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24.05.13  15:37 Uhr

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Weltweit gefragter Hersteller von Spezialchemikalien


Der Spezialchemiekonzern LANXESS ist einer der bedeutendsten Chemie- und Polymeranbieter Europas. Das Produktsortiment reicht von Festkautschuken, Kunststoffen und synthetischen Fasern über hochwertige Grund- und Feinchemikalien bis hin zu Chemikalien für die Lederindustrie. Mit seinen Auslandsgesellschaften ist Lanxess auf allen wichtigen weltweiten Chemie- und Polymermärkten vertreten und produziert an 49 Standorten in 16 Ländern, in erster Linie in Deutschland, Belgien, den USA, Kanada und der VR China. Lanxess gliedert seine Aktivitäten in 14 Business Units, die den drei Hauptsegmenten zugeordnet werden: "Performance Polymers", "Advanced Intermediates" und "Performance Chemicals". Gute Wachstumschancen sieht der Konzern in den BRIC-Staaten und baut sein Produktions-, Forschungs- und Vertriebsnetz dort sukzessive weiter aus.


Den Großteil der Erlöse des Konzerns steuerte im abgeschlossenen Geschäftsjahr das Segment "Performance Polymers" mit 56,9 (i.V. 57,7)% bei. An zweiter Stelle folgte das Segment "Performance Chemicals" mit 24,2 (24,2)%, und auf das Segment "Advanced Intermediates" entfielen 18,4 (17,6)% der Konzernerlöse.


Zum Segment "Performance Polymers" gehören alle Aktivitäten rund um die Kautschuk- und Kunststoffherstellung. Es umfasst die Business Units "Butyl Rubber", "Performance Butadiene Rubbers", "High Performance Elastomers", "Keltan Elastomers" und "High Performance Materials". Bei Butyl- und Polybutadien-Kautschuken zählt sich das Unternehmen zu den weltweit größten Produzenten. Diese Spezialkautschuke werden vor allem bei der Fertigung von Autoreifen gebraucht. Diese Kunststoffe werden aber auch für Schuhe, Joghurtbecher oder Golfbälle benutzt. Außerdem versorgt der Konzern die Automobil- und Elektronikindustrie mit technischen Gummiprodukten wie Dichtungen, Schläuchen, Kabeln, Folien oder Klebstoffen. Bei Hightech-Kunststoffen besitzt das Unternehmen innovative Marken mit Wachstumspotenzial. Lanxess legt dabei Wert auf technologische Innovationen, die auch unter dem Umweltaspekt fortschrittlich sind. So konnte im Bereich "Technical Rubber Products" 2011 am brasilianischen Standort Triunfo der neue, biobasierte EPDM-Kautschuk (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) Keltan Eco erstmals in einem industriellen Maßstab hergestellt werden. Das verwendete Ethylen basiert hier nicht auf Erdöl, sondern stammt aus dem nachwachsenden Rohstoff Zuckerrohr. 2011 konnte Lanxess zudem das Elastomergeschäft der niederländischen Royal DSM NV übernehmen. Mit einem Kaufpreis von 310 Mill. Euro war es die zweitgrößte Akquisition der Firmengeschichte. Der Kauf stärkt die Lanxess-Position im Geschäft mit dem Synthesekautschuk Ethylen-Propylen-Dien-Monomer (EPDM). 2010 wurde der Grundstein für ein neues Werk in Singapur gelegt, das mit einem Gesamtvolumen von 400 Mill. Euro die bislang größte Investition in der Lanxess-Geschichte darstellt. Das Werk soll mit seiner innovativen Technologie das modernste Butylkautschukwerk der Welt werden. Im Zuge des Baus zieht die bislang im schweizerischen Fribourg ansässige globale Zentrale des Geschäftsbereichs Butyl-Kautschuk nach Singapur. Der Konzern verstärkt damit seine Präsenz in den gewaltigen Wachstumsmärkten des Fernen Ostens, Indien, China und Südkorea. Bis 2015 soll in der Nähe des Butylkautschukwerks in Singapur eine 200 Mill. Euro teure Produktionsanlage für Nd-PBR (Neodymium-basierter Performance-Butadien-Kautschuk) entstehen. Ebenfalls 2015 soll für 235 Mill. Euro im chinesischen Changzhou eine Anlage für EPDM-Kautschuk gebaut werden. 2012 konnte das Segment nicht mehr ganz so dynamisch wachsen wie noch im Vorjahr. So mussten alle Business Units des Segments eine sinkende Nachfrage verbuchen. Da Portfolio- und Währungseffekte jedoch die Mengenverluste kompensieren konnten, kam sowohl der Segmentumsatz als auch das -ergebnis voran. Die Erlöse kletterten um 2,3% auf 5,18 (5,06) Mrd. Euro. Das Ergebnis (EBITDA) wuchs vor Sondereinflüssen mit 817 (768) Mill. Euro auf einen Rekordwert. Die EBITDA-Marge kletterte entsprechend auf 15,8 (15,2)%. Vor Zinsen und Steuern kam das Ergebnis (EBIT) auf 599 (598) Mill. Euro nur sehr leicht um 0,2% voran. Dabei wurde mit 434 (437) Mill. Euro etwas weniger investiert als im Vorjahr.


Auch als Produzent von Basis- und Feinchemikalien zählt sich das Unternehmen zu den weltweit bedeutenden Anbietern. Die Geschäftsaktivitäten auf diesem Feld sind in dem Segment "Advanced Intermediates" mit den Business Units "Advanced Industrial Intermediates" und "Saltigo" zusammengefasst. Lanxess produziert und vermarktet diese Chemikalien und investiert dabei laufend in Forschung und Entwicklung. Hochwertige Industriechemikalien werden für die Produktion von Düngemitteln ebenso gebraucht wie für Medikamente, Farbstoffe oder Lacke. Das Segment "Advanced Intermediates" verbuchte 2012 einen Umsatzanstieg um 8,3% auf 1,67 (1,55) Mrd. Euro. Getragen wurde das Wachstum von rohstoffbedingten Preisanpassungen und einer kräftigen Nachfrage nach Agrochemikalien. Relativ wuchs die Region "Lateinamerika" am dynamischsten. In absoluten Zahlen legte aber Deutschland am stärksten zu. Das Segment-EBITDA vor Sondereinflüssen wuchs um 15,5% auf 305 (264) Mill. Euro. Die EBITDA-Marge sank hingegen auf 18,2 (17,1)%. Das Segment-EBIT sprang um 39,4% auf 244 (175) Mill. Euro. Dabei wurden 92 (107) Mill. Euro investiert.


Die anwendungsorientierten Geschäftsaktivitäten des Konzerns gehören in das Segment "Performance Chemicals". Hier dreht sich alles um so genannte Prozess- und Funktionschemikalien. Das sind Stoffe, die man braucht, um zum Beispiel Wasser zu reinigen, Trinkwasser aufzubereiten oder Metall zu gewinnen. Auch in diesem Segment behauptet sich das Unternehmen weltweit auf einer Spitzenposition im globalen Markt. Dabei baut es auf ein weltweites Vertriebs- und Servicenetz, eine qualitäts- und innovationsorientierte Produktpolitik und nicht zuletzt auf den Patentschutz für die im Hause entwickelten Technologien. Das Anwendungsspektrum ist groß. So produziert und vermarktet Lanxess Biozide und Materialschutzwirkstoffe für Bereiche wie z.B. Holzschutz, Desinfektion und Korrosionsschutz. Auch Zusätze wie Weichmacher, Treibmittel, Alterungs- oder Flammschutzmittel und Farbmittel sind im Angebot. Auf dem Gebiet der organischen Farbmittel für die Kunststofffärbung ist Lanxess führend. Zudem gehört Lanxess zu den bedeutenden Anbietern von Systemlösungen für die Leder-, Textil- und Papierindustrie. Das Segment untergliedert sich in die sieben Business Units "Material Protection Products", "Inorganic Pigments", "Functional Chemicals", "Leather", "Rhein Chemie", "Rubber Chemicals" und "Ion Exchange Resins". 2012 wuchsen die Erlöse des Segments um 3,4% auf 2,20 (2,13) Mrd. Euro. Lanxess hat auch in diesem Segment 2012 die Preise erhöht. Positive Währungs- und Portfolioeffekte kompensierten beim Umsatz die Mengenverluste. Allerdings belasteten gestiegene Fertigungskosten das Ergebnis. In der Region "EMEA" wie auch in "Deutschland" war die Nachfrage nach den Lanxess-Produkten des Segments zurückhaltend, während der Konzern in "Lateinamerika" deutlich expandieren konnte. Das Segmentergebnis (EBITDA) vor Sondereinflüssen gab um 2,8% auf 281 (289) Mill. Euro nach. Die EBITDA-Marge fiel daher auf 12,8 (13,6)% zurück. Vor Steuern und Zinsen summierte sich das Segment-EBIT auf 177 (211) Mill. Euro und war damit um 16,1% gefallen. Gleichzeitig wurden 135 (112) Mill. Euro investiert.


Im Segment "Sonstige/Konsolidierung" verbuchte Lanxess 2011 Umsätze von 41 (41) Mill. Euro. Das EBITDA fiel vor Sondereinflüssen auf minus 178 (minus 175) Mill. Euro. Das EBIT gab auf minus 210 (minus 208) Mill. Euro nach.


Umsatz und Ergebnis auf weiter Rekordfahrt


Nachdem das Jahresergebnis 2009 bei Lanxess im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise dramatisch zurückgegangen war, holte der Konzern in den folgenden Geschäftsjahren wieder kräftig auf. 2011 und 2012 konnte Lanxess schließlich zwei Rekordjahre hintereinander vermelden. 2012 wuchs nicht nur der Umsatz auf einen neuen Rekordwert, sondern auch die zentrale Kennziffer EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie vor Sondereinflüssen) wie auch der Jahresüberschuss. Doch diese Spitzenwerte mussten hart erkämpft werden, war doch im zweiten Halbjahr eine deutliche gesamtwirtschaftliche Abkühlung zu spüren. Erschwerend hinzu kamen volatile Rohstoffpreises und steigende Energiekosten.


Der Umsatz legte 2012 auf den Spitzenwert von 9,09 (i.V. 8,78) Mrd. Euro um 3,6% zu und nähert sich damit der 10 Mrd. Euro-Marke. Das Wachstum wurde dabei von einer Nachfrageschwäche bei Automobilien und in der Bauwirtschaft gebremst, während der Bereich Agrochemikalien deutlich anzog. Die Erlöse waren akquisitionsbedingt (Übernahme des Keltan-EPDM-Geschäfts von DSM in 2011) um 2,6% und preisbedingt um 0,6% gewachsen. Währungskurse wirkten mit plus 3,9% positiv, während die abgesetzte Menge rückläufig war, was zu einem negativen Mengeneffekt beim Umsatzwachstum von 3,5% führte. Besonders Agrochemikalien wurden rege nachgefragt, wovon das Segment "Advanced Intermediates" profitierte. Aber auch die beiden anderen Segmente wuchsen 2012 deutlich.


Insgesamt wurde die gute Entwicklung im Konzern vor allem auch von der expansiven Situation in "Nordamerika" und "Asien/Pazifik" getragen. Hier konnte Lanxess knapp zweistellig wachsen. Während in "Nordamerika" vor allem das Segment "Performance Chemicals" für Auftrieb sorgte, zog in "Asien/Pazifik" das Segment "Performance Polymers" deutlich an. In den übrigen Regionen lagen die Erlöse 2012 in etwa auf dem Vorjahresniveau. Regional gesehen entfiel 2012 mit 27,8% oder 2,53 (2,55) Mrd. Euro jedoch der Großteil der Erlöse nach wie vor auf die Region "Europa, Afrika und Naher Osten" (EMEA ohne Deutschland), auch wenn der Umsatz hier der Euro-Krise Tribut zollen musste und um 0,8% sank. Der Heimatmarkt "Deutschland" steuerte 17,3% bzw. 1,58 (1,57) Mrd. Euro zu den Konzernerlösen bei. Der Anteil der Region "Asien-Pazifik" lag bei 24,2% oder 2,20 (2,00) Mrd. Euro und war damit um 9,7% deutlich angezogen. "Nordamerika" verbuchte einen Umsatz von 1,61 (1,46) Mrd. Euro und war mit plus 10,5% am deutlichsten gewachsen. Die Region steuerte damit 17,7% zum Konzernumsatz bei. Nachgegeben hatte das Wachstum hingegen in "Lateinamerika", wo die Erlöse um 1,3% auf 1,19 (1,20) Mrd. Euro fielen. Das entspricht einem Anteil von 13,0%.


Die Kosten der umgesetzten Leistungen stiegen in Folge gestiegener Rohstoffkosten mit einem Plus von 3,3% weniger stark als im Vorjahr aber dennoch deutlich auf 6,99 (6,77) Mrd. Euro an, woraus sich ein Bruttoergebnis vom Umsatz von 2,11 (2,01) Mrd. Euro errechnet. Die Bruttomarge legte auch dank der über Preiserhöhungen weitergegebenen Mehrkosten dennoch auf 23,2 (22,9)% zu. Parallel zu den angestiegenen Umsatzkosten kletterten die Vertriebskosten auf 763 (732) Mill. Euro. Der Verwaltungsaufwand legte auf 339 (325) Mill. Euro zu, während im Rahmen der Technologieinitiative in Forschung und Entwicklung mit 192 (144) Mill. Euro deutlich mehr investiert wurde als im Vorjahr. Das Plus lag hier bei satten 33,3%. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen konnte dank wegfallender Sondereffekte auf minus 4 (minus 33) Mill. Euro gehoben werden und näherte sich damit den schwarzen Zahlen. Nach positiven Wechselkurseinflüssen, angehobenen Verkaufspreisen und dank der Akquisition des Keltan-EPDM-Geschäfts wuchs das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) mit 1,23 (1,15) Mrd. Euro weiter über die Milliardenmarke und kam so auf eine bereinigte EBITDA-Marge von 13,5 (13,1)% voran. Das EBITDA-Plus lag bei 6,9%. Die Sondereinflüsse von 37 (45) Mill. Euro resultierten aus Reorganisations- und Portfoliomaßnahmen wie auch aus Aufwendungen zur Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur. Nach Sondereinflüssen wuchs das EBITDA um 7,9% auf 1,19 (1,10) Mrd. Euro.


Trotz gestiegenen Abschreibungen von 378 (325) Mill. Euro kletterte das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 810 (776) Mill. Euro um 4,4% über den Vorjahreswert. Das entspricht einer EBIT-Marge von 8,9 (8,8)%. Mit minus 96 (minus 93) Mill. Euro fiel das Zinsergebnis etwas schlechter aus als im Vorjahr. Auch das Beteiligungsergebnis konnte mit 1,0 (7,0) Mill. Euro nicht ganz das Vorjahresniveau halten. Alles in allem summierte sich das Konzernergebnis vor Steuern auf 669 (655) Mill. Euro und war damit um 2,1% gewachsen. An den Fiskus flossen 154 (148) Mill. Euro, so dass der Konzerngewinn nach marginalen Fremdanteilen auf 514 (506) Mill. Euro um 1,6% leicht zulegte und das sehr gute Ergebnis des Vorjahres noch übertraf. Als Ergebnis je Aktie berechnete der Konzern 6,18 (6,08) Euro. Den Aktionären wird eine erhöhte Dividende von 1,00 (0,85) Euro je Aktie vorgeschlagen.


EBITDA bis 2018 bei 1,8 Mrd. Euro


Nachdem dem Konzern 2012 der Aufstieg in die erste Börsenliga gelungen war, hat sich Lanxess ein neues mittelfristiges Wachstumsziel gesetzt. Bis 2018 will das Unternehmen ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 1,8 Mrd. Euro erreichen. Das ursprünglich für 2015 anvisierte Ziel eines EBITDA vor Sondereinflüssen von 1,4 Mrd. Euro soll schon 2014 erreicht werden.


Dabei werden die gesamtwirtschaftlichen Vorgaben für 2013 weiter mit Blick auf die Schuldenkrise herausfordernd bleiben. Als Wachstumsmarkt hat Lanxess unter anderem den Bereich Agrochemikalien definiert, der auch vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung weiter anziehen wird. Aber auch die Nachfrage nach Hightech-Kunststoffen für die Automobilindustrie dürfte dynamisch wachsen. So rechnet das Management damit, dass die Nachfrage nach Reifen 2013 besonders von den Märkten Indien und China getragen wird. Hiervon wird das Segment "Performance Polymers" profitieren. 2013 soll zudem das Butylkautschuk-Werk in Singapur ans Netz gehen und dem Segment positive Impulse geben. Im Segment "Advanced Intermediates" profitiert Lanxess auch 2013 laut Management von der guten Nachfrage nach den Agrochemie-Produkten. Von positiven Effekten in der nordamerikanischen und chinesischen Bauindustrie wird hingegen das Segment "Performance Chemicals" 2013 angeschoben. In der Business Unit "Ion Exchange Resins" dürfte sich die Etablierung der Lanxess-Membranentechnologie als Treiber entpuppen. Das Geschäft der Business Unit "Leather" wird hingegen von der neuen Produktionsanlage in China profitieren. Regional will der Konzern seine Position in den BRICS-Staaten weiter stärken. Insgesamt werden im laufenden Jahr die Kosten angeschoben von dem Preisauftrieb bei Rohstoffen und Energie im Vergleich zu 2011 steigen. Dennoch bleibt das Management optimistisch, dass der Konzern das angepeilte Ziel eines EBITDAs vor Sondereinflüssen von 1,4 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2014 erreichen kann.


Gründung im Wege der Abspaltung


Gegründet wurde die Gesellschaft am 28. Oktober 1999 unter der Firma SIFRI Beteiligungs AG als reine Vorratsgesellschaft. Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 9. bzw. 13. Juli 2004 erwarb die Bayer AG sämtliche Aktien der Gesellschaft. Die Hauptversammlung vom 13. Juli 2004 stimmte der Änderung der Firma in Lanxess AG zu. Zu diesem Zeitpunkt hatte Lanxess ein Grundkapital von 50.000 Euro. Die ao. Hauptversammlung vom 21. Dezember 2004 beschloss eine Kapitalerhöhung auf 73.034.192 Euro. Diese Kapitalerhöhung erfolgte im Wege der Abspaltung. Danach führte der Lanxess-Konzern den überwiegenden Teil der Chemie- und rund ein Drittel der Polymeraktivitäten des Bayer-Konzerns fort. Diese Aktivitäten wurden in der Lanxess GmbH zusammengefasst. Zur Herstellung des Lanxess-Konzerns hat die Bayer AG als übertragender Rechtsträger im Wege der Abspaltung zur Aufnahme neben anderen Gegenständen ihres Aktiv- und Passivvermögens sämtliche von ihr gehaltenen Geschäftsanteile der Lanxess GmbH als Gesamtheit auf die Lanxess AG als übernehmenden Rechtsträger übertragen. Die Lanxess AG gab als Gegenleistung für das abzuspaltende Vermögen 73.034.192 Aktien an die Aktionäre der Bayer AG aus. Zur Durchführung der Abspaltung haben Bayer AG und Lanxess AG am 22. September 2004 einen notariell beurkundeten Abspaltungs- und Übernahmevertrag abgeschlossen. Dieser wurde mit Zustimmung der Hauptversammlungen der Bayer AG und der Lanxess AG am 17. November 2004 bzw. am 21. Dezember 2004 wirksam. Die Abspaltung selbst erfolgte mit Eintragung in das Handelsregister der Bayer AG am Amtsgericht Köln am 28. Januar 2005.


Ab Mitte 2005 notierten die Aktien der Lanxess im MDax der Frankfurter Wertpapierbörse. Zum 24. September 2012 stieg der Konzern in den Dax auf.


Aktionärsstruktur

Streubesitz 82,61%
BlackRock, Inc. 10,07%
Dodge & Cox 4,50%
Norges Bank (.. 2,70%
Société Génér.. 0,12%

Leitende Positionen

Vorstand (Management)
Dr. Axel Claus Heitmann Vorstand..
Dr. Werner Breuers
Dr. Bernhard Düttmann
Dr. Rainier van Roessel
Aufsichtsrat (Directors)
Dr. Rolf W.H. Stomberg Aufsicht..
Axel Berndt
Dr. Rudolf Fauß
Ulrich Freese
Dr. Friedrich Janssen
Robert J. Koehler
Rainer Laufs
Thomas Meiers
Dr. Ulrich Middelmann
Hans-Jürgen Schicker
Gisela Seidel
Theo H. Walthie

Beteiligungen

(an anderen Unternehmen)
Unternehmen Bet.