18.06.13 08:03:42 Uhr
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Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) S.A. ist eine weltweit agierende spanische Finanzgruppe, die in Spanien und in Lateinamerika ein dichtes Zweigstellennetz unterhält und die in den Bereichen Retail Banking, Wholesale Banking & Asset Management (WB&AM) und Private Banking agiert. Hinzu kommen Aktivitäten im Bereich Versicherung und Immobilien. Das operative Geschäft der Bankengruppe teilt sich in die fünf Business Areas Spanien, Eurasia, Mexiko, Südamerika und USA. Hinzu kommen Konzernaktivitäten (Corporate Activities). Generell steht das Geschäft in Mexiko und Kolumbien wie auch im übrigen Lateinamerika im Fokus der Wachstumsstrategie. Die Gruppe beschäftigt in den 7.457 (i.V. 7.361) Zweigstellen in mehr als 30 Ländern gut 110.000 Mitarbeiter, die rund 47 Mill. Kunden betreuen.
Der Bereich WB & AM (Wholesale Banking and Assets Management) umfasst die drei Einheiten Corporate and Investment Banking (C&IB), Global Markets (GM) und Asset Management (AM). In der Einheit C&IB sind dabei die Bereiche Unternehmensfinanzierung und Investment Banking wie auch globale Transaktionen angesiedelt. In der Einheit GM ist die Konzeption, Strukturierung, der Verkauf und das Risikomanagement von Marktprodukten zusammengefasst, die in diversen Märkten gehandelt werden. Das Asset Management steht für die Betreuung von Fonds, Pensionsfonds wie auch die Fonds-Plattform für Dritte, Quality Funds.
Das Segment Spanien umfasst das Retailgeschäft mit Privat- und vermögenden Kunden wie auch das Geschäft mit kleinen Unternehmen, Selbständigen und Einzelhändlern. Hinzu kommen die Bereiche Corporate and Business Banking (CBB), der kleine und mittelständische Unternehmen wie auch den öffentlichen Sektor adressiert, der Bereich Corporate and Investment Banking (C&IB) mit großen und internationalen Konzernen wie auch der Bereich Global Markets (GM), der Treasury- und Vertriebsaktivitäten in Spanien abdeckt. Ergänzt wird das Geschäft von der BBVA Seguros (Versicherungen) und dem Asset Management, das spanische Publikums- und Pensionsfonds managt.
Im Segment Eurasia findet sich hingegen das Geschäft im übrigen Europa und Asien wieder, das 2010 noch in den Bereich Spanien und Portugal gefallen war. Neben der BBVA Portugal, dem Bereich Konsumenten-Kredite Italien und Portugal und dem Kundengeschäft der Zweigstellen in Paris, London und Brüssel gehören auch die Bereiche Wholesale Banking & Asset Management (WB&AM) hierzu. Hinzu kommen des Weiteren der Bereich C&IB, der Bereich Märkte wie auch die Beteiligungen an den beiden chinesischen Kreditinstituten CNCB, und CIFH wie auch die an der türkischen Garanti Bank. BBVA arbeitet seit November 2006 über ein Joint Venture mit der drittgrößten chinesischen Handelsbank CNCB sowie der Citic International Financial Holdings (CIFH) in Hongkong zusammen. Zum Jahresende 2011 hielt BBVA 29,68% an der CIFH und 15% an der CNCB. Diese Transaktion war das bis dato größte bisherige spanische Engagement in China, wodurch BBVA zu einer der größten internationalen Gruppen im chinesischen Markt avancierte. Neben den Repräsentanzen in Beijing, Shanghai und Hong Kong bestehen Vertretungen in Tokyo, Seoul, Singapur, Taipei und Sydney.
Im Segment Mexiko fasst die Gruppe ihre Aktivitäten in Mexiko zusammen. Zwischen 2008 und 2009 war die Business Area Mexiko mit der Business Area USA zusammengefasst. Der Bereich deckt neben dem üblichen Bankgeschäft das Pensionsmanagement und den Versicherungsbereich ab.
Im Segment Südamerika ist das gesamte Bankengeschäft in Südamerika (Argentinien, Chile, Kolumbien, Peru, Panama, Paraguay, Uruguay und Venezuela) zusammengefasst. Das Pensions- und Versicherungsgeschäft rundet hier das Aktionsspektrum ab. 2005 sicherte die BBVA sich mit der Übernahme der kolumbianischen Granahorrar eine starke Stellung im Hypothekenmarkt.
Das Segment USA deckt neben dem Bankgeschäft das Pensionsmanagement und den Versicherungsbereich in den USA und Puerto Rico ab. In den USA expandierte die Gruppe mit dem Kauf der kalifornischen Valley Bank und der texanischen Laredo National Bankshares. 2006 erfolgte zudem die Akquisition der Texas State Bank und der State National Bank in den USA. Seit dem 7. September 2007 hält BBVA 100% der Compass Bancshares, einer der größten Banken im Süden der USA.
In den Corporate Activities sind neben dem Finanzmanagement alle Holding-Funktionen, die Industrie- und Finanzbeteiligungen wie auch inländische Immobilienprojekte angesiedelt.
2011 konnte die BBVA einen Anteil an der türkischen Garantie Bankasi AS von 25,01% (Stand Ende 2011) zu einem Kaufpreis von 4,41 Mrd. Euro erwerben. Die türkische Bank wurde ab März 2011 konsolidiert. Ebenso konnte die Credit Uruguay Banco und die Finanzia Banco de Credito SAU erworben werden.
2011 gab der Zinsüberschuss im Konzern leicht um 1,2% auf 13,16 (13,32) Mrd. Euro nach. Dabei verbuchte Spanien einen Zinsüberschuss von 4,40 (4,88) Mrd. Euro, Eurasia von 801,0 (345,0) Mill. Euro und Mexiko von 3,83 (3,69) Mrd. Euro. Während BBVA in Südamerika auf 3,16 (2,50) Mrd. Euro wachsen konnte, gab das Geschäft in den USA auf 1,59 (1,79) Mrd. Euro nach. Nachdem der Bereich Corporate Activities im Vorjahr noch einen Zinsüberschuss von 121,0 Mill. Euro verbuchte, stand 2011 ein negatives Zinsergebnis von minus 621,0 Mill. Euro zu Buche. Der Provisionsüberschuss konnte leicht um 0,5% auf 4,56 (4,54) Mrd. Euro wachsen. Zusätzlich konnten Dividenden in Höhe von 562,0 (529,0) Mill. Euro eingenommen werden. Diese resultierten hauptsächlich aus einer Beteiligung an dem spanischen Telekommunikationsanbieter Telefonica. Allerdings schrumpfte das Handelsergebnis auf 1,11 (1,44) Mrd. Euro. Dabei stiegen die Kostenpositionen deutlich an. So gab BBVA für die Verwaltung 3,79 (3,39) Mrd. Euro und für das Personal 5,31 (4,81) Mrd. Euro aus. Nach einem Beteiligungsergebnis hauptsächlich aus der at Equity-Beteiligung an CNCB von 600,0 (335,0) Mill. Euro, sackte das Vorsteuerergebnis um 41,3% auf 3,77 (6,42) Mrd. Euro zusammen. Nachdem die Steuern auf 0,29 (1,43) Mrd. Euro zurückgefahren werden konnten, blieb nach Anteilen Dritter von minus 481,0 (minus 389,0) Mill. Euro ein Konzernjahresüberschuss, der auf 3,00 (4,61) Mrd. Euro zusammenschmolz. Das entspricht einem Minus von 34,8%. Das Segment Spanien hatte hieran einen Anteil von 1,36 (2,26) Mrd. Euro, Eurasia von 1,03 (0,59) Mrd. Euro, Mexiko von 1,74 (1,71) Mrd. Euro und Südamerika von 1,01 (0,89) Mrd. Euro. Die USA verbuchten einen Verlust von minus 722,0 (plus 239,0) Mill. Euro. Der Bereich Corporate Activities trug zudem mit einem Minus von 1,41 (minus 1,07) Mrd. Euro zum Ergebnis bei. Der Konzern gibt das Ergebnis je Aktie mit 0,64 (1,14) Euro an. Die Dividende war mit 0,42 Euro je Aktie zu den Vorjahren konstant.
Die Rate der faulen Kredite lag 2011 bei 4,0 (4,1)%. Die Eigenkapitalquote gibt die Bank mit 10,3 (9,6)% an. In Spanien verbuchte das Geldhaus Impairment-Verluste auf Finanzanlagen von 1,71 (1,32) Mrd. Euro. Nachdem die Europäische Bankenausficht (EBA) im Herbst 2011 neue Eigenkapitalvorschriften erlassen hatte, tat sich bei der BBVA eine Kapitallücke von 6,33 Mrd. Euro auf. Im Januar 2012 reichte die Bank der EBA und der Bank of Spain einen Plan ein, wie diese Lücke geschlossen werden könnte. Auf dem Plan steht auch die Ausgabe von nachrangigen Wandelanleihen. Sollte dieses Vorhaben erfolgreich durchgesetzt werden, müsste BBVA keine staatlichen Hilfsgelder in Anspruch nehmen.
Die Geschichte der Finanzgruppe reicht 150 Jahre zurück, als 1857 der Handelsausschuss die Banco de Bilbao als Emissions- und Diskontbank ins Leben rief. 1901 wurde sodann die Banco de Vizcaya gegründet, die sich zu einer eigenständigen Gruppe entwickelte, schließlich aber mit der Banco de Bilbao die BBV bildete, die 1999 mit der Argentaria zur BBVA fusionierte. Seit den 1970'er Jahren hatte sich das Geschäft der beteiligten Banken internationalisiert. Es wurden zunehmend auch ausländische Kreditinstitute übernommen und integriert. Das Unternehmen ist im spanischen IBEX-35 und dem Eurostoxx 50 notiert.
| Streubesitz | 71,67% |
| Chase Nominee.. | 7,21% |
| State Street .. | 6,72% |
| Capellán | 5,05% |
| Bank of New Y.. | 4,90% |
| BlackRock, Inc. | 4,45% |
| Vorstand (Management) |
|---|
| Aufsichtsrat (Directors) |
|---|
| Unternehmen | Bet. |
|---|---|
| TELEFONICA S.A. | 5,75% |
| BOLSAS Y MERC.. | 5,03% |