Henkel AG & Co. KGaA Inhaber-Vorzugsaktien o.St...


Henkelstraße 67
D-40589 Düsseldorf
Markenartikelhersteller für Haushalt und Körperpflege
Die Henkel AG & Co. KGaA ist einer der weltweit ältesten Hersteller von chemiebasierten Markenprodukten. Die Aktivitäten sind in die drei strategischen Geschäftsfelder "Laundry & Home Care", "Beauty Care" sowie "Adhesives Technologies" gegliedert. Das letztgenannte Geschäftsfeld entstand 2007 aus der Zusammenlegung der beiden Klebstoffbereiche "Konsumenten" und "Handwerker". Zum Bereich "Laundry & Home Care" zählen Universalwaschmittel, Spezialwaschmittel und Reinigungsmittel, während der Bereich "Beauty Care" Produkte wie Haarkosmetik, Körper-, Haut- und Mundpflege und das Friseurgeschäft umfasst. Im "Adhesives Technologie"-Bereich sind Kleb- und Dichtstoffe wie auch Produkte zur Oberflächenbehandlung angesiedelt, die im Haushalt wie in Büros aber auch von Heim- und Handwerkern und sogar im industriellen Bereich zur Anwendung kommen. 2008 konnte Henkel den Bereich um das Klebstoff- und Elektronikgeschäft der National Starch erweitern.
Im Segment "Laundry & Home Care" (Wasch-/Reinigungsmittel) belegt Henkel eigenen Angaben zufolge in den für das Unternehmen relevanten Märkten weltweit führende Positionen. Das Produktangebot deckt lückenlos alle Anwendungsbereiche im Haushalt ab. Im Bereich "Laundry Care" (Waschmittel) zählen Universal- und Spezialwaschmittel wie auch Weichspüler, Waschkraftverstärker und Wäschepflegemittel zum Portfolio. Im Bereich "Home Care" (Reinigungsmittel) bietet Henkel Hand- und Maschinengeschirrspülmittel, Reiniger für Bad und WC sowie Haushalts-, Glas- und Spezialreiniger an. Hinzu kommen Lufterfrischer und Insektizide für den Haushalt. Die mit Abstand wichtigsten Marken sind dabei in der Rubrik Waschmittel "Persil", "Purex", "Spee" und "Vernel", bei Reinigungsmitteln "Pril" und "Somat". Die Strategie dieses Segments setzt sowohl auf eigenes Wachstum als auch auf solches durch Zukäufe und hat vor allem die Wachstumsmärkte im Visier. Im Dezember 2003 hatte Henkel mit dem Kauf der amerikanischen Dial Corp. für 2,9 Mrd. USD die bislang größte Akquisition in der Unternehmensgeschichte beschlossen. Im Rahmen der Fokussierung auf die Märkte für Wasch- und Reinigungsmittel trennte sich Henkel 2006 von dem mit Dial erworbenen Nahrungsmittelgeschäft in Nordamerika jedoch wieder. 2012 kaufte Henkel dann das Wachsmittelgeschäft von Colgate-Palmolive in der Dominikanischen Republik hinzu.
Die Umsätze des Segments "Laundry & Home Care" kamen nach einem Rückgang im Vorjahr 2012 um 5,9% auf Erlöse in Höhe von 4,56 (i.V. 4,30) Mrd. Euro voran. Organisch lag das Wachstum bei plus 4,7%. Der Bereich "Waschmittel" wuchs 2012 getragen von den Universalwaschmitteln durchweg stark, während "Reinigungsmittel" eine gute Umsatzentwicklung zeigen konnte. Insgesamt konnte Henkel 2012 in den relevanten regionalen Märkten zulegen und dort seine Marktanteile ausbauen. Während das Geschäft in Nordamerika zunächst von Konsumzurückhaltungen geprägt war, wendete sich das Blatt hier zur Jahresmitte. In Europa kompensierten Frankreich, Deutschland und Italien die Rückgänge der Märkte Portugal, Spanien und Griechenland. Getrieben von den beiden Märkten Russland und Türkei wuchsen die Erlöse in Osteuropa besonders dynamisch. Wachsen konnte Henkel aber auch in Lateinamerika, Asien/Pazifik und Afrika/Nahost. Das betriebliche Ergebnis (EBIT) kletterte stärker als die Erlöse um 48,3% auf 621 (419) Mill. Euro. Die EBIT-Marge wuchs so auf 13,6 (9,7)%. Bereinigt um einmalige Aufwendungen und Erträge sowie um Restrukturierungsaufwendungen wuchs das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 15,5% auf 659 (570) Mill. Euro oder eine bereinigte EBIT-Marge von 14,5 (13,2)%.
Im Segment "Beauty Care" (Kosmetik/Körperpflege) konzentriert sich Henkel auf die Produktgruppen Haarkosmetik, Hautpflege, Mundhygiene und Körperpflege. Daneben wird auch das Friseurgeschäft betrieben. Weltweit belegt der Unternehmensbereich "Beauty Care" in den für das Unternehmen relevanten Märkten führende Positionen, wird berichtet. Die wichtigsten Marken sind in der Haarkosmetik "Gliss", "Taft" und "Schwarzkopf", in der Körperpflege "Fa" und in der Hautpflege "Diadermine". Im Februar 2004 hat Henkel das US-Unternehmen Advanced Research Laboratories (ARL) akquiriert, welches das bestehende Haarkosmetik-Geschäft in den USA ergänzte. ARL bietet trendorientierte Haarpflege- und Stylingprodukte an und hat in den USA, Kanada und Mexiko führende Marktpositionen im Styling-Segment inne.
Die Erlöse des Segments "Beauty Care" konnten nach dem guten Vorjahr abermals deutlich zulegen. So wuchsen die Umsätze um 4,2% auf 3,54 (3,40) Mrd. Euro. Organisch legten sie um 3,1% zu. Während sich das Markenartikelgeschäft in Westeuropa und Nordamerika ohnehin eher verhalten zeigte, erschwerte ein anhaltender Preisdruck das Geschäft, vor allem auch das Friseurgeschäft. Dennoch wuchs Henkel stärker als der Markt. Dynamisch zeigten sich die Wachstumsmärkte, allen voran die Region Asien/Pazifik mit dem Zugpferd China aber auch die Regionen Afrika/Nahost und Lateinamerika. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) expandierte jedoch leicht unterproportional um 2,6% auf 483 (471) Mill. Euro. So gab die EBIT-Marge auf 13,6 (13,8)% nach. Bereinigt wuchs das EBIT um 6,8% auf 514 (482) Mill. Euro oder eine bereinigte EBIT-Marge von 14,5 (14,2)%.
Zum 1. April 2007 entstand der neue Bereich "Adhesives Technologies", der die Klebstoffbereiche Konsumenten, Handwerker und Bau zusammenfasst. Hier sind damit u.a. die Marken "Loctite", "Ceresit", "Pritt", "Pattex" und "Metylan" angesiedelt. Das Spektrum reicht damit u.a. von Tapetenkleister und Fliesenkleber über Holzleime, Feuchtigkeitsschutz, Wärmedämmung und Beschichtungen bis hin zu Klebestiften, Reinigern, Harzen und Schmierstoffen. Hinzu kommt der Bereich Transport und Metall, in dem internationale Kunden aus der Automobil- und Metall verarbeitenden Industrie mit maßgeschneiderten Systemlösungen bedient werden. Des Weiteren gehört der Bereich Allgemeine Industrie zu diesem Segment. Hier werden Kunden etwa aus der Haushaltsgeräte- und Windkraftindustrie bedient. Ergänzend hinzu kommen der Bereich Verpackungs-, Konsumgüter- und Konstruktionsklebstoffe (Konsumgüter- und Möbelindustrie) sowie der Bereich Elektronik (Lösungen für Mikrochips und Elektronikbaugruppen). 2007 kaufte Henkel im Adhesives Bereich Alba Adhesives, Comces, Accurus, Xianghua und Jiangsu hinzu. Diese Akquisitionen kompensierten das verkaufte Geschäft mit Gummi-Metall-Haftmitteln und Isolierglasdichtstoffen. 2008 konnte Henkel erfolgreich den Kauf des Klebstoff- und Elektronikgeschäfts von National Starch abschließen und so die Stellung bei Klebstoffen im industriellen Bereich wie auch in der Elektronikindustrie vor allem in den Wachstumsmärkten in Asien stärken. Im November 2008 platzierte der Konzern zudem seine Beteiligung an Ecolab Inc. an der Börse. Der Veräußerungserlös lag bei 1,7 Mrd. Euro. 2012 kaufte Henkel das Geschäft mit spezialisierten Hochleistungs-Haftklebstoffen für Filme und Folien von der US-amerikanischen Cytec Industries Inc.
Nachdem das Segment "Adhesive Technologies" 2009 am stärksten unter der Wirtschaftskrise gelitten hatte, gelang es in den Folgejahren wieder zur ursprünglichen Stärke zurückzufinden. 2012 wuchs der Umsatz um 6,6% auf 8,26 (7,75) Mrd. Euro. Organisch lag das Umsatzplus bei 3,6%. Während das Wachstum vor allem von den Wachstumsmärkten getragen war, tendierte Westeuropa bedingt durch die negativen Rahmenbedingungen rückläufig. Allerdings konnte Henkel im Segment "Adhesive Technologies" auch in Nordamerika wachsen. Dabei konnte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auch dank optimierter Kostenstrukturen um 18,9% auf 1,19 (1,00) Mrd. Euro ansteigen. Die EBIT-Marge legte so auf 14,4 (12,9)% zu. Bereinigt lag das EBIT bei 1,25 (1,08) Mrd. Euro, was einer bereinigten EBIT-Marge von 15,1 (13,9)% entspricht.
Umsatz und Ergebnis weiter im Aufwind
Das Umfeld für die Geschäftstätigkeit des Konzerns war 2012 durchaus herausfordernd. In West- und Südeuropa bremsten die Rezession und die Haushaltskonsolidierungen, während sich zugleich das Wachstum in China verlangsamte. Erschwerend hinzu kam, dass die hohe Arbeitslosigkeit in den USA die Nachfrage seitens der Konsumenten wie auch der Industrie nach Henkel-Produkten drückte. Vor diesem Hintergrund gelang es dem Konzern dennoch, in allen drei Segmenten profitabel zu wachsen und die Marktanteile in den relevanten Märkten hinzuzugewinnen. Auch die definierten Finanzziele wurden erreicht.
2012 legte der Konzern bei den Erlösen weiter zu und expandierte um 5,8% auf 16,51 (i.V. 15,61) Mrd. Euro. Das organische Wachstum des Konzerns lag bei 3,8% und landete damit im Zielkorridor. Das Wachstum war vor allem preis- und mengengetrieben, wobei 3,1% gestiegenen Preisen und 0,7% dem Mengeneffekt zuzuordnen sind. Positiv wirkten auch Wechselkurseffekte mit 2,7%. Mit einem Anteil an den Konzernerlösen von 50% ist das Segment "Adhesive Technologies" der größte Geschäftsbereich, gefolgt von dem Segment "Laundry & Home Care" mit 28% und dem Segment "Beauty Care" mit 21%. Auf den Bereich Corporate entfallen die restlichen 1% der Umsätze. Das Geschäft der Gruppe ist stark von seinen bekannten Marken beeinflusst. In den vergangenen Jahren hat Henkel sein Markenportfolio von einst über 1.000 auf 400 reduziert. Die zehn bekanntesten Marken machten im vergangenen Jahr 44% der Erlöse aus.
Regional ist der Konzern in "Westeuropa" besonders stark aufgestellt. Hier erzielte Henkel 2012 Umsätze in Höhe von 5,61 (5,62) Mrd. Euro. In "Nordamerika" wuchsen die Erlöse auf 3,02 (2,72) Mrd. Euro, in "Osteuropa" auf 2,99 (2,81) Mrd. Euro und in "Asien/Pazifik" auf 2,60 (2,30) Mrd. Euro. In "Lateinamerika" stagnierten die Umsätze bei 1,06 (1,07) Mrd. Euro, während sie in der Region "Afrika/Nahost" auf 1,08 (0,93) Mrd. Euro anzogen. Größter Umsatzblock sind mit 43% die "Wachstumsregionen", zu denen Osteuropa, Afrika/Nahost, Lateinamerika und Asien (ohne Japan) zählen. Insgesamt erzielte der Konzern 2012 rund 86% seiner Umsätze außerhalb Deutschlands, was die breite internationale Aufstellung von Henkel veranschaulicht. Dabei konnte Henkel 2012 sein Geschäft international weiter ausbauen. In den USA konnte der Konzern Anfang August 2012 die Hochleistungs-Haftklebstoffe der Cytec Industries Inc. hinzukaufen. Im dritten Quartal 2012 kam dann das Waschmittelgeschäft von Colgate-Palmolive in der Dominikanischen Republik hinzu.
Henkel gibt in seinem Geschäftsbericht 2012 die Zahlen für das Vorjahr um einmalige Aufwendungen und Erträge sowie um Restrukturierungsaufwendungen bereinigt an. Die im Text angeführten bereinigten Vorjahreszahlen weichen damit von den in der Kennzahlentabelle wiedergegebenen Zahlen ab. Dem Konzernumsatz standen Umsatzkosten von 8,78 (8,54) Mrd. Euro gegenüber. Sie waren mit 2,8% unterproportional zum Umsatzplus gewachsen. Damit kam das Bruttoergebnis um 9,4% auf 7,73 (7,07) Mrd. Euro voran. Allerdings legten die Vertriebskosten auf 4,30 (4,13) Mrd. Euro zu. Der Verwaltungsaufwand blieb mit 785 (785) Mill. Euro stabil. Mit 408 (410) Mill. Euro lagen auch die Forschungs- und Entwicklungskosten leicht unter dem Vorjahreswert. Sonstigen betrieblichen Erträgen von 109 (209) Mill. Euro standen sonstige betriebliche Aufwendungen von 147 (184) Mill. Euro gegenüber.
Mit 410 (404) Mill. Euro konnten die Abschreibungen 2012 relativ konstant gehalten werden. Das betriebliche Ergebnis (EBIT) kletterte in der Folge überproportional zum Umsatzplus um 24,6% auf 2,20 (1,77) Mrd. Euro. Die EBIT-Marge wuchs leicht auf 13,3 (11,3)%. Bereinigt um einmalige Aufwendungen und Erträge wie auch Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 136 (264) Mill. Euro kam das EBIT gar um 15,1% auf 2,34 (2,03) Mrd. Euro oder eine EBIT-Marge von 14,1 (13,0)% voran. Dabei konnte das Zinsergebnis auf minus 142 (minus 155) Mill. Euro verbessert werden. Das Vorsteuerergebnis wuchs auf 2,06 (1,61) Mrd. Euro. An den Fiskus führte Henkel 502 (419) Mill. Euro an Steuern ab. Unter dem Strich kletterte der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter von minus 46 (minus 30) Mill. Euro um 30,1% auf 1,51 (1,16) Mrd. Euro. Bereinigt lag der Konzernüberschuss bei 1,60 (1,36) Mrd. Euro. Der Konzern gibt das Ergebnis je Vorzugsaktie mit 3,49 (2,68) Euro und je Stammaktie mit 3,47 (2,66) Euro an. Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 0,93 (0,78) Euro je Stamm- und 0,95 (0,80) Euro je Vorzugsaktie.
Auch 2013 will Henkel weiter profitabel wachsen
Für das Jahr 2013 rechnet der Konzern mit einem moderaten Wachstum in den reiferen Märkten und mit einem deutlichen Wachstum von 5% in den Wachstumsmärkten, angeführt von der Region Asien. Der private Konsum wird sich entsprechend entwickeln. Die Unternehmensspitze geht für 2013 von einem organischen Umsatzwachstum von 3% bis 5% aus. Auch die einzelnen Unternehmensbereiche werden in diesem Korridor wachsen. Dabei werden in allen Bereichen die Preise anziehen. Dem soll mit einer strikten Kostendisziplin begegnet werden. All dies soll das Ergebnis positiv anschieben. So soll die bereinigte EBIT-Marge auf 14,5% anziehen. Zum Wachstum werden dabei alle Unternehmensbereiche beitragen. Das Ergebnis je Vorzugsaktie soll so um etwa 10% ansteigen. Die Restrukturierungsaufwendungen werden im laufenden Jahr bei 125 Mill. Euro und die Investitionen in Sachanlagen bei 500 Mill. Euro liegen. Die Ergebnissteigerung wird eine erhöhte Dividende ermöglichen.
Die im November 2012 für das Jahr 2016 formulierten Ziele sehen ein Umsatz von 20 Mrd. Euro vor. Rund die Hälfte davon soll in den so genannten Wachstumsmärkten erlöst werden. Das Ergebnis je Aktie soll um 10% zulegen. Leitmotiv ist: Global führen mit Marken und Technologien. Dazu sollen Prozesse vereinfacht und Konsolidierungschancen genutzt werden. Von der Dynamik in den Wachstumsmärkten will Henkel dabei profitieren. Um Wachstumspotenziale nutzen zu können, sollen bis 2016 Investitionen in die Sachanlagen in Höhe von rund 2 Mrd. Euro fließen. Das sind rund 40% mehr als noch in den vier Jahren bis 2012 investiert wurde.
Mit "Persil" zum erfolgreichen Weltkonzern
Henkel ist ein Familienunternehmen mit langer Tradition. 1907, etwa 30 Jahre nach Gründung, gelang der Gesellschaft mit einem Waschmittel der Durchbruch, das seither zu den bekanntesten Markennamen auch außerhalb Deutschlands gehört: "Persil". An der Börse gehört Henkel eher noch zu den Neulingen. Die Rechtsform der Kommanditgesellschaft auf Aktien besteht seit 1974, und sie wurde auch beim Börsengang im Oktober 1985 beibehalten. Die direkte Präsenz am Kapitalmarkt hat Henkel zu starker Expansion genutzt. So wurde 1996 der Haarpflege-Spezialist Schwarzkopf gekauft. Ein Jahr später war Loctite erworben und Anfang 1998 das US-Unternehmen Manco übernommen worden. 1999 erfolgte die Zusammenführung der nordamerikanischen Geschäfte von Manco, Loctite und LePage. Solche und viele kleine Transaktionen brachten den Umsatz des Henkel-Konzerns zwischen 1985 und 1997 von knapp 4,8 Mrd. Euro auf mehr als 10 Mrd. Euro voran.
Wesentliches Ereignis des Jahres 1997 war der Verkauf der GFC Gesellschaft für Chemiewerte mbH mit ihrer 36,4-prozentigen Degussa-Beteiligung an die Veba AG. Henkel als einer der GFC-Gesellschafter realisierte aus dieser Transaktion einen ao. Ertrag von 495 Mill. Euro. Dieser Faktor ist auch dafür verantwortlich, dass der Überschuss 1997 höher ausfiel als das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Im Übrigen sind die Zahlen der Jahre 1996 und 1997 mit denen der Vorjahre wegen der Umstellung der Konzernrechnungslegung auf den IAS-Standard nur bedingt vergleichbar.
Die Zahlen der Jahresabschlüsse 2001 und 2002 sind von fundamentalen Veränderungen im Konsolidierungskreis von Henkel geprägt und schränken damit einen Vergleich der Geschäftsjahre stark ein. So wurde am 30. November 2001 die Firma Cognis, die das frühere Geschäftsfeld Chemieprodukte repräsentierte, verkauft. Insgesamt wurde in 2001 ein Umsatz von mehr als 3,0 Mrd. Euro veräußert. Ebenfalls verkauft wurde in 2001 der Anteil am europäischen Joint-Venture Henkel Ecolab zum Preise von 484 Mill. Euro an die amerikanische Ecolab Inc., an der Henkel seither eine Beteiligung hielt, diese aber 2008 über die Börse verkaufte.
Am 18. Juni 2007 hatte Henkel einen Aktiensplit im Verhältnis 1:3 durchgeführt, in dessen Folge die Aktienanzahl von 146 Mill. Stücken auf 438 Mill. Stücke anstieg. Bereits im Vorfeld war das Kapital aus Gesellschaftsmitteln von 373,7 Mill. Euro auf 438,0 Mill. Euro angehoben worden.
Auf der Hauptversammlung am 14. April 2008 beschlossen die Aktionäre die Umfirmierung der Henkel KGaA in Henkel AG & Co. KGaA. Als alleinige persönlich haftende Gesellschafterin trat die Henkel Management AG dabei der Henkel KGaA bei.
Aktionärsstruktur
| Familie Henkel | 53,65% |
| Streubesitz | 46,35% |
Leitende Positionen
| Vorstand (Management) | |
|---|---|
| Kasper Rorsted | Vorstand.. |
| Jan-Dirk Auris | |
| Carsten Knobel | |
| Kathrin Menges | |
| Bruno Piacenza | |
| Hans van Bylen | |
| Aufsichtsrat (Directors) | |
|---|---|
| Dr. Simone Bagel-Trah | Aufsicht.. |
| Jutta Bernicke | |
| Boris Canessa | |
| Ferdinand Groos | |
| Beatrice Guillaume-Grabisch | |
| Peter Hausmann | |
| Birgit Helten-Kindlein | |
| Prof. Dr. Michael Kaschke | |
| Mayc Nienhaus | |
| Thierry Paternot | |
| Andrea Pichottka | |
| Dr. Martina Seiler | |
| Dr. Theo Siegert | |
| Edgar Topsch | |
| Winfried Zander | |
| Dr. Kaspar von Braun | |
Beteiligungen
| Unternehmen | Bet. |
|---|