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Der Goldpreis kann im gestrigen New York...
Der Goldpreis kann im gestrigen New Yorker
Power_48
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#1 gepostet 12.04.06, 08:46
Der Goldpreis kann im gestrigen New Yorker Handel von 598 auf 601 $/oz zulegen, verliert aber bis zum Handelsschluß bis auf 595 $/oz. Heute morgen zieht der Goldpreis im Handel in Sydney und Hongkong wieder an und notiert aktuell mit 597 $/oz um etwa 5 $/oz unter dem Vortagesniveau. Bei einem gleichzeitig nachgebenden Dollar verliert der Goldpreis auf Eurobasis etwa 1,4 % von den zuletzt erreichten Höchstkursen (aktueller Preis 15.774 Euro/kg, Vortag 15.993 Euro/kg). Die Gold- und Silberaktien verzeichnen weltweit erneut Gewinnmitnahmen und deuten kurzfristig nicht auf eine sprunghafte Goldhausse über der 600 $/oz-Marke hin. Grundsätzlich wurde die Konsolidierung seit Anfang Februar jedoch mit dem Erreichen neuer Höchstkurse in den letzten Tagen beendet, so daß sich die Goldhausse noch im Verlauf des 1. Halbjahres 2006 in Richtung unseres vorläufigen Preisziels von 700 $/oz und des alten historischen Höchstkurses von 871 $/oz fortsetzen kann.
Mittelfristig wird der Goldpreis durch eine breit angelegte Aufwärtsentwicklung der Basismetallpreise und des Silberpreises unterstützt, der sich aktuell sehr sprunghaft entwickelt, was auf eine schärfere Korrektur hindeutet (aktueller Preis 12,65 $/oz, Vortag 12,83 $/oz). Platin entwickelt sich seitwärts (aktueller Preis 1.083 $/oz, Vortag 1.086 $/oz). Palladium bestätigt den Anstieg über die 300 $/oz-Marke und nimmt im aktuellen Aufwärtstrend Gewinne mit (aktueller Preis 340 $/oz, Vortag 354 $/oz). Die Basismetalle entwickeln sich auf dem Rekordniveau seitwärts, wobei Zink mit einem Anstieg um 1,1 % ein neues Allzeithoch erreicht. Aluminium verzeichnet mit einem Rückgang um 1,1 % den größten Verlust.
Mit einem Goldpreis weit über der 500 $/oz-Marke und der mittelfristigen Stärke der Goldminenaktien bleibt die Wahrscheinlichkeit gering (aktuelle Wahrscheinlichkeit 10:90), daß der Goldpreis durch gezielte Manipulationseingriffe der Zentralbanken, insbesondere durch Goldverleihungen der Bank of England unter den langfristigen Aufwärtstrend, der mittlerweile bei etwa 480 $/oz verläuft, gedrückt werden könnte (vgl. Leitartikel in: "Goldmarkt", Ausgabe 10/05).
Mittelfristig wird der Goldpreis durch eine breit angelegte Aufwärtsentwicklung der Basismetallpreise und des Silberpreises unterstützt, der sich aktuell sehr sprunghaft entwickelt, was auf eine schärfere Korrektur hindeutet (aktueller Preis 12,65 $/oz, Vortag 12,83 $/oz). Platin entwickelt sich seitwärts (aktueller Preis 1.083 $/oz, Vortag 1.086 $/oz). Palladium bestätigt den Anstieg über die 300 $/oz-Marke und nimmt im aktuellen Aufwärtstrend Gewinne mit (aktueller Preis 340 $/oz, Vortag 354 $/oz). Die Basismetalle entwickeln sich auf dem Rekordniveau seitwärts, wobei Zink mit einem Anstieg um 1,1 % ein neues Allzeithoch erreicht. Aluminium verzeichnet mit einem Rückgang um 1,1 % den größten Verlust.
Mit einem Goldpreis weit über der 500 $/oz-Marke und der mittelfristigen Stärke der Goldminenaktien bleibt die Wahrscheinlichkeit gering (aktuelle Wahrscheinlichkeit 10:90), daß der Goldpreis durch gezielte Manipulationseingriffe der Zentralbanken, insbesondere durch Goldverleihungen der Bank of England unter den langfristigen Aufwärtstrend, der mittlerweile bei etwa 480 $/oz verläuft, gedrückt werden könnte (vgl. Leitartikel in: "Goldmarkt", Ausgabe 10/05).
Beschränkte Vorstellungskraft ->Goldpreisanstieg...
Power_48
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#3 gepostet 12.04.06, 16:09
EZB-Währungsreserven werden von US-Dollar dominiert
Power_48
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#4 gepostet 12.04.06, 16:13
12.04.2006 - 14:48 Uhr
EZB-Währungsreserven werden von US-Dollar dominiert
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Währungsreserven der Europäischen Zentralbank (EZB) haben Ende des vergangenen Jahres einen Marktwert von etwa 41 Mrd EUR aufgewiesen. Wie die EZB im Rahmen ihres am Mittwoch veröffentlichten Monatsberichts in einem Aufsatz schreibt, entfielen davon rund 31 Mrd EUR auf Devisen - US-Dollar und Yen - sowie etwa 10 Mrd EUR auf Gold und Sonderziehungsrechte (SZR) beim Internationalen Währungsfonds (IWF). Im gesamten Eurosystem haben sich Währungsreserven laut EZB auf 320 Mrd EUR belaufen, wobei Gold, SZR und Reservepositionen leicht überwogen haben.
In ihrem Aufsatz "Portfoliomanagement der EZB" erklärt die Notenbank, durch das Währungsreservenportfolio solle sichergestellt werden, dass das Eurosystem bei Bedarf jederzeit über genügend liquide Mittel für seine devisenpolitischen Transaktionen mit Nicht-EU-Währungen verfügt. Als Beispiel für solche Transaktionen nennt sie die Devisenmarktinterventionen im September und November 2000, die zur Stabilisierung des damals schwachen Euro dienten.
Laut EZB gibt die Aufteilung der Währungsreserven auf US-Dollar und Yen sowohl den geschätzten Bedarf an Marktinterventionen als auch die Erfordernisse der Risikooptimierung wieder. So habe sich zu Beginn des Jahres 1999 das Verhältnis der Bestände in US-Dollar und Yen auf 90 zu 10 belaufen, Ende 2005 lag diese Relation bei rund 85 zu 15. In ihrem Aufsatz betont die EZB, dass im Bereich der Währungsreserven ihr Anlageziel darin bestehe, die Erträge durch ein umsichtiges Portfoliomanagement zu maximieren, wobei strenge Sicherheits-und Liquiditätsanforderungen zu beachten seien.
Bei der Auswahl der Emittenten für ihre Währungsreserven achtet die EZB zudem vor allem darauf, dass die jeweiligen Mittel im Einklang mit den primären operationalen Zielen Sicherheit und Liquidität investiert werden. Demnach sind gegenwärtig Papiere der Regierungen der USA, Japans und Kanadas zugelassen, darüber hinaus Papiere einiger staatlich geförderter Unternehmen (GSEs) sowie einiger internationaler bzw supranationaler Organisationen, bei denen EU-Mitgliedstaaten keine Mehrheitseigner sein dürfen, und Papiere der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ).
Zu beachten sei, so die EZB weiter, dass die Primärmarktkäufe von Schuldtiteln, die von Mitgliedstaaten bzw Einrichtungen oder Organen der EU begeben wurden, strengstens untersagt seien. Am Sekundärmarkt sei der Erwerb solcher Papiere zwar zulässig, doch unterlägen diese Käufe bestimmten Überwachungsschwellenwerten.
DJG/ptt/chv
http://www.finanztreff.de/ftreff/news.htm?id=24929698&r=0&sektion=nachrichten_rohstoffe&awert=&u=0&k=0
EZB-Währungsreserven werden von US-Dollar dominiert
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Währungsreserven der Europäischen Zentralbank (EZB) haben Ende des vergangenen Jahres einen Marktwert von etwa 41 Mrd EUR aufgewiesen. Wie die EZB im Rahmen ihres am Mittwoch veröffentlichten Monatsberichts in einem Aufsatz schreibt, entfielen davon rund 31 Mrd EUR auf Devisen - US-Dollar und Yen - sowie etwa 10 Mrd EUR auf Gold und Sonderziehungsrechte (SZR) beim Internationalen Währungsfonds (IWF). Im gesamten Eurosystem haben sich Währungsreserven laut EZB auf 320 Mrd EUR belaufen, wobei Gold, SZR und Reservepositionen leicht überwogen haben.
In ihrem Aufsatz "Portfoliomanagement der EZB" erklärt die Notenbank, durch das Währungsreservenportfolio solle sichergestellt werden, dass das Eurosystem bei Bedarf jederzeit über genügend liquide Mittel für seine devisenpolitischen Transaktionen mit Nicht-EU-Währungen verfügt. Als Beispiel für solche Transaktionen nennt sie die Devisenmarktinterventionen im September und November 2000, die zur Stabilisierung des damals schwachen Euro dienten.
Laut EZB gibt die Aufteilung der Währungsreserven auf US-Dollar und Yen sowohl den geschätzten Bedarf an Marktinterventionen als auch die Erfordernisse der Risikooptimierung wieder. So habe sich zu Beginn des Jahres 1999 das Verhältnis der Bestände in US-Dollar und Yen auf 90 zu 10 belaufen, Ende 2005 lag diese Relation bei rund 85 zu 15. In ihrem Aufsatz betont die EZB, dass im Bereich der Währungsreserven ihr Anlageziel darin bestehe, die Erträge durch ein umsichtiges Portfoliomanagement zu maximieren, wobei strenge Sicherheits-und Liquiditätsanforderungen zu beachten seien.
Bei der Auswahl der Emittenten für ihre Währungsreserven achtet die EZB zudem vor allem darauf, dass die jeweiligen Mittel im Einklang mit den primären operationalen Zielen Sicherheit und Liquidität investiert werden. Demnach sind gegenwärtig Papiere der Regierungen der USA, Japans und Kanadas zugelassen, darüber hinaus Papiere einiger staatlich geförderter Unternehmen (GSEs) sowie einiger internationaler bzw supranationaler Organisationen, bei denen EU-Mitgliedstaaten keine Mehrheitseigner sein dürfen, und Papiere der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ).
Zu beachten sei, so die EZB weiter, dass die Primärmarktkäufe von Schuldtiteln, die von Mitgliedstaaten bzw Einrichtungen oder Organen der EU begeben wurden, strengstens untersagt seien. Am Sekundärmarkt sei der Erwerb solcher Papiere zwar zulässig, doch unterlägen diese Käufe bestimmten Überwachungsschwellenwerten.
DJG/ptt/chv
http://www.finanztreff.de/ftreff/news.htm?id=24929698&r=0&sektion=nachrichten_rohstoffe&awert=&u=0&k=0
Kaufen, wenn die Bomben fallen?
Power_48
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#5 gepostet 13.04.06, 02:27
Kaufe, wenn die Bomben fallen?
Der Iran hat also tatsächlich bekannt gegeben, dass ihm die Urananreicherung gelungen ist und erklärte sich damit erst einmal offiziell zur Atommacht. Die USA reagierten entsprechend und sprachen von einer offenen Herausforderung der internationalen Gemeinschaft. Selbst Russland reagierte besorgt und erwägt nun erstmals offiziell mit Sanktionen gegen den Iran zu reagieren. Es wird also Zeit, sich mit dem möglichen Szenario "Bomben auf den Iran" zu beschäftigen.
Die Anleger, die Börsen, machen sich Sorgen um die Kurse, falls die USA den Iran bombardieren. Ich frage mich ob das gerechtfertigt ist.
Festzuhalten ist: Der Ölpreis ist das entscheidende Zünglein an den Börsen und der Ölpreis beeinflusst, wie man in den letzten Tagen deutlich merkt, die Märkte meistens negativ. Hintergrund ist, wie auch schon ausgeführt, die durch einen hohen Ölpreis importierte Inflation und die damit verbundenen Zinserhöhungssorgen.
Soweit ist alles logisch. Jedoch gibt es ein großes Aber:
Was wird passieren, wenn die USA den Iran angreifen?
In den letzten Jahren dürfte auch der letzte Depp gelernt haben, dass sich die Börsen nach Anschlägen, dem Irakkrieg etc, schnell wieder erholen. Wirklich keiner geht aber davon aus, dass die USA in den Iran einmarschiert. Es wird lediglich damit gerechnet, dass es zu einem Bombardement kommen könnte.
Natürlich werden die Börsen kurz einbrechen, wenn eine Nachricht von "Bomben auf iranische Atomanlagen" über die Ticker kommt. Die Frage ist, wie weit? Ich vermute nämlich mittlerweile, dass die Börsen etwas ganz Erstaunliches machen werden und zwar: Nach einem "viel zu kurzen Einbruch" massiv ansteigen.
Börsen reagieren nach geopolitischen Störfeuern immer schneller
Denn alle werden denken: "Kaufe, wenn die Bomben fallen!". Ist Ihnen nicht auch aufgefallen, dass es in den letzten Jahren immer schneller nach Anschlägen etc zu starken Käufen gekommen ist? Selbst der Irak-Krieg wurde bereits eine Woche "zu früh" gekauft. Auch unter meinen Kollegen höre ich immer wieder den Satz, sobald jemand den Iran angreift, steige ich massiv ein. Und genau das könnte dazu führen, dass wir in diesem Fall einen sehr, sehr kurzen Einbruch erleben und dann massive Käufe sehen werden.
Und was ist mit Öl?
Aber es bleibt natürlich noch der Ölpreis, höre ich Sie sagen. Nun, der wird bis dahin bereits soweit angestiegen sein, dass er dieses Szenario eingepreist hätte. Auch hier wird es wahrscheinlich zu einem kurzen Spike kommen, das ist sicher. Aber, ob das dann noch ausreichen wird, diese Käufer aus dem Markt zu treiben?
Zudem war der Ölpreis eines der Hauptargumente für das zögerliche Verhalten vieler Anleger als der Irak-Krieg begann. Und, wieder Erwarten ist damals nichts passiert.
Die Märkte sind gute Beobachter
Als letzten Punkt will ich anführen, dass diese Entwicklung, der immer früher einsetzenden Käufe nach geopolitischen Störfeuern, auch vielen anderen Marktteilnehmern nicht verborgen geblieben ist. Kann es also sein, dass der Iran-Konflikt gar nicht mehr diese Auswirkung auf die Börse haben wird, wie allgemein erwartet, nicht einmal im Vorfeld? Warum sollten die starken Hände, also die institutionellen Anleger verkaufen, wenn keiner damit rechnet, dass es zu einem langen Krieg kommt. Wenn man sogar davon ausgehen muss, dass ein Einbruch durch eine Eskalation im Iran nur sehr kurzfristig wäre?
Das sind die Fragen, die in diesem Zusammenhang interessant sind. Die Wahrheit bleibt wie so oft an den Börsen, eine Spekulation über mögliche Antworten.
Zum Schluss zum Dax
Ich glaube nicht, trotz des ZEW-Index, dass wir bereits jetzt schon das Hoch gesehen haben. Zumindest wird es noch einen weiteren Versuch in Richtung des letzten Hochs geben. Andererseits, waren wir zwar schon bei 5860 Punkten, mir fehlt aber noch ein Bruch der 5850er Marke.
Quelle:
http://www.investor-verlag.de/newsletter/id/
Der Iran hat also tatsächlich bekannt gegeben, dass ihm die Urananreicherung gelungen ist und erklärte sich damit erst einmal offiziell zur Atommacht. Die USA reagierten entsprechend und sprachen von einer offenen Herausforderung der internationalen Gemeinschaft. Selbst Russland reagierte besorgt und erwägt nun erstmals offiziell mit Sanktionen gegen den Iran zu reagieren. Es wird also Zeit, sich mit dem möglichen Szenario "Bomben auf den Iran" zu beschäftigen.
Die Anleger, die Börsen, machen sich Sorgen um die Kurse, falls die USA den Iran bombardieren. Ich frage mich ob das gerechtfertigt ist.
Festzuhalten ist: Der Ölpreis ist das entscheidende Zünglein an den Börsen und der Ölpreis beeinflusst, wie man in den letzten Tagen deutlich merkt, die Märkte meistens negativ. Hintergrund ist, wie auch schon ausgeführt, die durch einen hohen Ölpreis importierte Inflation und die damit verbundenen Zinserhöhungssorgen.
Soweit ist alles logisch. Jedoch gibt es ein großes Aber:
Was wird passieren, wenn die USA den Iran angreifen?
In den letzten Jahren dürfte auch der letzte Depp gelernt haben, dass sich die Börsen nach Anschlägen, dem Irakkrieg etc, schnell wieder erholen. Wirklich keiner geht aber davon aus, dass die USA in den Iran einmarschiert. Es wird lediglich damit gerechnet, dass es zu einem Bombardement kommen könnte.
Natürlich werden die Börsen kurz einbrechen, wenn eine Nachricht von "Bomben auf iranische Atomanlagen" über die Ticker kommt. Die Frage ist, wie weit? Ich vermute nämlich mittlerweile, dass die Börsen etwas ganz Erstaunliches machen werden und zwar: Nach einem "viel zu kurzen Einbruch" massiv ansteigen.
Börsen reagieren nach geopolitischen Störfeuern immer schneller
Denn alle werden denken: "Kaufe, wenn die Bomben fallen!". Ist Ihnen nicht auch aufgefallen, dass es in den letzten Jahren immer schneller nach Anschlägen etc zu starken Käufen gekommen ist? Selbst der Irak-Krieg wurde bereits eine Woche "zu früh" gekauft. Auch unter meinen Kollegen höre ich immer wieder den Satz, sobald jemand den Iran angreift, steige ich massiv ein. Und genau das könnte dazu führen, dass wir in diesem Fall einen sehr, sehr kurzen Einbruch erleben und dann massive Käufe sehen werden.
Und was ist mit Öl?
Aber es bleibt natürlich noch der Ölpreis, höre ich Sie sagen. Nun, der wird bis dahin bereits soweit angestiegen sein, dass er dieses Szenario eingepreist hätte. Auch hier wird es wahrscheinlich zu einem kurzen Spike kommen, das ist sicher. Aber, ob das dann noch ausreichen wird, diese Käufer aus dem Markt zu treiben?
Zudem war der Ölpreis eines der Hauptargumente für das zögerliche Verhalten vieler Anleger als der Irak-Krieg begann. Und, wieder Erwarten ist damals nichts passiert.
Die Märkte sind gute Beobachter
Als letzten Punkt will ich anführen, dass diese Entwicklung, der immer früher einsetzenden Käufe nach geopolitischen Störfeuern, auch vielen anderen Marktteilnehmern nicht verborgen geblieben ist. Kann es also sein, dass der Iran-Konflikt gar nicht mehr diese Auswirkung auf die Börse haben wird, wie allgemein erwartet, nicht einmal im Vorfeld? Warum sollten die starken Hände, also die institutionellen Anleger verkaufen, wenn keiner damit rechnet, dass es zu einem langen Krieg kommt. Wenn man sogar davon ausgehen muss, dass ein Einbruch durch eine Eskalation im Iran nur sehr kurzfristig wäre?
Das sind die Fragen, die in diesem Zusammenhang interessant sind. Die Wahrheit bleibt wie so oft an den Börsen, eine Spekulation über mögliche Antworten.
Zum Schluss zum Dax
Ich glaube nicht, trotz des ZEW-Index, dass wir bereits jetzt schon das Hoch gesehen haben. Zumindest wird es noch einen weiteren Versuch in Richtung des letzten Hochs geben. Andererseits, waren wir zwar schon bei 5860 Punkten, mir fehlt aber noch ein Bruch der 5850er Marke.
Quelle:
http://www.investor-verlag.de/newsletter/id/
Ahmadinedschad: "Erstickt an eurer Wut"
Power_48
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26.08.03
#6 gepostet 13.04.06, 16:21
IRAN
Ahmadinedschad wünscht seinen Kritikern den Tod
Irans Präsident Ahmadinedschad schwingt erneut die verbale Keule. Unbeeindruckt von der Kritik am Atomprogramm seines Landes schleudert er der internationalen Gemeinschaft entgegen: "Seid wütend und erstickt an eurer Wut." Mit einer "harten Linie" im Sicherheitsrat will Paris auf Irans Atompolitik reagieren.
Teheran - Gestern Abend spät lief Mahmut Ahmadinedschad zu dem auf, was seine Anhänger Hochform nennen würden. "Für alle, die wütend sind darüber, dass Iran erstmals erfolgreich Uran anreichern kann, haben wir eine Antwort: Seid wütend und erstickt an eurer Wut", polterte der Präsident und kündigte an: "Wir werden mit niemandem über das Recht des Iran sprechen, Uran anzureichern."
REUTERS
Ahmadinedschad: "Erstickt an eurer Wut"
Kurz darauf traf der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Mohamed el-Baradei, in Teheran ein. Er sagte bei seiner Ankunft, er wolle Iran dazu bringen, die Forderungen der internationalen Gemeinschaft zu erfüllen, vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen und die Uran-Anreicherung einzustellen.
Ahmadinedschad hatte am Dienstag erklärt, sein Land beherrsche jetzt die Technologie der Urananreicherung und werde sie auf industriellem Niveau ausbauen. Die Ankündigung war international scharf kritisiert worden. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, die Äußerungen über Fortschritte bei der Atomtechnik seien eine "erneute Provokation, die wir nicht nur zurückweisen müssen, sondern die unsere Sorgen in der Tat vertieft."
Der Uno-Sicherheitsrat hatte Ende März in einer nicht bindenden Erklärung einen Stopp des iranischen Atomprogramms verlangt. Derzeit erstellt el-Baradei dazu einen Bericht, der Ende April vorliegen soll. Diplomaten schlossen nicht aus, dass danach eine bindende Resolution des Uno-Sicherheitsrates gegen den Iran verabschiedet werden könnte. Sie könnte auch Sanktionen vorsehen.
El-Baradei in Teheran
Der Generalsekretär der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed el-Baradei, hat seine Gespräche zur Beilegung des Streits um das iranische Atomprogramm aufgenommen. Er traf zunächst mit dem Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Gholamresa Aghasadeh, zusammen. Geplant war zudem ein Gespräch mit dem Chef des nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani. Nach einer Pressekonferenz am Nachmittag wollte el-Baradei an den IAEA-Sitz nach Wien zurückkehren.
Bei der Ankunft in Teheran hatte el-Baradei gestern Abend die Hoffnung auf eine "Verhandlungslösung" im Atomstreit geäußert. "Wir hoffen, wir können den Iran dazu bringen, vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen, bis alle offenen Fragen geklärt sind", sagte er. Alle Seiten sollten die "Bedingungen dafür schaffen", dass die Verhandlungen für eine diplomatische Beilegung des Konflikts wieder aufgenommen werden könnten.
Paris kündigt harte Linie an
Die französische Regierung eine harte Linie im Uno-Sicherheitsrat angekündigt, sollte Teheran die Forderungen der internationalen Gemeinschaft nicht erfüllen. In dem Fall werde das Uno-Gremium seiner Verantwortung gerecht werden und die "notwendigen Maßnahmen" ergreifen, erklärte Außenminister Philippe Douste-Blazy heute im RTL-Radio.
Frankreich sei sehr beunruhigt über die Äußerungen Teherans über Erfolge beim Ausbau des Atomprogramms, die den Forderungen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA und des Weltsicherheitsrats diametral entgegenliefen. Keine zivile Nutzung der Kernenergie rechtfertige die Urananreicherung, sagte der Außenminister. Ein Militärschlag gegen Iran sei jedoch "absolut nicht aktuell", so Douste-Blazy. Er bevorzuge eine Verhandlungslösung.
asc/reuters/AP/AFP
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,411266,00.html
Ahmadinedschad wünscht seinen Kritikern den Tod
Irans Präsident Ahmadinedschad schwingt erneut die verbale Keule. Unbeeindruckt von der Kritik am Atomprogramm seines Landes schleudert er der internationalen Gemeinschaft entgegen: "Seid wütend und erstickt an eurer Wut." Mit einer "harten Linie" im Sicherheitsrat will Paris auf Irans Atompolitik reagieren.
Teheran - Gestern Abend spät lief Mahmut Ahmadinedschad zu dem auf, was seine Anhänger Hochform nennen würden. "Für alle, die wütend sind darüber, dass Iran erstmals erfolgreich Uran anreichern kann, haben wir eine Antwort: Seid wütend und erstickt an eurer Wut", polterte der Präsident und kündigte an: "Wir werden mit niemandem über das Recht des Iran sprechen, Uran anzureichern."
REUTERS
Ahmadinedschad: "Erstickt an eurer Wut"
Kurz darauf traf der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Mohamed el-Baradei, in Teheran ein. Er sagte bei seiner Ankunft, er wolle Iran dazu bringen, die Forderungen der internationalen Gemeinschaft zu erfüllen, vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen und die Uran-Anreicherung einzustellen.
Ahmadinedschad hatte am Dienstag erklärt, sein Land beherrsche jetzt die Technologie der Urananreicherung und werde sie auf industriellem Niveau ausbauen. Die Ankündigung war international scharf kritisiert worden. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, die Äußerungen über Fortschritte bei der Atomtechnik seien eine "erneute Provokation, die wir nicht nur zurückweisen müssen, sondern die unsere Sorgen in der Tat vertieft."
Der Uno-Sicherheitsrat hatte Ende März in einer nicht bindenden Erklärung einen Stopp des iranischen Atomprogramms verlangt. Derzeit erstellt el-Baradei dazu einen Bericht, der Ende April vorliegen soll. Diplomaten schlossen nicht aus, dass danach eine bindende Resolution des Uno-Sicherheitsrates gegen den Iran verabschiedet werden könnte. Sie könnte auch Sanktionen vorsehen.
El-Baradei in Teheran
Der Generalsekretär der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed el-Baradei, hat seine Gespräche zur Beilegung des Streits um das iranische Atomprogramm aufgenommen. Er traf zunächst mit dem Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Gholamresa Aghasadeh, zusammen. Geplant war zudem ein Gespräch mit dem Chef des nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani. Nach einer Pressekonferenz am Nachmittag wollte el-Baradei an den IAEA-Sitz nach Wien zurückkehren.
Bei der Ankunft in Teheran hatte el-Baradei gestern Abend die Hoffnung auf eine "Verhandlungslösung" im Atomstreit geäußert. "Wir hoffen, wir können den Iran dazu bringen, vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen, bis alle offenen Fragen geklärt sind", sagte er. Alle Seiten sollten die "Bedingungen dafür schaffen", dass die Verhandlungen für eine diplomatische Beilegung des Konflikts wieder aufgenommen werden könnten.
Paris kündigt harte Linie an
Die französische Regierung eine harte Linie im Uno-Sicherheitsrat angekündigt, sollte Teheran die Forderungen der internationalen Gemeinschaft nicht erfüllen. In dem Fall werde das Uno-Gremium seiner Verantwortung gerecht werden und die "notwendigen Maßnahmen" ergreifen, erklärte Außenminister Philippe Douste-Blazy heute im RTL-Radio.
Frankreich sei sehr beunruhigt über die Äußerungen Teherans über Erfolge beim Ausbau des Atomprogramms, die den Forderungen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA und des Weltsicherheitsrats diametral entgegenliefen. Keine zivile Nutzung der Kernenergie rechtfertige die Urananreicherung, sagte der Außenminister. Ein Militärschlag gegen Iran sei jedoch "absolut nicht aktuell", so Douste-Blazy. Er bevorzuge eine Verhandlungslösung.
asc/reuters/AP/AFP
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,411266,00.html
ATOMSTREIT MIT IRAN->Kalter Krieg der heißen Worte
Power_48
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#7 gepostet 13.04.06, 17:01
Kalter Krieg der heißen Worte
Von Philipp Wittrock
Im Atomkonflikt mit Iran ist keine Entspannung in Sicht - im Gegenteil. Teheran kündigt einen massiven Ausbau seiner Nuklear-Industrie an. Im Westen wird gerne übersehen: Präsident Ahmadinedschad lenkt mit seinem Konfrontationskurs vor allem von Problemen im eigenen Land ab.
Hamburg - Als iranischer "Robin Hood" machte er sich einst in den Armenvierteln Teherans einen Namen. Ende der neunziger Jahre kämpfte Mahmud Ahmadinedschad, Bürgermeister der iranischen Hauptstadt, gegen Korruption, ließ billige Wohnungen bauen, forderte zinslose Kredite für mittellose Menschen. 17 Millionen Iraner wählten den Mann, der im Wahlkampf publikumswirksam mit dem Besen die Straße kehrte, im Juni vergangenen Jahres zum Präsidenten der Islamischen Republik Iran.
Foto: REUTERS
Video: jkr
Doch von den Wahlversprechen hat Ahmadinedschad bisher keine gehalten. Keine Spur von einer Umverteilung der gewaltigen Öleinnahmen von 50 Milliarden Dollar in die Taschen der Armen. Im Gegenteil: Massenarbeitslosigkeit und Inflation lassen den Unmut der Bevölkerung gegen das Staatsoberhaupt wachsen, Tausende Beschäftigte legen wegen ausbleibender Löhne die Arbeit nieder - trotz Streikverbots nicht zum ersten Mal. Laut iranischer Zentralbank lebt mehr als die Hälfte der Menschen unter der Armutsgrenze - und die liegt bei 230 Euro für eine fünfköpfige Familie. "Es ist nichts passiert", bilanziert der iranischstämmige Grünen-Vorstand Omid Nouripour die bisherige Amtszeit Ahmadinedschads.
Nach außen gibt sich der vermeintliche Mann des Volkes dafür umso stärker. Angesichts der ungelösten gesellschaftlichen Probleme versucht der fromme Eiferer die Reihen zu schließen, indem er den Streit über das iranische Atomprogramm zur Frage des nationalen Stolzes hochstilisiert. "Ahmadinedschad will von den Erwartungen ablenken, die er geweckt hat", sagt SPD-Außenexperte Gert Weisskirchen. Die Rechnung ist bislang aufgegangen. Es gibt einen breiten nationalen Konsens darüber, sich nicht vom Westen das Recht auf eine friedliche Nutzung der Atomenergie absprechen zu lassen. Experten sehen jedoch auch Signale, die die hartnäckige Konfrontationsstrategie vorsichtig kritisieren. Auf der Fortsetzung des Atomprogramms zu beharren, sei nicht unbedingt "Volkswille", sagt Wahied Wahdat-Hagh vom Berliner Büro des "Middle East Media Research Institute" (Memri).
"Die Iraner sind konsequent"
In den Führungszirkeln sind die anfänglich hörbar geäußerten Zweifel an Ahmadinedschad offenbar verstummt. Als der Präsident nicht nur einmal gegen Israel gehetzt hatte, ermahnte der oberste Religionsführer Ajatollah Chamenei den Scharfmacher, er sei nicht gewählt worden, "um gegen Israel zu Felde zu ziehen", sondern "um die sozialen Probleme des Landes zu lösen". Und auch Ex-Präsident Ali Akbar Haschemi Rafsandschani, der einst in der Stichwahl gegen Ahmadinedschad unterlegen war und jetzt im mächtigen Schlichtungsrat das Sagen hat, erklärte demonstrativ: "Wir haben kein Problem mit den Juden."
FORUM
Iran - Welches ist die richtige Politik? II
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937 Beiträge,
Neuester: Heute, 15.47 Uhr
von Eliza
Als Ahmadinedschad nun aber feierlich den Beitritt Irans in den Club der Atommächte verkündete, hatte Rafsandschani dies bereits kurz zuvor stolz angedeutet. Auch Chamenei sieht keinen Grund, den Präsidenten in der Atomfrage zur Mäßigung zu rufen. Schließlich hatte selbst der Ex-Präsident Mohammed Chatami, im Westen als Reformer gefeiert, stets Irans Anspruch auf einen geschlossenen Nuklearkreislauf angemeldet. "Die Iraner sind in dieser Frage konsequent", sagt Iran-Experte Wahdat-Hagh und fügt hinzu: "Das sollte man ernst nehmen."
Seit der Uno-Sicherheitsrat Iran die 30-Tage-Frist zum Stopp der Bemühungen zur Urananreicherung gesetzt hat, läuft die Propaganda-Maschine des Mullah-Regimes noch hochtouriger: Unüberhörbar rasselte Teheran in einem gewaltigen Militärmanöver in der vergangenen Woche mit den Säbeln, verkündete täglich erfolgreiche Tests einer vermeintlichen Wunderwaffe. Die USA meldeten Zweifel an, äußerten aber gleichzeitig ihre Sorge über das iranische Raketen-Feuerwerk. Wenig später ließ ein Sportfunktionär verlauten, der fußballverrückte Präsident könnte vielleicht zur WM nach Deutschland kommen wollen, um das iranische Team zu unterstützen. Trotz der hoch spekulativen Äußerung diskutierte daraufhin die deutsche Politik, ob der Holocaust-Leugner "zu Gast bei Freunden" sein dürfe. Ohne Not ließ sich Innenminister Wolfgang Schäuble sogar dazu hinreißen, Ahmadinedschad schon mal den Besuch zu erlauben, auch wenn dieser "nicht ganz einfach" wäre.
"Abgestuftes ziviles Sanktionssystem"
Jede Provokation aus Teheran findet ihr Echo im Westen, die Warnungen verhallen ungehört: "Wir sollten uns nicht in diesem Kalten Krieg der heißen Worte verstricken", sagt SPD-Außenpolitiker Weisskirchen. Doch der Ruf nach Saktionen wird angesichts der unnachgiebigen Haltung Teherans immer lauter. Über die Art besteht nach wie vor allerdings keine Einigkeit.
"Fett und glücklich" mache der hohe Ölpreis die Mullahs, dämpfte bereits der US-amerikanische Iran-Experte Kenneth Pollack die Hoffnungen auf Wirtschaftssanktionen. Ein Einkaufsboykott für iranisches Öl hätte gravierende Folgen für die Weltwirtschaft, das fürchten auch die Amerikaner. Blieben noch die Nadelstiche, ein "abgestuftes ziviles Sanktionssystem", wie es Grünen-Politiker Nouripour fordert. Nouripour glaubt, dass ein Einfrieren iranischer Gelder im Ausland die Eliten des Landes empfindlich treffe und die Gräben zwischen den einzelnen Flügeln der Führung wieder aufbrechen ließe. Das Regime könne so destabilisiert werden. Einreiseverbote gegen Politiker und Geschäftsboykotte gegen iranische Firmen, hinter denen religiöse Stiftungen stecken, könnten ebenfalls ihre Wirksamkeit entfalten, findet Nouripour.
Noch 15 Tage, dann soll der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Mohammed el-Baradei der Uno Bericht erstatten, ob Iran der internationalen Forderung nachgekommen ist, die Urananreicherung zu stoppen. Zu seinem Besuch heute in Teheran hat ihn das iranische Regime zunächst einmal vor vollendete Tatsachen gestellt.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,411268,00.html
Von Philipp Wittrock
Im Atomkonflikt mit Iran ist keine Entspannung in Sicht - im Gegenteil. Teheran kündigt einen massiven Ausbau seiner Nuklear-Industrie an. Im Westen wird gerne übersehen: Präsident Ahmadinedschad lenkt mit seinem Konfrontationskurs vor allem von Problemen im eigenen Land ab.
Hamburg - Als iranischer "Robin Hood" machte er sich einst in den Armenvierteln Teherans einen Namen. Ende der neunziger Jahre kämpfte Mahmud Ahmadinedschad, Bürgermeister der iranischen Hauptstadt, gegen Korruption, ließ billige Wohnungen bauen, forderte zinslose Kredite für mittellose Menschen. 17 Millionen Iraner wählten den Mann, der im Wahlkampf publikumswirksam mit dem Besen die Straße kehrte, im Juni vergangenen Jahres zum Präsidenten der Islamischen Republik Iran.
Foto: REUTERS
Video: jkr
Doch von den Wahlversprechen hat Ahmadinedschad bisher keine gehalten. Keine Spur von einer Umverteilung der gewaltigen Öleinnahmen von 50 Milliarden Dollar in die Taschen der Armen. Im Gegenteil: Massenarbeitslosigkeit und Inflation lassen den Unmut der Bevölkerung gegen das Staatsoberhaupt wachsen, Tausende Beschäftigte legen wegen ausbleibender Löhne die Arbeit nieder - trotz Streikverbots nicht zum ersten Mal. Laut iranischer Zentralbank lebt mehr als die Hälfte der Menschen unter der Armutsgrenze - und die liegt bei 230 Euro für eine fünfköpfige Familie. "Es ist nichts passiert", bilanziert der iranischstämmige Grünen-Vorstand Omid Nouripour die bisherige Amtszeit Ahmadinedschads.
Nach außen gibt sich der vermeintliche Mann des Volkes dafür umso stärker. Angesichts der ungelösten gesellschaftlichen Probleme versucht der fromme Eiferer die Reihen zu schließen, indem er den Streit über das iranische Atomprogramm zur Frage des nationalen Stolzes hochstilisiert. "Ahmadinedschad will von den Erwartungen ablenken, die er geweckt hat", sagt SPD-Außenexperte Gert Weisskirchen. Die Rechnung ist bislang aufgegangen. Es gibt einen breiten nationalen Konsens darüber, sich nicht vom Westen das Recht auf eine friedliche Nutzung der Atomenergie absprechen zu lassen. Experten sehen jedoch auch Signale, die die hartnäckige Konfrontationsstrategie vorsichtig kritisieren. Auf der Fortsetzung des Atomprogramms zu beharren, sei nicht unbedingt "Volkswille", sagt Wahied Wahdat-Hagh vom Berliner Büro des "Middle East Media Research Institute" (Memri).
"Die Iraner sind konsequent"
In den Führungszirkeln sind die anfänglich hörbar geäußerten Zweifel an Ahmadinedschad offenbar verstummt. Als der Präsident nicht nur einmal gegen Israel gehetzt hatte, ermahnte der oberste Religionsführer Ajatollah Chamenei den Scharfmacher, er sei nicht gewählt worden, "um gegen Israel zu Felde zu ziehen", sondern "um die sozialen Probleme des Landes zu lösen". Und auch Ex-Präsident Ali Akbar Haschemi Rafsandschani, der einst in der Stichwahl gegen Ahmadinedschad unterlegen war und jetzt im mächtigen Schlichtungsrat das Sagen hat, erklärte demonstrativ: "Wir haben kein Problem mit den Juden."
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Iran - Welches ist die richtige Politik? II
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937 Beiträge,
Neuester: Heute, 15.47 Uhr
von Eliza
Als Ahmadinedschad nun aber feierlich den Beitritt Irans in den Club der Atommächte verkündete, hatte Rafsandschani dies bereits kurz zuvor stolz angedeutet. Auch Chamenei sieht keinen Grund, den Präsidenten in der Atomfrage zur Mäßigung zu rufen. Schließlich hatte selbst der Ex-Präsident Mohammed Chatami, im Westen als Reformer gefeiert, stets Irans Anspruch auf einen geschlossenen Nuklearkreislauf angemeldet. "Die Iraner sind in dieser Frage konsequent", sagt Iran-Experte Wahdat-Hagh und fügt hinzu: "Das sollte man ernst nehmen."
Seit der Uno-Sicherheitsrat Iran die 30-Tage-Frist zum Stopp der Bemühungen zur Urananreicherung gesetzt hat, läuft die Propaganda-Maschine des Mullah-Regimes noch hochtouriger: Unüberhörbar rasselte Teheran in einem gewaltigen Militärmanöver in der vergangenen Woche mit den Säbeln, verkündete täglich erfolgreiche Tests einer vermeintlichen Wunderwaffe. Die USA meldeten Zweifel an, äußerten aber gleichzeitig ihre Sorge über das iranische Raketen-Feuerwerk. Wenig später ließ ein Sportfunktionär verlauten, der fußballverrückte Präsident könnte vielleicht zur WM nach Deutschland kommen wollen, um das iranische Team zu unterstützen. Trotz der hoch spekulativen Äußerung diskutierte daraufhin die deutsche Politik, ob der Holocaust-Leugner "zu Gast bei Freunden" sein dürfe. Ohne Not ließ sich Innenminister Wolfgang Schäuble sogar dazu hinreißen, Ahmadinedschad schon mal den Besuch zu erlauben, auch wenn dieser "nicht ganz einfach" wäre.
"Abgestuftes ziviles Sanktionssystem"
Jede Provokation aus Teheran findet ihr Echo im Westen, die Warnungen verhallen ungehört: "Wir sollten uns nicht in diesem Kalten Krieg der heißen Worte verstricken", sagt SPD-Außenpolitiker Weisskirchen. Doch der Ruf nach Saktionen wird angesichts der unnachgiebigen Haltung Teherans immer lauter. Über die Art besteht nach wie vor allerdings keine Einigkeit.
"Fett und glücklich" mache der hohe Ölpreis die Mullahs, dämpfte bereits der US-amerikanische Iran-Experte Kenneth Pollack die Hoffnungen auf Wirtschaftssanktionen. Ein Einkaufsboykott für iranisches Öl hätte gravierende Folgen für die Weltwirtschaft, das fürchten auch die Amerikaner. Blieben noch die Nadelstiche, ein "abgestuftes ziviles Sanktionssystem", wie es Grünen-Politiker Nouripour fordert. Nouripour glaubt, dass ein Einfrieren iranischer Gelder im Ausland die Eliten des Landes empfindlich treffe und die Gräben zwischen den einzelnen Flügeln der Führung wieder aufbrechen ließe. Das Regime könne so destabilisiert werden. Einreiseverbote gegen Politiker und Geschäftsboykotte gegen iranische Firmen, hinter denen religiöse Stiftungen stecken, könnten ebenfalls ihre Wirksamkeit entfalten, findet Nouripour.
Noch 15 Tage, dann soll der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Mohammed el-Baradei der Uno Bericht erstatten, ob Iran der internationalen Forderung nachgekommen ist, die Urananreicherung zu stoppen. Zu seinem Besuch heute in Teheran hat ihn das iranische Regime zunächst einmal vor vollendete Tatsachen gestellt.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,411268,00.html
power_48
jo
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20.08.03
#8 gepostet 13.04.06, 17:03
Hi,
ich finde diese ganze äusserungen der europäischen und amerikanischehn sowie der IAEA verantwortlichen Politiker als SCHWACHSINN. Nur den mund aufmachen und nix dahinter .
:O
Weder die franzosen, die deutschen, die russen (siehe tchernobyl )noch die amis oder andere nationen die SELBST atomernergie in welcher form auch immer diese power nützen , haben das recht dem iran die nützung zu verbieten. niemand ist ein garant dass er im krisenfall die energie nicht negativ einsetzt.
NIEMAND !!!!
sollen doch vor ihre eigene türe kehren
ich finde diese ganze äusserungen der europäischen und amerikanischehn sowie der IAEA verantwortlichen Politiker als SCHWACHSINN. Nur den mund aufmachen und nix dahinter .
Weder die franzosen, die deutschen, die russen (siehe tchernobyl )noch die amis oder andere nationen die SELBST atomernergie in welcher form auch immer diese power nützen , haben das recht dem iran die nützung zu verbieten. niemand ist ein garant dass er im krisenfall die energie nicht negativ einsetzt.
NIEMAND !!!!
sollen doch vor ihre eigene türe kehren
noch was
jo
Beiträge: 6024
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20.08.03
#9 gepostet 13.04.06, 17:16
es ist doch auch bekannt dass Bush ein machtgierigen mensch ist .Amerika möchte , mit ihrer militärische (atom)power, die ganze welt in schach halten .Nun wird seine macht abgeschwächt weil andere länder nun auch die atompower besitzen.
kein mensch auf der ganze welt beschwert sich dass usa, russland, etc. nuklearwaffen besitzen. WARUM NICHT?
kein mensch auf der ganze welt beschwert sich dass usa, russland, etc. nuklearwaffen besitzen. WARUM NICHT?