19.06.13 15:12:28 Uhr
2,08 EUR
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| Ausgabepreis | 8,00 EUR |
| Erster Kurs am 17.07.02 |
8,15 EUR |
| Preisbildung | Bookbuilding |
| Preisspanne | 8,00 - 9,50 EUR |
| Emissionsvol. | 12.000.000 |
| Greenshoe | 150.000 |
| Ausgeübter G. | 0 |
| Datum | Dokument | Nachricht |
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Die Solar-Fabrik AG für Produktion und Vertrieb von solartechnischen Produkten produziert am Firmensitz in Freiburg Module und Systeme zur Stromgewinnung aus Sonnenlicht (Photovoltaik) auf Basis von mono- und polykristallinem Silizium. Anfang 2009 wurde ein drittes, hoch automatisiertes Werk in Betrieb genommen, das die Gesamtkapazität der Solar-Fabrik auf insgesamt 130 Megawatt jährlich erhöhte. Die Gesellschaft produziert kleinere und mittelgroße Anlagen und vertreibt ihre Produkte eigenständig. Dabei zeichnen sich die Module durch hohe Wirkungsgrade und Langlebigkeit aus, so das Unternehmen. Das operative Geschäft untergliederte sich in die Segmente "Solarstromsysteme", "Installation" und "Stromerzeugung". 2011 fiel die Entscheidung, sich künftig aus der Produktion von Solarzellen zurückzuziehen.
Die Ursache für den noch relativ geringen Marktanteil sieht die Gesellschaft im frühen Entwicklungsstand der Photovoltaik. Hohe, noch nicht kompensierte Investitionskosten in die technologische Weiterentwicklung und die relativ kleine Stückzahl produzierter Photovoltaik-Anlagen beschränkten laut Solar-Fabrik in der Vergangenheit stark die Anwendungsbereiche.
Nach Angaben der Solar-Fabrik hat die Photovoltaik aktuell Stromgestehungskosten (Kosten pro erzeugte kWh Strom) zwischen ca. 0,75 Euro/kWh und ca. 0,83 Euro/kWh. Damit ist die Photovoltaik bei Kleinanlagen aus technologischer und ökonomischer Sicht nicht wettbewerbsfähig. Im Vergleich dazu liegen die Stromgestehungskosten der anderen Erneuerbaren Energien deutlich darunter: Wasserkraft zwischen 0,02 Euro /kWh und 0,07 Euro /kWh, Windenergie zwischen 0,06 Euro/kWh und 0,10 Euro/kWh.
Um gegenüber konventioneller Stromerzeugung konkurrenzfähig zu sein, müssen nach Angaben der Solar-Fabrik die Kosten von Photovoltaik-Systemen und von Solarzellen nach heutigen Stromgestehungskosten noch um mindestens einen Faktor 3 bis 5 verringert werden. Royal Dutch/Shell stellt in seiner Studie "Sustained Growth" (2001) die Prognose auf, dass die Photovoltaik bis ca. zum Jahr 2015 mit Strommarktpreisen konkurrieren kann.
Nach Angaben der European Photovoltaic Industry Association ("Solar Electricity 2010", 2001) lag das durchschnittliche jährliche Wachstum des Photovoltaikmarktes von 1991 bis 1996 bei knapp 10%. Erst die massive politische Förderung der Photovoltaik auf nationaler wie internationaler Ebene führte zum starken Kapazitätsaufbau durch die Industrie. 1997 steigerte sich das Wachstum aufgrund dieser Förderung auf 41,6%. Im Jahr 1998 ging es wieder auf 21,1% zurück, um in den Jahren 1999, 2000 und 2001 konstant mit über 30% zu wachsen.
Darüber hinaus hat der Solarzellenhersteller RWE Solar GmbH, einer der beiden Lieferanten der wichtigsten Ressource für den Solarstrom-Modulbau, als Kunde an Bedeutung gewonnen. Eine entgegengesetzte Entwicklung zu den Solarzellenherstellern zeigt die Entwicklung des Umsatzanteils mit Betreibern (Unternehmen die Solarkraftwerke finanzieren, realisieren und betreiben und den produzierten Strom an Wirtschaftsbetriebe und Energieversorgungsunternehmen (EVU) verkaufen). Einziger Kunde aus diesem Segment ist laut Auskunft der Gesellschaft die S.A.G. Solarstrom AG.
quirin bank AG
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Konsortionalführer
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LB Baden Württemberg
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Konsortiumsmitglied
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Die Solar-Fabrik beabsichtigt, die heute bereits bestehenden Vertriebsstrukturen in Deutschland, Österreich, Luxemburg, Italien und in den Niederlanden zu intensivieren und zu optimieren. Zu diesem Zweck sollen in Deutschland insbesondere die nord- und ostdeutschen Bundesländer über den eigenen Vertrieb und die genannten europäischen Nachbarstaaten über Kooperationen mit regionalen Fachhändlern oder Importeuren weiter erschlossen werden.Mittelfristig ist die weitere Ausdehnung nach Frankreich und Spanien geplant. Langfristig soll die Expansion in neue, sich erst öffnende Märkte weltweit forciert werden, die überwiegend in Schwellen- und Entwicklungsländern liegen. So sollen laut Solar-Fabrik z.B. Südafrika, Brasilien, China, Indien, Kenia oder Marokko einerseits durch ein direktes Projektgeschäft und andererseits durch Kooperation mit lokalen Partnern erschlossen werden.
Die Gesellschaft geht gestützt auf Branchenstudien von einer zukünftigen Steigerung der Nachfrage nach Solarstrom-Modulen aus. Um eine Steigerung der Produktion sicherzustellen, plant die Gesellschaft mittelfristig, bestehende Kapazitäten durch die Errichtung von neuen Fertigungsanlagen sukzessive zu erhöhen.
Das bereits vorhandene Know-how aus der Produktion von Solarstrom-Modulen soll mittelfristig genutzt werden, um die Geschäftstätigkeit auf verwandte Produkt- oder Anwendungsbereiche auszudehnen. So plant die Gesellschaft, die nach eigenen Angaben bereits technisch fertig entwickelten neuen Produkte, wie die solare Wasseraufbereitungsanlage WATERpps, die Solar Home Stations oder Indachsysteme oder Fassadenmodule forciert in den Markt einzuführen.
Über diese Aktivitäten hinaus plant die Solar-Fabrik AG nach eigenen Angaben im geringen Außmaß Akquisitionen zu tätigen oder Kooperationen im In- und Ausland einzugehen