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Nordex Aktie

WKN: A0D655 ISIN: DE000A0D6554


40.64  EUR
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Börse
Stand 08.06.26 - 17:36:43 Uhr
KGVe 21,4405
DIVe 0,49 %
Realtime
Hinweis: Die angezeigten Daten wurden am Ersten Handelstag fixiert (02.04.01).

Erster Handelstag

Ausgabepreis 9,00 EUR
Erster Kurs
am 02.04.01
9,00 EUR

Emissionsdaten

Preisbildung Bookbuilding
Preisspanne 9,00 - 11,50  EUR
Emissionsvol. 281.700.000
Greenshoe 5.374.109
Ausgeübter G. 5.374.108

Veröffentlichungen

Datum Dokument Nachricht

Kurzportrait

Die Nordex SE steuert als Management-Holding die beiden vollkonsolidierten Tochtergesellschaften Nordex Energy GmbH, die im Wesentlichen für das Inlandsgeschäft verantwortlich ist, und Nordex Energy BV, die das Auslandsgeschäft der Gruppe betreibt. Die Tochtergesellschaften entwickeln, produzieren und vertreiben technologisch anspruchsvolle Onshore-Windkraftanlagen der Multimegawatt-Klasse. Als Systementwickler übernimmt Nordex die Planung und das Engineering für große Anlagen und fertigt selbst die Steuerungen, die Elektrotechnik, die Maschinenhäuser und die Rotorblätter. Überdies hat sich die Gruppe als Dienstleister für die Planungsphase von Windparksystemen positioniert, der geeignete Flächen findet und Windparks einschließlich Netzanschluss und Anlagen-Services technisch realisiert. Die Produktion erfolgt vorwiegend in Deutschland. Das Unternehmen verfügt über eine Produktionskapazität von deutlich mehr als sechs GW.
Quelle: AfU Research GmbH

Marktvolumen

Der Weltmarkt für die Hersteller von Windkraftanlagen ist angebotsseitig oligopolistisch geprägt, während die Nachfrage sowohl im Weltmaßstab als auch auf Länderebene und in den Regionen stark fragmentiert ist. Der Markt für Windkraftanlagen ist ein Wachstumsmarkt und war insbesondere in den 90er Jahren von zum Teil rapidem Wachstum gekennzeichnet.

Das Jahr 2000 war durch ein geringes Wachstum geprägt, ausgelöst durch Sondereinflüsse in den bedeutenden Windkraftmärkten USA und Spanien und bedingt durch steuerliche Einflüsse und ungewöhnlich lange Genehmigungsverfahren. In 2001 erwarten die Windkraftanlagenhersteller jedoch ein umso stärkeres Wachstum, sowohl hinsichtlich der Anzahl der Anlagen als auch bezüglich des Umsatzes.

Wesentliche Treiber des Wachstums waren in den letzten Jahren neben günstigen steuerrechtlichen und umweltrechtlichen Bedingungen vor allem die ständige Verbesserung des Wirkungsgrads der Windkraftanlagen sowie ein beständiger Trend zu immer größeren und leistungsstärkeren Anlagen.

Neben den Anbietern von Windkraftanlagen selbst ist auch die Anzahl der Zulieferer sensibler Komponenten für Windkraftanlagen, wie z. B. von Rotorblättern, begrenzt. Auch insoweit haben sich oligopolistische Strukturen herausgebildet, so daß das Hinzutreten oder die Insolvenz eines bedeutenden Zulieferers spürbare Auswirkungen auf das Preisgefüge einzelner Hersteller von Windkraftanlagen haben kann.

Der Markt für Windkraftanlagen ist eng verknüpft mit dem Markt für Stromerzeugung aus regenerativen Energien. In der Vergangenheit stieg der Anteil regenerativer Energien am Gesamtstromverbrauch in Deutschland von rund 4,6% im Jahr 1997 auf rund 6% im Jahr 1999 und betrug 5.528 Mio. kW/h (Elektrizitätswirtschaft 1999 (2000), Heft 24).

Nach einer Studie der BTM Consult ApS vom März 2000 soll die weltweit neuinstallierte Megawatt-Leistung bis zum Jahr 2004 von 3.922 Megawatt in 1999 auf 9.175 Megawatt in 2004 wachsen, dies entspricht rund 234%. Nach dieser Studie soll die erhöhte Wirtschaftlichkeit von Windkraftanlagen unter Berücksichtigung der Umweltaspekte zu einem weltweiten durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund 18,8% pro Jahr führen.

Nach einer Studie der internationalen Energie Agentur in Paris (IEA) (World Energy Outlook 2000) soll der weltweite Stromverbrauch in der Zeit vom Jahr 2000 bis 2010 um rund 32% auf 19.989 TWh steigen. Nach den vorläufigen Zahlenangaben der bisher nicht veröffentlichenten Studie der BTM Consult ApS 2001 für das Jahr 2000 soll die Produktion von Strom aus Windkraft von erwarteten rund 40,73 TWh im Jahre 2000 auf rund 392,45 TWh im Jahre 2010 steigen. Im vergleich der beiden Studien würde der Anteil von Strom aus Windenergie von ca. 0,27% (2000) auf rund 1,96% (2010) steigen.

Kunden

Die Kunden der Nordex Gruppe sind überwiegend Betreiber von Windkraftanlagen. Hierunter fallen Publikumsfonds, deren Gegenstand der Betrieb von Windparks ist, zum Teil handelt es sich hierbei um börsennotierte Gesellschaften, wie zum Beispiel die börsennotierten Gesellschaften Energiekontor AG und Plambeck Neue Energien AG, die ausschließlich oder überwiegend Strom aus erneuerbaren Energien produzieren.

Die Nordex Gruppe hat mit ihren 10 größten Kunden im Geschäftsjahr 1999/2000 rund 54% ihres Umsatzes (ca. EUR 147 Mio.) erzielt, wobei der Umsatz des größten Kunden im Geschäftsjahr 1999/ 2000 rund 10,2% betrug. Als Großkunden der Nordex Gruppe sind insbesondere die Prokon GmbH, der Windpark Ihlewitz und Boreas Energie GmbH zu nennen, mit denen die Nordex Gruppe im Geschäftsjahr 1999/2000 ca. 25% ihres Umsatzes getätigt hat, wobei auf die Prokon GmbH rund 10,2%, auf den Windpark Ihlewitz ca. 7,6% und auf Boreas Energie GmbH rund 7,2% des Umsatzes entfiel. Im Geschäftsjahr 1998/1999 entfiel auf die drei größten Kunden (Energiekontor, Prokon und seeba) ein Anteil von rund 19,7% des Umsatzes.

Auf der Beschaffungsseite setzt Nordex in der Produktion überwiegend Standardteile ein, für die mehrere verschiedene Hersteller oder Händler als Lieferanten in Betracht kommen. Grundsätzlich verfolgt die Gesellschaft über eine Mehrlieferantenstrategie das Ziel, für jedes Teil mindestens 2 Lieferanten zu haben und erreicht dadurch eine geringere Abhängigkeit von Lieferanten und eine vergleichsweise niedrige Ressourcenbindung.

Bankenkonsortium

Dresdner Bank/Dresdner ..
( Konsortialführer )

WestLB Panmure
( Konsortialführer )

Bayerische Hypo- und Ve..
( Konsortiumsmitglied )

BHF-Bank AG
( Konsortiumsmitglied )

Commerzbank
( Konsortiumsmitglied )

Strategie & Entwicklung

Das übergeordnete strategische Ziel von Nordex ist es, ihren Anteil am Weltmarkt durch internes und externes Wachstum weiter auszubauen und zu einem der drei weltweit führenden Hersteller für Windkraftanlagen zu werden. Dazu soll sowohl der technologische Vorsprung der Nordex Gruppe in der Megawatt-Klasse konsequent ausgebaut als auch die internationale Präsenz weiter verstärkt werden.

Weiterhin steht die Steigerung der Profitabilität durch intensivere industrielle Fertigung im strategischen Focus. Zur Umsetzung dieser Strategie gehören insbesondere:

Ausbau des technologischen Vorsprungs in der Megawatt-Klasse Die Nordex Gruppe beabsichtigt, durch eine Erweiterung ihrer Produktpalette durch neue Windkraftanlagen der Megawatt-Klasse und die Weiterentwicklung bestehender Anlagentypen den aus ihrer Sicht bestehenden technologischen Vorsprung bei der Konstruktion von Großanlagen in der Megawatt-Klasse auszubauen. Schwerpunkte sollen hierbei insbesondere die Entwicklung einer neuen Flügeltechnologie für Rotorblätter mit einer Länge von mehr als 40 Metern sowie die Neukonstruktion von Windkraftanlagen mit einer Leistung von mehr als 2,5 Megawatt bilden.

Als eine weitere, langfristige Perspektive sieht die Gesellschaft die Entwicklung von Offshore-Anlagen, d.h. Windkraftanlagen, die in Windparks auf dem offenen Meer bis zu 40 km vor der Küste betrieben werden können. Um den Offshore-Markt, der sich bereits mit kleineren Anlagen in Küstennähe zu entwickeln beginnt, mittelfristig zu besetzen, plant die Gesellschaft die Weiterentwicklung einer Offshore-fähigen Version der N-80. Die Gesellschaft geht davon aus, daß längerfristig allerdings größere und leistungsfähigere Anlagen für den Betrieb in Offshore-Windparks auf dem offenen Meer vom Markt nachgefragt werden.

Deshalb hat die Gesellschaft mit Jacobs Energie GmbH, einem Hersteller für Windkraftanlagen und Pro & Pro Energie Systeme GmbH & Co. KG, einem Entwickler, eine Arbeitsgemeinschaft für die Entwicklung einer 5 Megawatt-Maschine mit einem Rotordurchmesser von bis zu 120 Metern gebildet. Die Entwicklung solcher Offshore-fähigen Windkraftanlagen befinden sich allerdings aufgrund der sehr hohen technischen und physikalischen Anforderungen und wegen der anspruchsvollen Betriebsbedingungen zur Zeit in einem sehr frühen Stadium.

Marktanteil

Es stehen keine Informationen zur Verfügung.

Wettbewerber

Enercon

Vestas

Gamesa

Bonus

Made

Enron (Tacke/Zond)

NEG Micon

Nordex Gruppe

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen der vergangenen drei Geschäftsjahre i.H.v. insgesamt rund TEUR 18.109 betrafen im Wesentlichen Investitionen in die Fertigungshallen in Rostock i.H.v. rund TEUR 2.546 (im Geschäftsjahr 1998/1999 TEUR 41; Geschäftsjahr 1999/2000 TEUR 2.505).

Weiterhin entfielen von den Sachanlageinvestitionen der vergangenen drei Geschäftsjahre im Wesentlichen TEUR 1.128 auf den Erwerb von Modellformen (im Geschäftsjahr 1997/1998 TEUR 239; Geschäftsjahr 1998/1999 TEUR 763; Geschäftsjahr 1999/2000 TEUR 126), auf die Aktivierung eines Autokrans in Höhe von TEUR 1.260 (im Geschäftsjahr 1998/1999) auf Betriebsvorrichtungen in Höhe von TEUR 1.199 im Geschäftsjahr 1999/2000 und auf die Aufstellung von Prototypen in Höhe von rund TEUR 4.377 (im Geschäftsjahr 1997/1998 TEUR 229; Geschäftsjahr 1998/1999 TEUR 1.812; Geschäftsjahr 1999/2000 TEUR 2.336).

Weitere Sachanlageinvestitionen betrafen im Wesentlichen Windkraftanlagen, Bearbeitungsmaschinen, Montage- und Transportvorrichtungen und sonstige technische Anlagen und Maschinen sowie Werkstatteinrichtungen, Fahrzeuge, Werkzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

DieInvestitionen in Finanzanlagen der vergangenen drei Geschäftsjahre i.H.v. insgesamt rund TEUR 1.014 entfielen im Wesentlichen auf die Beteiligungen der Nordex Energy GmbH in China, der Xian Nordex Wind Turbine Co. Ltd. (im Geschäftsjahr 1998/1999) sowie auf den Anteil an der Nordex Omnical Energy Services (Shanghai) Co. Ltd. in Shanghai (Geschäftsjahr 1998/1999).

Die Investitionen wurden überwiegend aus dem bis zum Börsengang bestehenden und voraussichtlich zum 4. April 2001 beendeten Konzern-Clearing finanziert.

Für das laufende Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von rund EUR 21 Mio. geplant, von denen rund EUR 14,7 Mio. auf das Neubauvorhaben von Fertigungshallen der Nordex Rotor GmbH in Rostock auf dem GVZ-Gelände entfallen.
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