Telefónica S.A. Acciones Port. EO 1


Distrito C-Oeste 2, C/Ronda de la Comunicacion s/n --
ES-28050 Madrid
Telefónica, S.A. ist ein global agierender Telekommunikationskonzern und Marktführer auf dem spanisch- und portugiesischsprachigen Markt. Dabei bietet Telefónica neben dem Betrieb von Telekommunikationsinfrastruktur integrierte Kommunikationslösungen. Zu den zentralen Geschäftsbereichen gehört die Festnetztelefonie, unterteilt in Spanien und Lateinamerika, wie auch der Mobilfunkbereich, der weitgehend von der Tochter Telefónica Móviles abgedeckt wird. Aktivitäten wie die Atento Group (mit Call-Center-Aktivitäten im Bereich Customer Relationship Management; CRM) gehören ebenfalls zum Kerngeschäft. Die Tochter Telefónica Móviles war lange ein eigenständiges und separat gelistetes Unternehmen. Sie konnte im März 2004 die Kunden von Bell South in zehn lateinamerikanischen Ländern übernehmen. Telefonica agiert in 25 Ländern weltweit.
In Deutschland und Großbritannien tritt Telefónica über die Telefónica O2 Europe Group als IP-Carrier auf und ist auf Internetdienstleistungen für Geschäftskunden konzentriert. Zum Leistungsspektrum gehören schmal- und breitbandige Internetzugänge, Virtual Private Networks (VPN), integrierte Sprach-, Video- und Datenlösungen, Voice over IP sowie klassische Outsourcing-Dienste wie Hosting und Security-Lösungen. Dabei bietet Telefónica in Deutschland mit einem Network-Control-Center, einer eigenen IP-Backbone und eigenen Großrechenzentren einen flächendeckenden und allumfassenden Service. Zu den deutschen Kunden zählen unter anderem Bertelsmann, Gruner+Jahr sowie Krombacher. Seit 2005 ist Telefónica durch die Übernahme von O2 in Deutschland auch im Endkundengeschäft präsent. Seitdem in 2006 einige Aktivitäten zugekauft werden konnten, gliedert der Konzern sein Geschäft in die drei Bereiche Telefónica Espana, Telefónica Latinoamérica (Brasilien, Argentinien, Venezuela, Chile, Peru, Kolumbien, Mexiko u.a.) und Telefónica Europa (Großbritannien, Deutschland, Irland, Tschechien und Slowakei). 2012 soll das Geschäft in den beiden Bereichen Europa und Lateinamerika fokussiert werden und die neuen Einheiten Telefonica Digital und Telefonica Global Resources hinzu kommen.
2011 gelang es dem Konzern, beim Umsatz weiter zu wachsen, wenngleich auch unter dem Strich ein Ergebnisrückgang zu verbuchen war. Dabei konnte der spanische Hosting- und Housing-Anbieter für kleine und mittelgroße Unternehmen Acens Technologies SL übernommen werden. So expandierte die Kundenzahl auf insgesamt 306,6 (287,6) Mill.. Während der Mobilfunkbereich um 8,4% zulegen konnte, wuchs das Breitbandgeschäft um 2,8% und der Bereich Pay TV um 18,7%. Der Festnetzbereich verlohr um 3,0%. Die Erlöse legten dabei getrieben vom Geschäft in Lateinamerika um 3,5% auf 62,84 (60,74) Mrd. Euro zu. Auf Telefonica Spanien entfielen hiervon 17,28 (18,71) Mrd. Euro. In Spanien gingen die Umsätze im Bereich Fixed auf 10,63 (11,40) Mrd. Euro und die Umsätze im Bereich Mobile auf 7,75 (8,55) Mrd. Euro zurück. In Lateinamerika erzielte der Konzern 29,24 (25,76) Mrd. Euro und in Europa 15,52 (15,72) Mrd. Euro. Zu Konsolidierungszwecken müssen 792 (546) Mill. Euro abgezogen werden.
Den gestiegenen Umsätzen standen gewachsene Personalaufwendungen gegenüber. Sie legten auf 11,08 (8,41) Mrd. Euro zu. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) kam auf 20,21 (25,78) Mrd. Euro voran. Mit 10,15 (9,30) Mrd. Euro wuchsen die Abschreibungen deutlich. Allerdings konnte das Zinsergebnis weiter auf minus 2,78 (minus 2,54) Mrd. Euro verbessert werden und das Beteiligungsergebnis brach auf minus 635 (plus 76) Mill. Euro ein. Damit verbuchte der Konzern ein Vorsteuerergebnis von 6,49 (13,90) Mrd. Euro. Nachdem die an den Fiskus abgeführten Steuern auf 0,30 (3,83) Mrd. Euro gesenkt werden konnten, und die Anteile Dritter auf minus 784 (plus 95) Mill. Euro drehten, sank der Konzernjahresüberschuss unter dem Strich auf 5,40 (10,17) Mrd. Euro. Der Konzern gibt das Ergebnis je Aktie mit 1,20 (2,25) Euro an. Die Dividende wurde auf 1,50 (1,30) Euro angehoben.
2004 hatte Telefónica über die Tochter Telefónica Móviles die lateinamerikanische Bell South hinzukaufen können. Zudem stand auf dem Einkaufszettel des Konzerns die Cesky Telecom (Anteil 69,4%), China Netcom (Anteil 5%) und O2. Im Geschäftsjahr 2005 gelang es dem Telekommunikationskonzern, weiter kräftig über Akquisitionen zuzulegen. Anfang des Jahres 2006 wurde der Plan bekannt gegeben, dass die Mobilfunktochter Telefónica Móviles (Telefónica-Anteil zuletzt 92,5%) wieder in den Konzern integriert werden soll. Bereits im Juli 2006 integrierte die Mutter die Mobilfunktochter wieder in ihre Strukturen. 2006 kaufte Telefónica 51% der Anteile an Colombia Telecom und konnte in Großbritannien, Irland und Deutschland die Mobilfunkaktivitäten von O2 hinzukaufen. 2006 war für den Telekommunikationskonzern ein Jahr der Rekorde. In Sachen Wachstum, Profitabilität, Geschäftsausweitung und größere Diversität konnte sich Telefónica deutlich von den weltweiten Konkurrenten absetzen und liegt nun an dritter Stelle der Telekommunikationskonzerne weltweit.
2009 konnte der Konzern mit der China Unicom Ltd. eine strategische Allianz besiegeln, in deren Zug beide Partner zusammen u.a. mobile Infrastrukturen aufbauen und Services anbieten sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten planen. Ergänzend gehen die Partner eine Kreuzbeteiligung im Wert von 1 Mrd. US-Dollar ein. Nach Vollzug dieses Aktientausches hielt Telefonica 8,37% der Unicom-Aktien und Unicom hingegen 0,87% der Telefonica Anteilsscheine. Die Beteiligung an Unicom wird bei der Telefonica at equity bilanziert. 2011 wurde die Partnerschaft vertieft. Beide Seiten investierten 500 Mill. USD in die Gesellschaft des jeweils anderen. Über die Tochter Telefonica Internacional SAU erwarb der Konzern China Unicom-Aktien von Dritten im Wert von 358 Mill. Euro und hielt damit Ende 2011 eine Anteil an China Unicom von 9,57%.
2011 konnte der Konzern mit 50% bei dem brasilianischen Mobilfunkunternehmen Brasilcel einsteigen und die Hamburgische HanseNet Telekommunikation GmbH komplett übernehmen. Die Beteiligungen in Brasilien wurden zudem neu zusammengefasst.
Telefónica, S.A ist im IBEX-35 an der spanischen Börse notiert und darüber hinaus in London, Paris, Frankfurt, Tokyo, New York, Lima, Buenos Aires und Sao Paulo gelistet.
Aktionärsstruktur
| Streubesitz | 84,76% |
| Banco Bilbao .. | 5,75% |
| La Caixa - Ca.. | 5,60% |
| BlackRock, Inc. | 3,90% |
Leitende Positionen
| Vorstand (Management) |
|---|
| Aufsichtsrat (Directors) |
|---|
Beteiligungen
| Unternehmen | Bet. |
|---|---|
| TELEFONICA CZ.. | 69,41% |