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24.05.13  18:33 Uhr

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Typ: Aktie  WKN: 580060

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IT-Berater und Spezialist für die Rekrutierung von Fachpersonal


Die GFT Technologies AG versteht sich als integrierter IT-Lösungsanbieter, der als IT-Dienstleister die Rekrutierung von IT-Fachkräften und als Softwarehersteller die wesentlichen Bereiche der digitalen Wertschöpfungskette abdeckt. Die GFT Gruppe ist mit insgesamt 19 Standorten international präsent, überwiegend in Europa, aber auch in den USA und Brasilien. Ihre IT-Lösungen sind in mehr als 30 Ländern im Einsatz. Das Unternehmen baut auf seine solide Basis von 200 aktiven Kunden, darunter 15 Weltmarktführer. Etwa zwei Drittel ihrer Erlöse erwirtschaftet die Gruppe mit Kunden aus der Finanzdienstleistungsbranche. Die Segmentberichterstattung von GFT unterscheidet die beiden Bereiche Services und Resourcing. Mit der Veräußerung des Bereichs Software im Mai 2010 wurde dieses ehemalige Segment aufgegeben.


Das Geschäftsfeld Resourcing umfasst die Vermittlung von IT-Spezialisten für Unternehmen aller Branchen. GFT sucht die passenden Experten und stellt sie den Kunden für deren Projekte zu einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis zur Verfügung. In dem hier angesiedelten Bereich Third Party Management gilt nach Unternehmensangaben die Tochtergesellschaft Emagine als führend in Deutschland. Sie übernimmt für ihre Kunden das komplette IT-Lieferantenmanagement und bringt es dabei in eine maßgeschneiderte Form. So können die Kunden Kosten senken, die Prozessqualität erhöhen und die Rechtssicherheit verbessern. GFT hat die Aktivitäten dieses Geschäftsbereiches 2007 auf die Standorte London und Zürich ausgeweitet. Nach Angaben des Unternehmens sorgen der zunehmende Fachkräftemangel am IT-Markt sowie die anhaltende Tendenz, IT-Projekte flexibel mit freiberuflichen IT-Spezialisten zu besetzen, weiterhin für ein dynamisch wachsendes Marktumfeld in diesem Segment. Bei Umsatzerlösen von 156,4 (i.V. 131,8) Mill. Euro steuerte das Segment Resourcing im Geschäftsjahr 2011 mit 57 (53)% mehr als die Hälfte zum Gesamtumsatz des Konzerns bei.


Das Segment Services umfasst Leistungen wie Beratung zu Prozess- und Softwarethemen durch die Technologie- und Branchenexperten des Unternehmens. Sind bestimmte IT-Systeme einmal eingeführt und in Betrieb, kümmert sich GFT um deren Pflege, Wartung und Optimierung. In diesem Segment blieb der Umsatz 2011 mit 115,5 (i.V. 116,5) Mill. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Die führende Position unter den IT-Anbietern im Finanzdienstleistungssektor wurde durch die erstmalige Aufnahme in das amerikanische FinTech 100 Ranking bestätigt, hieß es. Aufgrund der angespannten Lage in der Finanzdienstleistungsbranche und an den Kapitalmärkten war eine leichte Zurückhaltung bei der Investition in neue Projekte zu spüren.


Im ehemaligen Geschäftsfeld Software entwickelte und implementierte die GFT Gruppe maßgeschneiderte IT-Lösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen, besonders zur Archivierung von Dokumenten. 2008 wurde das Segment neu auf den Bereich der eMail-Archivierung ausgerichtet. Mit der selbst entwickelten Archivierungslösung "Inboxx", die auf der Archivierungsplattform Hyparchiv beruht, war die GFT Gruppe weltweit technologisch in der Spitzengruppe und adressierte einen Milliardenmarkt, der außerordentliche Wachstumsmöglichkeiten eröffne, hieß es aus dem Konzernmanagement im Jahresabschluss 2007. Das Geschäftsfeld Software wurde im Mai 2010 veräußert. Außerdem wurden sämtliche Anteile der GFT inboxx GmbH, sowie 50% der Anteile an der GFT Business Development GmbH verkauft. Erworben wurden sämtliche Geschäftsanteile an der GFT Innovations GmbH.


GFT bleibt auf Wachstumskurs


Im Geschäftsjahr 2011 konnte der Konzern mit einem Gesamtumsatz von 272,4 (i.V. 249,3) Mill. Euro den Vorjahreswert um 9,2% übertreffen und erreicht damit erneut einen Rekordumsatz. Dabei verzeichnete das Segment Resourcing das stärkste Wachstum. Hier konnte GFT von der anhaltend hohen Nachfrage nach freiberuflichen Spezialisten über alle Branchen und Länder profitieren, so das Management. Deutschland blieb mit einem Umsatzanteil von 53 (56)% der größte Markt, gefolgt von Großbritannien mit 13 (16)%, Frankreich mit 13 (9)%, Spanien mit 9 (9)%, sowie der Schweiz mit 5 (3)% und den USA mit 3 (3)%. Das Geschäft mit Kunden aus anderen Ländern trug 4 (4)% zum Umsatz bei.


Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag 2011 bei 10,49 (11,55) Mill. Euro und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Die Vertriebskosten erhöhten sich auf 7,51 (6,49) Mill. Euro. Die Verwaltungskosten stiegen ebenfalls von 5,89 Mill. Euro im Vorjahr auf 6,66 Mill. Euro im Berichtsjahr. Der Materialaufwand bestand zum Großteil aus Zukäufen von externen Mitarbeitern für das Segment Resourcing. Somit korrelierte der Anstieg des Materialaufwands auf 157,4 (142,1) Mill. Euro mit den Umsatzzuwächsen. Gleichzeitig erhöhte sich der Personalaufwand auf 82,33 (77,37) Mill. Euro. Die GFT-Gruppe hat im Bereich Forschung und Entwicklung 2,11 (1,73) Mill. Euro 22% mehr als im Vorjahr investiert. Die Abschreibungen wurden mit 1,35 (1,19) Mill. Euro angegeben. Das Zinsergebnis verringerte sich 2011 auf 0,56 (0,68) Mill. Euro, so dass sich ein Vorsteuerergebnis von 11,05 (11,36) Mill. Euro errechnete. Nach einer niedrigeren Steuerlast von 2,76 (3,58) Mill. Euro stieg der Jahresüberschuss auf 8,29 (7,77) Mill. Euro. Im Vorjahr hatten noch aufgegebene Geschäftsbereiche in Höhe von minus 0,55 Mill. Euro zu Buche gestanden. Das Ergebnis je Aktie errechnete sich laut Unternehmensangaben mit 0,31 (0,30) Euro. Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung sowie der guten Ertragslage und Liquidität haben Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorgeschlagen, erneut eine Dividende von 0,15 (0,15) Euro pro Aktie für 2011 auszuschütten.


Solider Wachstumskurs


Der Konzern will seinen soliden Wachstumskurs weiter fortsetzen und peilt das Umsatzziel von 500 Mill. Euro im Jahr 2015 an. Für das Geschäftsjahr 2012 rechnet die Gesellschaft mit einem Umsatz von 250 Mill. Euro und mit einem Vorsteuerergebnis von 12 Mill. Euro.


Die GFT Technologies AG startete dabei mit einem Umsatz- und Ergebnisrückgang in das neue Geschäftsjahr. Im ersten Quartal 2012 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 57,65 (i.V. 67,30) Mill. Euro sowie ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1,27 (2,02) Mill. Euro. Unter dem Strich lag auch der Quartalsgewinn mit 0,63 (1,35) Mill. Euro unter dem Vorjahreswert. Das Periodenergebnis je Aktie sank laut Unternehmen auf 0,02 (0,05) Euro pro Aktie. Dennoch bestätigt der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr die im Konzernabschluss 2011 getroffene Prognose.


Gegründet im Jahre 1987


Die Gesellschaft führt ihren Ursprung auf die 1987 gegründete Gesellschaft für Technologietransfer mbH zurück. Mit Gesellschafterbeschluss vom 30. Januar 1992 wurde die Firma in GFT Gesellschaft für Technologietransfer mbH umbenannt. Ende 1995 wurde die GFT Informationssysteme GmbH & Co. KG gegründet. Persönlich haftende Gesellschafterin war die GFT Informationssysteme Verwaltungs GmbH. Im August 1996 fusionierten die GFT Gesellschaft für Technologietransfer mbH und die Graphics Software GmbH mit der GFT Informationssysteme GmbH & Co. KG. Aufgrund des Gesellschafterbeschlusses vom 27. Juli 1998 wurden sämtliche Kapitalanteile der GFT Informationssysteme GmbH & Co. KG in die GFT Informationssysteme Verwaltungs GmbH eingebracht, sodass die GFT Informationssysteme Verwaltungs GmbH deren Unternehmen im Wege der Anwachsung übernahm. Am gleichen Tage wurde die Umfirmierung der GFT Informationssysteme Verwaltungs GmbH in "GFT Gesellschaft für Technologieconsulting mbH" beschlossen, die sodann in "GFT Gesellschaft für Technologieconsulting AG" umbenannt wurde.


Mit Beschluss der ao. HV vom 22. Dezember 1998 erhielt die Gesellschaft den Namen GFT Technologies AG. Zu diesem Zeitpunkt belief sich das Grundkapital auf 2,0 Mill. DM. Mit HV-Beschluss vom 5. Mai 1999 wurde das Grundkapital auf Euro umgestellt und zur Glättung auf 1,04 Mill. Euro erhöht. Des Weiteren erfolgte eine Anhebung des Grundkapitals um 4,16 Mill. auf 5,20 Mill. Euro. Die HV vom 4. Juni 1999 brachte eine Erhöhung des Grundkapitals um 1,3 Mill. auf 6,5 Mill. Euro auf den Weg. Diese 1,3 Mill. Aktien wurden zusammen mit weiteren 195.000 Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre (Greenshoe) in der Zeit vom 21. bis 24. Juni 1999 einer breiten Öffentlichkeit zur Zeichnung angeboten. Die Bookbuilding-Spanne lautete auf 20 bis 23 Euro. Als Emissionspreis wurden 23 Euro errechnet. Der erste Kurs am Neuen Markt wurde am 28. Juni 1999 mit 44 Euro festgestellt. Durch den Börsengang flossen der Gesellschaft frische Mittel von brutto rund 29,9 Mill. Euro zu.


Wesentliches Ereignis des Geschäftsjahres 2001 war die Übernahme der emagine-Gruppe aus dem Deutsche Bank-Konzern mit den Gesellschaften emagine Germany GmbH (heute GFT Financial Solutions GmbH) und emagine Iberia Consulting and Technologies, S.A. (heute GFT Iberia Solutions, S.A.). Die emagine Solutions Inc. wurde 2002 aufgelöst. Diese Gesellschaften sind mit Wirkung vom 1. August 2001 konsolidiert worden.


Heute notieren die Aktie der Gesellschaft im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.


Aktionärsstruktur

Streubesitz 51,46%
Dietz 28,08%
Dietz 9,68%
Kerber 5,00%
LBBW Asset Ma.. 4,97%
Ruetz 0,38%
Niedermaier 0,19%
Lulay 0,14%
Bernhardt 0,10%

Leitende Positionen

Vorstand (Management)
Ulrich Dietz Vorstand..
Jean-François Bodin
Marika Lulay
Dr. Jochen Ruetz
Aufsichtsrat (Directors)
Dr. Paul Lerbinger Aufsicht..
Dr. Andreas Bereczky
Andreas Bernhardt
Prof. Hans-Peter Burghof
Dr. Thorsten Demel
Dr. Peter Opitz

Beteiligungen

(an anderen Unternehmen)
Unternehmen Bet.