19.06.13 17:35:13 Uhr
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International führender Hersteller von Windkraftanlagen
Die Nordex SE (zuvor AG) mit Sitz in Rostock ist eine Management-Holding. Sie steuert und koordiniert die zwei 100%-igen Tochtergesellschaften Nordex Energy GmbH, die im Wesentlichen das Inlandsgeschäft koordiniert, und Nordex Energy B.V., die das Auslandsgeschäft der Gruppe betreibt. Die Tochtergesellschaften entwickeln, produzieren und vertreiben technologisch anspruchsvolle Windkraftanlagen der Megawatt-Klasse. Als Systementwickler übernimmt Nordex Planung und Engineering für große Anlagen und fertigt selbst die entsprechenden Steuerungen, die Elektrotechnik und die Rotorblätter. Überdies hat sich die Gruppe als Dienstleister für die Planungsphase von Windparksystemen positioniert, der geeignete Flächen findet und Windparks einschließlich Netzanschluss und Anlagen-Services technisch realisiert. Die Produktionsstätten des Konzerns befinden sich in Deutschland und in China. Berichtet wird in den drei Kontinantalsegmenten "Europa/Afrika (EMEA)", "Amerika" und "Asien".
Das Produktprogramm der Nordex AG umfasst die 1,5 MW und die Multimegawattklasse, beginnend mit der N60/N62 (1,3 Megawatt) und der S70/S77 (1,5 Megawatt) bis zu den leistungsstarken N80/N90, die mit einem Rotordurchmesser von 80 m bzw. 90 m und einer Nennleistung von 2,5 Megawatt bzw. 2,3 Megawatt zu den größten serienmäßig hergestellten Anlagen der Welt gehören. Vertriebsseitig hatte sich Nordex auf die Kernmärkte Westeuropa, USA und Fernost konzentriert. Rund 86 (i.V. 88)% der Umsatzerlöse entfielen im Geschäftsjahr 2012 auf den Bau neuer Anlagen, gut 11 (i.V. 10)% stammten aus dem Servicegeschäft.
In 2012 konnte die Nordex AG ihre Erlöse auf über 1,0 Mrd. Euro ausweiten und das Konzern-EBIT - abgesehen von Einmaleffekten - kräftig verbessern. Der Auftragsbestand zog im Jahresverlauf um insgesamt 50% auf 1,05 (0,70) Mrd. Euro an. Der Auftragseingang wuchs gleichzeitig auf das Rekordniveau von 1,27 (1,11) Mrd. Euro. Aufgrund der nicht ausgelasteten Produktionskapazitäten in den USA und China wurden jedoch Restrukturierungen erforderlich, die das Ergebnis des Konzerns im abgeschlossenen Geschäftsjahr mit insgesamt rund 75,0 Mill Euro belasteten.
Der Umsatzanstieg resultierte nach Unternehmensangaben in erster Linie aus einem starken Geschäft in der Region "EMEA", in der die Erlöse um 28% anstiegen. In den USA und Asien hingegen schrumpften die Erlöse deutlich. Die installierte Leistung von Nordex-Anlagen ging im abgeschlossenen Geschäftsjahr auf insgesamt 919,7 (969,9) MW zurück.
Das größte Segment für Nordex ist "Europa/Afrika", das sich im Geschäftsjahr 2012 als einziges positiv entwickelte. Insgesamt wuchsen die Erlöse des Segments auf 868,9 (729,2) Mill. Euro. Mit einer installierten Leistung von 117,2 (46,4) MW behauptete sich Großbritannien als stärkster nationaler Markt des Segments. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) schoss auf 40,01 (11,54) Mill. Euro. Gleichzeitig zog der Auftragseingang des Segments zum Bilanzstichtag 2012 um fast 42% auf 1,19 (0,86) Mrd. Euro an. Neben Südafrika bildeten nach Unternehmensangaben vor allem die Märkte in Großbritannien, Irland, Deutschland, der Türkei und Osteuropa die Basis für den gestiegenen Auftragseingang.
Im Segment "Amerika" erzielte Nordex im Geschäftsjahr 2012 Erlöse von 191,6 (200,6) Mill. Euro. Zwar realisierte Nordex im Berichtszeitraum den Markteintritt in Uruguay, gleichzeitig konnte aber wegen der Unsicherheit über das US-amerikanische Anreizprogramm für Windenergie kein einziger Neuauftrag in den UUSA gewonnen werden. Vor Zinsen und Steuern fiel das Segmentergebnis auf minus 34,20 (minus 0,64) Mill. Euro. Der Auftragseingang erreichte zum Jahresende 57 (231) Mill. Euro und blieb damit um 75% unter dem Vorjahreswert.
Von großer Bedeutung ist auch das Segment "Asien". Aufgrund der stark wachsenden Nachfrage in Asien baut Nordex seit 2006 die Gondel- und Rotorblätter der Windkraftanlagen vom Typ S70/S77 in China, um den asiatischen Markt von dort aus bedienen zu können. Da es in China für internationale Anbieter nach wie vor schwierig ist, sich gegenüber den staatlich subventionierten nationalen Wettbewerbern durchzusetzen, wurde das chinesische Rotorblattwerk in Dongying aufgrund nicht ausgelasteter Kapazitäten im Geschäftsjahr 2012 geschlossen. Die Segmenterlöse gingen in 2012 entsprechend weiter auf 14,83 (41,51) Mill. Euro zurück. Das Segment-EBIT stürzte auf minus 40,03 (minus 6,88) Mill. Euro. Der Auftragseingang stagnierte bei 19 (20) Mill. Euro.
Restrukturierung treibt das Ergebnis noch tiefer in die roten Zahlen
Infolge von Restrukturierungsaufwendungen fiel das Konzernergebnis der Nordex SE im abgeschlossenen Geschäftsjahr tiefer in die Verlustzone. Dabei legte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Nachdem Nordex in den beiden Vorjahren Geschäftsvolumen eingebüßt hatte, wuchsen die Erlöse des Windkraftanlagenbauers im Geschäftsjahr 2012 um 16,8% auf 1,08 (i.V. 0,92) Mrd. Euro. Davon entfielen auf "Europa/Afrika" 80,1 (74,6)%, 17,8 (21,6)% entfielen auf "Amerika" und lediglich 1,4 (4,6)% auf "Asien".
Die Gesamtleistung des Konzerns summierte sich auf 1,10 (0,92) Mrd. Euro. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen fiel mit minus 87,21 (minus 88,53) Mill. Euro etwas besser aus als im Vorjahr. Gleichzeitig wuchs der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Viertel auf 865,3 (692,6) Mill. Euro. Der Personalaufwand hingegen wurde um minus 4,9% auf 140,2 (147,4) Mill. Euro gedrosselt. Die Abschreibungen stiegen mit einem Plus von mehr als 150% ebenfalls kräftig auf 70,34 (27,77) Mill. Euro. Alles in allem fiel das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) mit minus 61,10 (minus 29,73) Mill. Euro noch tiefer in die roten Zahlen als im Vorjahr. Laut Management sind darin einmalige Sonderaufwendungen von insgesamt 75,0 (19,4) Mill. Euro enthalten, die das operative Ergebnis belasteten. Ohne Einmaleffekte verbesserte sich das EBIT auf plus 14,0 (minus 7,6) Mill. Euro. Beim Zinsergebnis schlug ein Minus von 23,34 (minus 16,66) Mill. Euro zu Buche. Das Beteiligungsergebnis verbesserte sich mit minus 0,71 (minus 1,17) Mill. Euro gegenüber dem Vorjahr deutlich, blieb jedoch negativ.
So summierte sich das Ergebnis vor Steuern auf einen Fehlbetrag von minus 90,96 (minus 47,95) Mill. Euro. Bei einem gestiegenen Steueraufwand von 3,46 (1,52) Mill. Euro fiel das Nettoergebnis auf minus 94,42 (minus 49,47) Mill. Euro. Nach marginalen Fremdanteilen verbuchte Nordex für das Geschäftsjahr 2012 unter dem Strich einen Konzernjahresverlust von minus 93,88 (minus 48,45) Mill. Euro. Davon sind minus 6,49 Mill. Euro eingestellten Geschäftsbereichen zuzuschreiben. Wie bislang üblich sollen die Aktionäre auf eine Dividende verzichten.
Restrukturierung treibt das Ergebnis noch tiefer in die roten Zahlen
Infolge von Restrukturierungsaufwendungen fiel das Konzernergebnis der Nordex SE im abgeschlossenen Geschäftsjahr tiefer in die Verlustzone. Dabei legte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Nachdem Nordex in den beiden Vorjahren Geschäftsvolumen eingebüßt hatte, wuchsen die Erlöse des Windkraftanlagenbauers im Geschäftsjahr 2012 um 16,8% auf 1,08 (i.V. 0,92) Mrd. Euro. Davon entfielen auf "Europa/Afrika" 80,1 (74,6)%, 17,8 (21,6)% entfielen auf "Amerika" und lediglich 1,4 (4,6)% auf "Asien".
Die Gesamtleistung des Konzerns summierte sich auf 1,10 (0,92) Mrd. Euro. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen fiel mit minus 87,21 (minus 88,53) Mill. Euro etwas besser aus als im Vorjahr. Gleichzeitig wuchs der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Viertel auf 865,3 (692,6) Mill. Euro. Der Personalaufwand hingegen wurde um minus 4,9% auf 140,2 (147,4) Mill. Euro gedrosselt. Die Abschreibungen stiegen mit einem Plus von mehr als 150% ebenfalls kräftig auf 70,34 (27,77) Mill. Euro. Alles in allem fiel das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) mit minus 61,10 (minus 29,73) Mill. Euro noch tiefer in die roten Zahlen als im Vorjahr. Laut Management sind darin einmalige Sonderaufwendungen von insgesamt 75,0 (19,4) Mill. Euro enthalten, die das operative Ergebnis belasteten. Ohne Einmaleffekte verbesserte sich das EBIT auf plus 14,0 (minus 7,6) Mill. Euro. Beim Zinsergebnis schlug ein Minus von 23,34 (minus 16,66) Mill. Euro zu Buche. Das Beteiligungsergebnis verbesserte sich mit minus 0,71 (minus 1,17) Mill. Euro gegenüber dem Vorjahr deutlich, blieb jedoch negativ.
So summierte sich das Ergebnis vor Steuern auf einen Fehlbetrag von minus 90,96 (minus 47,95) Mill. Euro. Bei einem gestiegenen Steueraufwand von 3,46 (1,52) Mill. Euro fiel das Nettoergebnis auf minus 94,42 (minus 49,47) Mill. Euro. Nach marginalen Fremdanteilen verbuchte Nordex für das Geschäftsjahr 2012 unter dem Strich einen Konzernjahresverlust von minus 93,88 (minus 48,45) Mill. Euro. Davon sind minus 6,49 Mill. Euro eingestellten Geschäftsbereichen zuzuschreiben. Wie bislang üblich sollen die Aktionäre auf eine Dividende verzichten.
Die Wurzeln in der Nordex Energy GmbH
Gegründet wurde die Nordex SE am 25. August 2000 unter der Firma Taifun AG von der Borsig Energy GmbH mit einem Grundkapital von 50.000 Euro. Den Planungen zufolge sollte die Taifun AG als Holdinggesellschaft für die gesamten Windkraftaktivitäten der Balcke-Dürr-Gruppe fungieren, die aus der Nordex Energy GmbH (inkl. der ausländischen Vertriebstöchter), der Südwind Energy GmbH, der Nordex Automation GmbH, der Nordex Rotor GmbH und der Nordex Planungs- und Vertriebsgesellschaft mbH bestanden. Wirtschaftlich hat die Nordex-Gruppe ihren Ursprung in der im Jahr 1991 unter der Firma Nordex Energieanlagen GmbH gegründeten Nordex Energy GmbH, die von Beginn an Windkraftanlagen herstellt und vertreibt.
Mit Einbringungs- und Übertragungsvertrag vom 23. November 2000 vereinbarten die Borsig Energy GmbH und die dänische Nordvest A/S mit der Gesellschaft, sämtliche von ihnen gehaltene Geschäftsanteile an ihren im Bereich Windkraft tätigen Gesellschaften in die Taifun AG gegen Ausgabe neuer Aktien einzubringen. In dem Einbringungs- und Übertragungsvertrag traten die Borsig Energy GmbH alle von ihr gehaltenen Anteile an der Nordex Energy GmbH, der Südwind Energy GmbH, der Nordex Rotor GmbH, der Nordex Automation GmbH sowie der Nordex Planungs- und Vertriebsgesellschaft mbH und die Nordvest A/S alle von ihr gehaltenen Anteile an der Nordex Energy GmbH an die Taifun AG ab, die damit sämtliche Anteile an den vorgenannten Gesellschaften erwarb. Im Zuge dieser Transaktion wurde das Grundkapital um 34,0 auf 34,05 Mill. Euro erhöht. Die HV vom 21. Februar 2001 beschloss sodann eine Kapitalerhöhung um bis zu 18,00 Mill. auf bis zu 52,05 Mill. Euro.
Diese 18,0 Mill. Aktien wurden zusammen mit 18,0 Mill. Aktien aus Altaktionärsbesitz (davon 4,7 Mill. Aktien per Greenshoe) in der Zeit vom 20. bis 30. März 2001 einer breiten Öffentlichkeit zur Zeichnung angeboten. Die Bookbuilding-Spanne lautete auf 9 bis 11,50 Euro. Als Emissionspreis wurden 9 Euro errechnet. Der erste Kurs am Neuen Markt wurde am 2. April 2001 mit 9 Euro festgestellt. Durch den Börsengang flossen der Gesellschaft frische Mittel von brutto rund 162 Mill. Euro zu.
Vom 1. November bis 31. Dezember 2004 legte das Unternehmen ein Rumpfgeschäftsjahr ein. Im Geschäftsjahr 2003/04 (30.09.) waren die Umsatzerlöse um rund 13% gestiegen. Der Umsatzvergleich zum Vorjahr ist jedoch nur eingeschränkt möglich, weil Nordex zum 1. Juli 2003 eine restriktivere Anwendung der so genannten Percentage-of-Completion Methode eingeführt hat.
Durch eine im März 2005 erfolgte Barkapitalerhöhung um 41,64 Mill. Euro wurde die Finanzlage der Gruppe entscheidend gestärkt. Am 13. Mai 2005 hat der Vorstand die Durchführung der von der Hauptversammlung am 21. Februar 2005 beschlossenen Sachkapitalerhöhung im Zuge eines Debt-to-Equity Swaps initiiert. Durch die Umwandlung der Bankverbindlichkeiten in Höhe von ca. 28 Mill. Euro in Eigenkapital im Zuge des Tauschs in rund 12 Mill. neue Aktien wurde das Unternehmen wesentlich entschuldet. Im Mai 2006 erhöhte das Unternehmen das Grundkapital um 5.526.182 neue Aktien auf 64.345.000 Euro. Hieraus flossen Nordex etwa 70 Mill. Euro zur Finanzierung des weiteren Wachstums zu. Im Juli 2007 platzierte die Nordex SE 2.500.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu einem Ausgabebetrag von 30,30 Euro je Aktie. Aus der Kapitalerhöhung flossen dem Konzern nach Abzug der Transaktionskosten etwa 73,9 Mill. Euro neue Eigenmittel zu. Sie wurden im Zuge weiteren Wachstums für Erweiterungsinvestitionen verwandt.
Am 4. März 2010 firmierte die Gesellschaft von Nordex AG in Nordex SE um. Heute notieren die Aktien der Gesellschaft im TecDax der Frankfurter Wertpapierbörse.
| Streubesitz | 75,00% |
| Skion/momentu.. | 24,99% |
| Ziebart | 0,01% |
| Vorstand (Management) | |
|---|---|
| Dr. Jürgen Zeschky |
Vorstands- vorsitzender |
| Lars Bondo Krogsgaard | |
| Ulric Bernard Schäferbarthold | |
| Dr. Marc Sielemann | |
| Aufsichtsrat (Directors) | |
|---|---|
| Dr. Wolfgang Ziebart |
Aufsichtsrats- vorsitzender |
| Jan Klatten | |
| Dr. Dieter G. Maier | |
| Martin Rey | |
| Annette Stieve | |
| Unternehmen | Bet. |
|---|