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Iberdrola S.A. Acciones Port. EO -,75

20.06.13  08:11:58 Uhr

Realtime-Kurs4,114 EUR

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Typ: Aktie   WKN: A0M46B

 
IBERDROLA S.A.
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Iberdrola, S.A. ist ein privater spanischer Energieversorger, der Strom erzeugt, übermittelt, verteilt und vermarktet. Neben Elektrizität stellt das Unternehmen auch Erdgas zur Verfügung. Durch die Übernahme von Scottish Power 2006 avancierte Iberdrola zum größten Windkraftbetreiber in Großbritannien und zum zweitgrößten in den USA. 2008 folgte die Übernahme von Energy East (heute Iberdrola USA) und 2011 der Kauf der brasilianischen Elektro Electricidades e Servicios, durch die der Konzern seine Marktstellung im Atlantischen Raum (Spanien, Großbritannien, USA, Mexiko und Brasilien) ausbauen konnte. Ziel ist es, die Führung in der Kraft-Wärme-Kopplung sowie bei den erneuerbaren Energien auszuweiten und internationales Wachstum bei der Stromherstellung in Mexiko zu erzielen. Das operative Geschäft unterteilt sich in die Segmente Network Business, Deregulated Business, Renewables, South America und other Businesses sowie Corporation.


Im Segment Network Business sind die Stromübertragung und die Distributionsaktivitäten und alle regulierten Aktivitäten in Spanien, Großbritannien und den USA zusammengefasst. Die Stromerzeugung und der -verkauf in Spanien, Portugal, Großbritannien und Mexiko sind im Segment Deregulated Business angesiedelt. Alle Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien in Spanien, Großbritannien, den USA und dem Rest der Welt wie auch die Gaslagerung und der Gashandel in den USA hat Iberdrola im Segment Renewables abgebildet. South America fokussiert auf die unterschiedlichen Konzernaktivitäten in Lateinamerika, insbesondere in Brasilien, während im Segment other Businesses das Ingenieurs- und Baugeschäft, wie auch das Nicht-Strom- und Gas-Geschäft in Kanada zusammengefasst wurden. Der Bereich Corporation umfasst die übergeordneten administrativen Aktivitäten. Bis 2011 untergliederte der Konzern sein Geschäft in die Segmente Spanien (mit den Untersegmenten Liberalised, Regulated Business und Non-Energy Activities), Renewable Energy, South America, Mexico-Guatemala, Scottish Power sowie Iberdrola USA.


Die Stromproduktion gab im abgelaufenen Jahr um 5,5% auf 145.126 (i.V. 154.073) GWh nach. Daran hatte Spanien 2011 einen Anteil von 63.711 (72.422) GWh, ein Minus von 11,4% zum Vorjahr. In Großbritannien lag die Stromproduktion mit 22.739 (27.969) GWh 18,7% unter dem Vorjahr, in den USA wuchs sie hingegen getrieben vom Windgeschäft um 13,5% auf 15.476 (13.635) GWh und in Lateinamerika kam die Produktion um 7,2% auf 40.971 (38.023) GWh voran. Im Bereich der erneuerbaren Energien legte die Produktion um 22,6% auf 2.230 (2.024) GWh zu. Insgesamt wuchs die installierte Kapazität 2011 auf 46,03 (44,99) GW. Allein die Erneuerbaren Energien machten hiervon 58% aus.


Im Bereich der erneuerbaren Energien sieht sich der Konzern nach eigenen Angaben als eines der weltweit führenden Unternehmen und strebt an, einer der Hauptakteure bei der Ausweitung der Stromproduktion durch erneuerbare Energiequellen zu sein. Die Tochter Iberdrola Renovables konnte 2010 nicht nur mit der schwedischen Vattenfall einen Vertrag zur gemeinsamen Errichtung des größten europäischen Windparks unterzeichnen, sondern zu dem auch vom Windkraft-Anbieter Gamesa sieben Windparks übernehmen. Nachdem die Tochter Iberdrola Renovables wieder in den Mutterkonzern eingegliedert wurde, ging das Joint Venture mit Vattenfall, East Anglia Offshore Wind Ltd. an die Mutter Iberdrola über.


Wie schon im Jahr 2010 konnte Iberdrola 2011 ein erfolgreiches Jahr verbuchen. So kletterte der Umsatz mit 31,65 (i.V. 30,43) Mrd. Euro um 4,0% in neue Höhen. Im Segment Deregulated Business setzte der Konzern 21,09 (19,75) Mrd. Euro um, im Segment Renewable Business 2,29 (2,24) Mrd. Euro und mit Network Business 5,51 (6,18) Mrd. Euro. Das Segment South America verbuchte Erlöse von 2,82 (1,60) Mrd. Euro und other Businesses weitere 1,09 (1,75) Mrd. Euro. Zu Konsolidierungszwecken müssen 1,16 (1,09) Mrd. Euro abgezogen werden. Nach Regionen untergliedert lagen die Umsatzerlöse in Spanien bei 15,29 (14,63) Mrd. Euro, in Großbritannien bei 8,45 (8,33) Mrd. Euro und im Rest Europas bei 257,1 (173,6) Mill. Euro. In den USA erlöste der Konzern 3,28 (4,04) Mrd. Euro und in Südamerika 4,38 (3,27) Mrd. Euro. Die Umsatzkosten lagen bei 19,62 (18,79) Mrd. Euro, so dass das Bruttoergebnis um 3,3% auf 12,03 (11,65) Mrd. Euro vorankam. Der Personalaufwand wurde mit 1,64 (1,70) Mrd. Euro abermals leicht gesenkt.


Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 1,6% auf 7,65 (7,53) Mrd. Euro. Nach Abschreibungen von 3,26 (2,92) Mrd. Euro gab das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 6,7% auf 4,51 (4,83) Mrd. Euro nach. Während das Zinsergebnis auf minus 1,06 (minus 1,29) Mrd. Euro verbessert werden konnte, fiel das Beteiligungsergebnis mit minus 34,54 (plus 27,36) Mill. Euro in die Verlustzone. In der Folge sank das Vorsteuerergebnis auf 3,45 (3,84) Mrd. Euro. An den Fiskus musste der Konzern mit 549,2 (899,3) Mill. Euro weniger Steuern abführen als noch ein Jahr zuvor. Nach Anteilen Dritter von minus 100,7 (minus 70,79) Mill. Euro blieb unter dem Strich ein Konzernjahresüberschuss von 2,80 (2,87) Mrd. Euro, ein Minus zum Vorjahr von 2,3%. Der Konzern gibt das Ergebnis je Aktie mit 0,48 (0,51) Euro an. Die Dividende blieb mit 0,03 Euro konstant. Den Aktionären steht es frei, im Rahmen eines flexiblen Dividendenprogramms anstelle einer Bardividende neue Aktien zu zeichnen.


Die Geschichte des Unternehmens reicht ins Jahr 1901 zurück, als Hidroeléctrica Ibérica die Lizenz zum Bau von Wasserkraftwerken an den Flüssen der wichtigsten industriellen Standorte Spaniens erhielt. 1907 wurde die Hidroeléctrica Espanola gegründet, die Madrid und Valencia mit Strom versorgte. 1944 entstand aus der Hidroeléctrica Ibérica und der Saltos del Dueros die Iberduero. 1991 wurde die Hidroeléctrica Espanola in die Iberduero integriert und seit 1992 firmiert die Gruppe als Iberdrola. Es folgte die Expansion auf ausländische Märkte.


Im November 2006 konnte Iberdrola mit ScottishPower einen Zusammenschluss vereinbaren. Das unterbreitete Angebot sah vor, den Aktionären von ScottishPower in bar 400 Pence zu zahlen. Zudem erhielten sie 0,1646 Aktien von Iberdrola (ein Wert von 365 Pence) sowie eine Dividende in Höhe von 12 Pence. Die Transaktion hatte einen Wert von 17,1 Mrd. Euro und war damit die größte Fusion der Unternehmensgeschichte. Durch sie sicherte sich der Konzern den Platz Nummer Vier in der europäischen Energiewirtschaft hinter der französischen EDF und der deutschen E.ON. Nach der erfolgreichen Übernahme weitete der spanische Konzern seinen Aktionsradius auf Großbritannien und die USA aus. Scottish Power leistete 2007 nach achtmonatiger Konsolidierung einen Ergebnisbeitrag von 1,35 Mrd. Euro. Des Weiteren unterbreitete Iberdrola dem US-amerikanischen Energieversorger Energy East ein freundliches Übernahmeangebot, dem beide Seiten zustimmten. Die Fusion konnte 2008 wirksam werden.


Ein weiterer großer Schritt war der Börsengang der Iberdrola Renovables am 13. Dezember 2007, in dessen Zug 20% der Aktien der Gesellschaft verkauft und so ein Erlös von 4,477 Mrd. Euro erzielt wurde. Der starke Player im Bereich Windenergie verfügt über Projekte in Spanien, Großbritannien und den USA. Die Börsennotierung wurde jedoch im Juli 2011 wieder eingestellt.


Iberdrola ist im spanischen IBEX-35 und seit September 2003 auch im Eurostoxx 50 gelistet.


Aktionärsstruktur

Streubesitz 76,22%
Qatar Investm.. 8,32%
Acs, Activida.. 5,55%
Caja de Ahorr.. 5,13%
Bilbao Bizkai.. 4,78%

Leitende Positionen

Vorstand (Management)
Aufsichtsrat (Directors)

Beteiligungen

(an anderen Unternehmen)
Unternehmen Bet.

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