• Hilfe und Infos
  • drucken (Strg+P)
  • neu laden (F5)

Gagfah S.A. Actions nom. EO 1,25

21.08.14  11:27:08 Uhr

Realtime-Kurs14,38 EUR

-0,42%  [-0,06]

KGVe:
16,5517

DIVe:
1,74%

Typ: Aktie   WKN: A0LBDT

 
GAGFAH S.A.
Kontakt
GAGFAH S.A.
2-4, rue Beck --
LU-1222 Luxemburg
Telefon
+352-26636621
Fax
+352-26636601
Email
rhoffmann@gagfah.com
Internet

Große private Wohnungsgesellschaft mit ausschließlichem Fokus auf Deutschland


Die GAGFAH SA ist eine nach luxemburgischen Recht gegründete Aktiengesellschaft (Société Anonyme). Kerngeschäft ist der Besitz, die Bewirtschaftung und der Ankauf eines geografisch diversifizierten und qualitativ gut instand gehaltenen Wohnungsportfolios in ganz Deutschland. Mit einem Kernbestand zum Geschäftsjahresende 2013 von 143.196 (i.V. 145.035) Mietwohnungen ist die GAGFAH eine der größten in Deutschland börsennotierten Wohnungsbaugesellschaften. Die Wohneinheiten befinden sich in über 30 Mittel- und Großstädten. Schwergewichte sind Dresden, Berlin und Hamburg. 2013 schaffte der Konzern den Wandel hin zu einer unabhängigen Immobiliengruppe mit einem langfristig orientierten Objektportfolio.


Deutsche Wohnimmobilien seien aufgrund einer durchschnittlichen Mietdauer von rund zehn Jahren, einer niedrigen Leerstandsquote und einem geringen Angebot von Neubauten eine stabile Anlage, so das Unternehmen. Hinzu komme, dass Städte, Gemeinden und große Unternehmen auch zukünftig Teile ihrer Immobilienbestände verkaufen würden. Hieraus ergibt sich ein Akquisitionspotenzial, von dem GAGFAH zu profitieren hofft.


Das Portfolio wurde 2013 auf 143.196 Wohneinheiten verkleinert. Dabei wurde die Mehrzahl der Gebäude zwischen Mitte der 1950er und Mitte der 1970er Jahre gebaut. Zum Portfolio gehören des Weiteren 1.600 kommerziell genutzte Einheiten und 30.000 Parkplätze.


Konzernergebnis touchiert Nulllinie


2013 war für den Konzern ein ereignisreiches Jahr: Neben dem Führungswechsel fiel die Entscheidung, sich nicht wie geplant von der WOBA Dresden GmbH zu trennen. Anstelle eines Verkaufs refinanzierte der Konzern die Gesellschaft mit Hilfe eines Kredits der Bank of America Merrill Lynch. Neben der Refinanzierung der WOBA gelang es der GAGFAH, Verbindlichkeiten in Höhe von 2 Mrd. Euro wie auch 700 Mill. Euro für NILEG entgegen der ursprünglichen Planung gänzlich per CMBS (Commercial Mortgage Backed Securities; mit Immobilien besicherte Anleihen) zu refinanzieren. Die günstigen Konditionen von CMBS nutzend refinanzierte der Konzern im Jahresverlauf schließlich insgesamt 4 Mrd. Euro. 2014 wird der Konzern nur noch einen Kredit refinanzieren müssen.


Nachdem sich die GAGFAH im Geschäftsjahr 2012 in den schwarzen Zahlen behauptet hatte, fiel das Ergebnis 2013 abermals, wenn auch nur leicht, in die Verlustzone. Dank der gelungenen Neuaufstellung sieht das Management das abgelaufene Jahr dennoch als Turnaround und Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Zukunft. 2012 hatte sich der Konzern von 3.687 Wohneinheiten aus seinem Kernbestand für einen Verkaufspreis von 213,1 Mill. Euro getrennt; 2013 veräußerte GAGFAH dann weitere 2.001 Einheiten, darunter 613 Eigentumswohnungen, und erhielt hierfür 144,1 Mill. Euro. Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 umfasste das Wohnimmobilien-Kernportfolio der GAGFAH eine Fläche von insgesamt rund 8,70 (i.V. 8,82) Mill. qm. Die Leerstandquote wurde auf 4,1 (5,0)% gesenkt. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter legte auf 5,21 (5,15) Euro zu. Den Fair Value des gesamten Portfolios gibt der Konzern mit 7,68 Mrd. Euro an.


Im abgelaufenen Jahr wuchsen die Einnahmen aus der Vermietung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien Geschäftsjahr leicht auf 829,8 (825,9) Mill. Euro, ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von 0,5%. Mieten und Gebühren lagen 2013 bei 554,6 (566,6) Mill. Euro und machten 67% den größten Anteil an den Einnahmen aus. Da allerdings das Portfolio um 2,4% gesunken war, sanken die Mieteinnahmen somit um 2,1%. Die Betriebskosten für die Objekte wuchsen auf 455,0 (438,4) Mill. Euro, sodass das Ergebnis aus der Vermietung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien um 3,5% auf 372,6 (385,5) Mill. Euro nachgab. Das Ergebnis aus der Veräußerung von als Finanzinvestition gehaltener Immobilien ging auf 15,5 (18,2) Mill. Euro zurück. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert führte zu einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbesserten, positiven Resultat von plus 5,4 (minus 13,4) Mill. Euro. Der Verwaltungsaufwand blieb mit 34,9 (35,1) Mill. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Die Vertriebskosten wurden auf 12,1 (13,8) Mill. Euro zurückgefahren.


Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gab parallel auf 338,0 (339,3) Mill. Euro nach. Angepasst um Restrukturierungs- und andere Aufwendungen lag es bei 335,3 (351,8) Mill. Euro. Die Abschreibungen führte der Konzern dabei auf 2,9 (4,2) Mill. Euro zurück, sodass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 335,1 (335,1) Mill. Euro exakt auf dem Vorjahreswert landete. Ein verbessertes Ergebnis aus der Portfolio-Bewertung kompensierte hier das geschmälerte Asset Portfolio. Auch 2013 belastete jedoch ein dreistelliges negatives Zinsergebnis die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns, allerdings konnte es mit minus 219,8 (minus 247,8) Mill. Euro im Vergleich zum Vorjahr abermals deutlich verbessert werden. Hier schlug sich die gelungene Refinanzierung positiv nieder. Dennoch halbierte sich das Vorsteuerergebnis mit 48,8 (85,4) Mill. Euro nahezu. Verantwortlich waren die Kosten für die Refinanzierung, die im Vorjahresvergleich in die Höhe schnellten. Nach angezogenen Ertragssteuern von 45,5 (37,7) Mill. Euro und Fremdanteilen von minus 3,5 (minus 4,5) Mill. Euro fiel das Konzernergebnis unter dem Strich jedoch mit minus 0,2 (plus 43,2) Mill. Euro knapp in die roten Zahlen. Der FFO I (Funds From Operations) je Aktie belief sich laut jüngstem Geschäftsbericht zum Bilanzstichtag 2013 auf 0,60 (0,56) Euro. Der Wert des Immobilienbesitzes (Net Asset Value) sank im Verlauf des Geschäftsjahres nach einer Kapitalerhöhung um 1,7% auf 12,96 (13,19) Euro je Aktie.


Zuletzt wurde für das Jahr 2010 eine Dividende von insgesamt 0,50 Euro pro Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet. Nachdem der Gesellschaft 2013 die Refinanzierung gelang, stellt die GAGFAH ihren Aktionären ab 2014 wieder eine Gewinnbeteiligung in Aussicht.


Im Juli 2013 beschloss der Vorstand, 20 Mill. Aktien am Markt zu platzieren. Davon waren 10,5 Mill. Papiere eigene Aktien und weitere 9,5 Mill. Aktien neue Papiere. Das Gezeichnete Kapital kletterte in der Folge von 258,1 Mill. Euro auf 269,9 Mill. Euro. Das Programm hatte mehrere Effekte. Der Freefloat stieg auf über 50%, was das Ranking im MDax stärkte. Es wurden Aktien verkauft, die zuvor zu einem geringeren Preis zurückgekauft worden waren, was zu Gewinnen von 20 Mill. Euro führte, die wiederum das Investment-Programm vorantrieben. Das Ganze unterstützte die Refinanzierungsbemühungen. Im Jahresverlauf 2013 reduzierte der Aktionär Fortress Investment Group seinen Anteil an GAGFAH von zunächst 60% auf schließlich 41% und platzierte hierzu zunächst 20 Mill. und dann 15 Mill. GAGFAH-Papiere.


Die Vorjahre waren bereits von Aktienrückkäufen geprägt gewesen. Am 7. Dezember 2010 hatte der Verwaltungsrat der Gesellschaft beschlossen, von dem auf der Hauptversammlung am 21. April 2010 in Luxemburg getroffenen Vorratsbeschluss Gebrauch zu machen und eigene Aktien zurückzukaufen. Unter Berücksichtigung der Marktbedingungen und anderer Faktoren sollten Aktien im Gesamtwert von bis zu 125,0 Mill. Euro erworben werden. Von Dezember 2010 bis Juli 2011 wurden insgesamt 5.632.247 Aktien mit einem auf sie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 7,04 Mill. Euro zu einem durchschnittlichen Preis von 6,78 Euro je Aktie zurückgekauft. Der Gesamtpreis belief sich auf 38,20 Mill. Euro. Davon wurden per 16. Februar 1,91 Mill. Aktien eingezogen. In einem zweiten Schritt wurden im September 2011 weitere 15.150.277 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 4,95 Euro je Aktie zurückgekauft, von denen per 18. November 3,71 Mill. eingezogen wurden. Zum Bilanzstichtag 2011 belief sich die Zahl der Aktien damit auf 221,6 (226,0) Mill. Stück. Im Zuge weiterer Aktienrückkäufe und Einziehungen im Geschäftsjahr 2012 sank die Zahl der ausgegebenen Aktien weiter und belief sich zum Jahresende 2012 auf 206,5 (221,6) Mill. Stück.


Dividende in Aussicht gestellt


Die Ziele für das laufende Jahr sind klar definiert: Die Mieteinnahmen sollen um 2% steigen und die Leerstandsquote auf 3,5% zurückgeführt werden. Der FFO pro Aktie soll auf 0,80 Euro bis 0,82 Euro anziehen. Den Aktionären stellt das Management eine Dividende in Höhe von 0,20 Euro bis 0,25 Euro je Aktie in Aussicht. Im darauffolgenden Jahr sollen die Mieteinnahmen abermals um 2% wachsen und die Leerstandsquote dann auf 3,0% sinken. Beim FFO peilt das Unternehmen einen Wert von 0,88 Euro bis 0,90 Euro je Aktie an. Dann wird möglicher Weise eine Dividende von 0,40 Euro bis 0,50 Euro ausgeschüttet.


Der Konzern plant, sich in den kommenden fünf Jahren von seinen Eigentumswohnungen sowie von den Objekten in Nicht-Kernregionen über Verkäufe zu trennen und im Gegenzug ein 250 Mill. Euro schweres Investmentprogramm aufzulegen, was schließlich das organische Wachstum beschleunigen soll. 2013 wurden bereits 30 Mill. Euro investiert und 2014 sollen 70 Mill. Euro folgen.


Börsengang im Herbst 2006


Im Jahr 2004 kaufte die Fortress Investment Group LLC die GAGFAH GmbH samt ihrer Töchter und legte damit den Grundstein für das heutige Wohnimmobilienportfolio. 2005 erwarb die GAGFAH-Gruppe die NILEG Immobilien Holding GmbH mit deren konsolidierten Töchtern sowie die Acquisition 1. Es folgte 2006 der Kauf der WOBA Dresden GmbH-Gruppe.


Im Oktober 2006 beschloss die Gesellschaft den Gang an die Börse. Das Grundkapital bestand zu diesem Zeitpunkt in Höhe von 281,3 Mill. Euro. Im Zuge des IPO (Initial Public Offering) bot GAGFAH 42,75 Mill. Aktien im Nennwert von 1,25 Euro einer breiten Öffentlichkeit zur Zeichnung an. Diese stammten von den abgebenden Aktionären. 2.137.500 Aktien aus dem Eigentum der Alt-Aktionäre standen als eventuelle Mehrzuteilung (Greenshoe) zur Verfügung. Das öffentliche Angebot lief vom 10. Oktober 2006 bis zum 18. Oktober 2006. Die Preisspanne lag zwischen 17 Euro und 19 Euro je Aktie. Der Angebotspreis wurde auf 19 Euro festgesetzt. Die Erstnotiz der Aktien im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte am 23. Oktober 2006. Der erste Preis wurde mit 22 Euro errechnet. Der gesamte Brutto-Emissionserlös von 812,3 Mill. Euro floss den verkaufenden Aktionären zu.


Am 18. Dezember 2006 erfolgte der Aufstieg in den MDax.


Aktionärsstruktur

Streubesitz 78,42%
Lansdowne Par.. 8,51%
Sun Life Fina.. 7,18%
Deutsche Bank.. 5,59%
eigene Anteile 0,30%

Leitende Positionen

Vorstand (Management)
Thomas Zinnöcker Vorstands-
vorsitzender
Gerald Klinck
Nicolai Kuß
Aufsichtsrat (Directors)
Gerhard Zeiler Aufsichtsrats-
vorsitzender
Dr. Jürgen Allerkamp
Wesley R. Edens
Randal A. Nardone
Dieter H. Ristau
Yves Wagner
Thomas Zinnöcker

Beteiligungen

(an anderen Unternehmen)
Unternehmen Bet.

Hinweise zu Chart- und Performanceangaben

© 1997-2014 comdirect bank AG
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen
Implemented and powered by Interactive Data Managed Solutions

Mit markierte Kurse werden in Realtime angezeigt. Mit markierte Kurse werden nur für Kunden in Realtime angezeigt.
Alle anderen Kursdaten der deutschen / internationalen Börsen sind 15 bzw. 20 Min. verzögert.

Hilfe und Infos