamerika" und 14,18 (12,78) Mill. auf das Segment "International" entfielen. Insgesamt wurden mit 257.916 (233.156) rund 11% mehr Patienten behandelt als noch 2011. Das Gros der Patienten kam wie bislang aus "Nordamerika", wo die Zahl der Patienten im abgelaufenen Jahr um 16% auf 164.554 (142.319) stieg. In den übrigen Ländern wuchs die Patientenzahl auf 93.362 (90.837).


Zwar wurden die Umsätze 2012 von der Euro-Schwäche gegenüber dem USD ausgebremst, dennoch legten die Erlöse im Konzern 2012 um 10% auf 13,80 (12,80) Mrd. USD deutlich zu. Währungsbereinigt expandierte der Umsatz um 12%. Organisch lag das Plus bei 5% und Akquisitionen wirkten mit 8% positiv. Während die Umsätze mit Dialysedienstleistungen um 13% auf 10,49 (9,28) Mrd. USD vorankamen, kletterten die Erlöse mit Dialyseprodukten um 1% auf 3,31 (3,29) Mrd. USD.


Regional fußte das Konzernwachstum bei den Erlösen auf einer guten Entwicklung im Segment "Nordamerika". Trotz der Abrechnungsumstellung in den USA konnte FMC den Umsatz in "Nordamerika" 2012 um 14% auf 9,03 (7,93) Mrd. USD anheben, während im Segment "International" ebenfalls alle Regionen bis auf "Europa/Naher Osten/Afrika" wachsen konnten. So gaben in der Region "Europa/Naher Osten/Afrika" die Erlöse auf 2,89 (2,95) Mrd. USD nach. In der Region "Asien-Pazifik" kletterten die Umsätze um 6% auf 1,04 (0,98) Mrd. USD. Noch deutlicher fiel das Plus mit 15% in "Lateinamerika" aus, wo die Umsätze auf 804 (700) Mill. USD vorankamen. Die "Zentralbereiche" steuerten mit 29 (17) Mill. USD zu den Erlösen bei.


Den gestiegenen Umsätzen standen Umsatzkosten von 9,20 (8,42) Mrd. USD gegenüber. Das Bruttoergebnis kam dennoch um 11% auf 4,60 (4,15) Mrd. USD voran. Die Bruttogewinnspanne lag mit 33,3 (33,0)% deutlich über dem Vorjahr. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden auf 111,6 (110,8) Mill. USD angehoben. Zugleich sprang der Verwaltungs- und Vertriebsaufwand um 11% auf 2,22 (2,00) Mrd. USD in die Höhe. Verantwortlich hierfür waren höhere Personalkosten und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kauf der Liberty Dialysis Holdings.


Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte 2012 auf 2,93 (2,63) Mrd. USD zu. Mit 602,9 (557,3) Mill. USD musste der Konzern deutlich höhere Abschreibungen verbuchen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kam um 7% auf 2,22 (2,08) Mrd. USD voran, wobei die EBIT-Marge dennoch auf 16,1 (16,5)% sank. Dabei war das Zinsergebnis auf minus 426,1 (minus 296,5) Mill. USD weiter gefallen. Mit einem Plus von 9% legte jedoch das Vorsteuerergebnis auf 1,93 (1,78) Mrd. USD zu. An den Fiskus musste FMC Steuern in Höhe von 605,1 (601,1) Mill. USD abführen. Unter dem Strich konnte das Konzernergebnis um 11% auf 1,19 (1,07) Mrd. USD zulegen und so die Milliarden-Grenze deutlich übertreffen. Bereinigt um einen Beteiligungsertrag in Höhe von 140 Mill. USD aus der Akquisition der Liberty Dialysis Holdings sowie Aufwendungen von 71 Mill. Euro hätte das Konzernergebnis laut Unternehmen bei 1,12 Mrd. Euro gelegen. Der Konzern gibt das Ergebnis je Stammaktie mit 3,89 (3,54) USD an.


Bei einem rechnerischen Nennwert von 1,32 (1,30) USD erhalten die Stammaktionäre für 2012 eine Dividende von 0,99 (0,90) USD. Die Vorzugsaktionäre erhalten somit 1,02 (0,92) USD. In Euro liegt die Dividende bei 0,75 (0,69) Euro je Stammaktie und 0,77 (0,71) Euro je Vorzugsaktie. Der Umrechnungskurs zum Jahresende 2012 lag bei 1,32 USD je einem Euro.


Weiter auf Wachstumskurs


Im September 2010 hat das Management die mittelfristige Strategie GOAL 13 formuliert. Über organisches Wachstum, weitere Akquisitionen, eine horizontale Erweiterung und den Ausbau des Heimdialyse-Bereichs soll das Geschäftsmodell erweitert und Wachstum generiert werden. Wenn das Ziel 2013 erreicht sein wird, soll der Wachstumspfad weiter verfolgt werden. Der Fokus liegt auch dann wieder bei organischem Wachstum, Akquisitionen zur Ausweitung des Kliniknetzes, der horizontalen Erweiterung des Angebotsspektrums und dem Ausbau der Heimdialyse.


Generell rechnet der Konzern für 2013 mit einem weiter wachsenden Dialysemarkt. Weltweit wird die Zahl der Patienten um 6% zulegen, so die Annahme der Konzernführung. Lag der weltweite Dialysemarkt 2012 bei einem Volumen von 75 Mrd. USD, so dürfte er jährlich weiter um 4% expandieren und 2013 dann bei 78 Mrd. USD liegen. Nachdem 2012 in der chinesischen Provinz Jiangsu als Pilotprojekt ein eigenes Dialysezentrum eröffnet wurde, soll der Konzern sowohl in China als auch in Indien weiter wachsen. Bis 2015 sollen in Indien rund 30 eigene Dialysezentren entstehen. Konkret sieht das Management den Konzernumsatz 2013 bei 14,6 Mrd. USD, ein Plus von 6% zu 2012. Das auf die Anteilseigner entfallende Ergebnis soll bei 1,1 bis 1,2 Mrd. USD liegen. Das operative Ergebnis soll zwischen 2,3 bis 2,5 Mrd. USD rangieren und 4% bis 13% wachsen.


Wurzel: die Dialyseaktivitäten von Grace und Fresenius


Die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA ist ein relativ junges Unternehmen. Die Wurzeln reichen lediglich bis zum 4. Februar 1996 zurück. An diesem Tag haben die damals als Fresenius AG firmierende Gesellschaft und der US-Konzern W.R. Grace einen Vertrag unterzeichnet, auf dessen Grundlage die Zusammenführung der Dialyseaktivitäten von Fresenius und der Grace-Tochtergesellschaft National Medical Care erfolgte. Vorgesehen war schon damals eine internationale Platzierung von Anteilen der Fresenius Medical Care AG. Anfang August stimmte die US-Börsenaufsicht dem Börsengang zu. Nur zwei Monate später wurden Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse bzw. ADR (drei ADR entsprechen einer Aktie) an der New Yorker Börse nahezu zeitgleich zum Handel eingeführt.


Eine wesentliche strukturelle Änderung ergab sich 2006 aus dem freiwilligen Umwandlungsangebot an die Vorzugsaktionäre und dem Rechtsformwechsel von Fresenius Medical Care. Während einer vierwöchigen Umwandlungsperiode vom 6. Januar bis 3. Februar 2006 erhielten alle Vorzugsaktionäre die Möglichkeit, ihre Vorzugsaktien im Umwandlungsverhältnis von 1:1 gegen eine Zuzahlung von 9,75 Euro je Vorzugsaktie in Stammaktien zu wandeln. Dies galt auch für Inhaber von ADS (American Depositary Share), die Vorzugsaktien repräsentieren. Insgesamt wurden 26.629.422 Vorzugsaktien zur Umwandlung eingereicht, rund 96% aller ausstehenden Vorzugsaktien.


Die Aktienumwandlung und der Formwechsel von einer Aktiengesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 10. Februar 2006 wirksam. Damit sind alle Aktionäre der vormaligen Fresenius Medical Care AG seither Aktionäre der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA. Durch die Zuzahlung von 9,75 Euro je zur Umwandlung eingereichter Vorzugsaktie an die Gesellschaft ist Fresenius Medical Care nach dem Wirksamwerden der Umwandlung ein Bruttogesamtbetrag von rund 260 Mill. Euro zugeflossen. Mit der Eintragung der neuen Rechtsform als KGaA und der Eintragung der neuen Stammaktien seien zwei wesentliche, 2005 eingeleitete strategische Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen worden, wurde betont.


Schrittweise hat sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren durch gezielte Akquisitionen die Spitzenposition auf dem Weltmarkt erobert. So wurde 2006 das Segment "Nordamerika" durch die Übernahme der Renal Care Group (RCG) gestärkt, die größte Akquisition der Firmengeschichte. Durch diese Transaktion hat FMC den Marktanteil im nordamerikanischen Dialysegeschäft erhöht und hat damit den Vorsprung vor der Nummer zwei im Markt, DaVita, beträchtlich ausgebaut. Der Nettokaufpreis für den Erwerb aller ausstehenden Aktien der RCG belief sich auf 3,5 Mrd. USD und wurde vollständig fremdfinanziert. Mit dieser Übernahme stärkte FMC seine Marktposition besonders im Mittleren Westen der USA, in dem der Konzern zuvor unterrepräsentiert war. Die Zustimmung der US-Kartellbehörden erfolgte im März 2006, nachdem FMC mit dem Verkauf von 96 Dialysekliniken eine zentrale Voraussetzung erfüllt hatte - im Juni wurden weitere neun Kliniken im US-Bundesstaat Illinois verkauft. 2007 erwarb FMC den Technologieführer auf dem Gebiet der Heimdialyse, die Renal Solutions Inc. (RSI). Hiervon versprach sich FMC, seine Position auch bei Produkten für die Heim- und Akutdialyse zu einer dauerhaft führenden Position ausbauen zu können. Über eine Kombination des Know-hows der RSI und der FMC erhofft sich das Unternehmen Produkte wie etwa eine tragbare Niere entwickeln zu können.


Am 18. Juni 2007 führte die Gesellschaft einen Aktiensplit im Verhältnis 1:3 durch. Dazu wurde das gezeichnete Kapital zunächst um 43,35 Mill. Euro angehoben und in einem zweiten Schritt dann im Verhältnis 1:3 gesplittet. Der rechnerische Nennwert sank hierdurch von 2,56 auf 1,00 Euro. Zu Beginn des dritten Quartals 2007 hat FMC eine erstrangige, unbesicherte Schuldverschreibung im Volumen von 500 Mill. USD mit einer Laufzeit bis 2017 begeben. Den Erlös verwendete der Konzern zur Reduzierung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten.


2010 gab der Konzern für Akquisitionen abzüglich Desinvestitionen 618 Mill. USD aus. Mit der Übernahme der Asia Renal Care Ltd. konnte sich FMC den zweitgrößten Dialysedienstleister der Region einverleiben. Der Patientenpool umfasste 5.300 Patienten, die in rund 80 Kliniken behandelt wurden. FMC rechnete mit einem jährlichen Umsatzbeitrag von 80 Mill. USD. In Südkorea erweiterte FMC sein Geschäft durch den Kauf der Nikkiso Medical Korea Co. Ltd., die jährlich mit 15 Mill. USD zum Umsatz beitragen sollte. In Russland hat FMC KNC, einen privaten Betreiber von Dialysekliniken, übernommen. Dieser sollte künftig einen Umsatzbeitrag von 25 Mill. USD leisten. Zudem übernahm FMC 2010 das Peritonealdialyse-Geschäft der schwedischen Gambro, das mit 60 Mill. USD zum Umsatz beitragen sollte.


Aktionärsstruktur

Streubesitz 57,39%
Fresenius SE .. 31,19%
Thornburg Inv.. 5,00%
BlackRock, Inc. 4,97%
The Royal Ban.. 1,27%
eigene Anteile 0,16%
Commerzbank AG 0,02%

Leitende Positionen

Vorstand (Management)
Rice Powell Vorstands-
vorsitzender
Michael Brosnan
Roberto Fusté
Dr. Emanuele Gatti
Ronald (Ron) Kuerbitz
Dr. Rainer Runte
Dr. Olaf Schermeier
Kent Wanzek
Aufsichtsrat (Directors)
Dr. Gerd Krick Aufsichtsrats-
vorsitzender
Rolf A. Classon
Prof. Dr. Bernd Dieter Fahrholz
William P. Johnston
Dr. Dieter Schenk
Dr. Walter L. Weisman

Beteiligungen

(an anderen Unternehmen)
Unternehmen Bet.

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