Barclays, eine der wenigen britisichen Großbanken, der noch keine Kandarre angelegt wurde, braucht dringend Flüssiges. (Damit die Boni wie gewohnt weiter fließen können?)
Dazu muß sie allerdings jetzt ihr Tafelsilber veräußern.
Preisvorstellung € 6 Mrd.
Ein Aufkäufer dafür scheint schon gefunden (schließlich erwartet man einen steigenden Silberpreis)
Der "BGI-Teller" soll an "Blackrock" (schwarzer Felsen) gehen, verlautete es in Insiderkreisen.
Bei "Blackrock" handelt es sich
nicht um das mit schwarzem Tuch umhüllte Meteoritenstückchen in Mekka, nein es handelt sich um einen Splitter vom "Schwarzen Stein" , mit Namen Blackstone, der 1992 abgetrennt wurde, auch in NY beheimatet ist und 1999 mit Erfolg in der Mauerstraße an die Börse gebracht wurde.
In der Krise hat es übrigens bislang nicht so leiden müssen, wie das Muttergestein selber.
Jetzt bietet sich für das schwarze Gesteinssplitterchen die Möglichkeit zum weltgrößten Vermögensverwalter aufzusteigen mit einem Anlagevermögen von:
US$ 2,5 Trillion = US$ 2,500.000.000.000.000,- (@ roland1, richtig?)
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dazu aus Quelle ftd von heute:
In der Vermögensverwaltungsbranche bahnt sich die größte Übernahme aller Zeiten an: Die britische Großbank Barclays spricht laut Insidern mit Interessenten über den Verkauf ihrer Vermögensverwaltungstochter Barclays Global Investors (BGI) für mindestens 6 Mrd. Euro.
Als heißester Kandidat gilt Blackrock. Sollte die US-Firma den Zuschlag erhalten, entstünde der mit rund 1900 Mrd. Euro an betreuten Geldern weltgrößte institutionelle Vermögensverwalter - mit weitem Abstand vor der Schweizer UBS und der Münchner Allianz. Zudem wäre der Deal ein Zeichen dafür, dass sich die Krise abschwächt und Finanzierungen in Milliardenhöhe wieder möglich sind.
Ursprünglich hatte Barclays nur seine Indexfondsgesellschaft iShares - ein Teil der BGI-Sparte - zum Verkauf gestellt und dafür im Zuge einer Bieterschlacht ein Höchstgebot von 3,1 Mrd. Euro vom Private-Equity-Fonds CVC erhalten. Bis 18. Juni kann Barclays aber noch auf höhere Angebote warten und muss CVC lediglich 128 Mrd. Euro Entschädigung zahlen, falls die Suche erfolgreich ist.
Auch die Private-Equity-Fonds BC Partners sowie Hellman & Friedman erwägen Gebote für iShares. Sollte allerdings Blackrock BGI komplett erwerben, wären die Offerten hinfällig. "iShares ist das Herz von BGI, und wenn Barclays iShares verkauft, wäre es nur logisch, wenn sie auch den Rest verkaufen", sagte ein an dem Verkaufsprozess Beteiligter.
Barclays ist eine der wenigen britischen Banken, die noch ohne Staatshilfe auskommen. Sowohl eine direkte Kapitalspritze der Regierung als auch eine staatliche Ausfallversicherung für riskante Papiere hat das Geldhaus - anders als Rivalen wie die Royal Bank of Scotland oder Lloyds - vermieden.
Dennoch muss Barclays sein Eigenkapital stärken. Zwar hatte die Finanzaufsicht der Bank im März bestätigt, dass sie ausreichend finanziert ist. Dennoch forderte sie das Institut auf, sich weiteres Eigenkapital zu beschaffen. International steht Barclays mit einer Kernkapitalquote von 6,7 Prozent ohnehin eher schwach da. Der Erlös aus dem Verkauf von iShares sollte die Quote auf 7,2 Prozent erhöhen. Kann Barclays BGI komplett verkaufen, würde die Quote weiter steigen. Barclays hatte 2008 brutto 6,9 Mrd. Euro verdient, 610 Mio. Euro davon steuerte BGI bei.
Analysten schätzen den BGI-Wert mindestens auf das Zwölf- bis 15-Fache des für 2010 erwarteten Gewinns von 500 Mio. Euro. Das würde BGI auf 6,0 Mrd. bis 7,5 Mrd. Euro taxieren. BGI ist in 15 Ländern präsent und verwaltet 1168 Mrd. Euro. Obwohl das verwaltete Vermögen wegen der Finanzkrise im vergangenen Jahr gegenüber 2007 um rund ein Viertel zusammenschmolz, trieb BGI auch im Krisenjahr 2008 frische Mittel von rund 70 Mrd. Euro weltweit ein. BGI ist spezialisiert auf quantitative und indexnahe Geldanlagen.
Zum Jahresende waren rund 85 Prozent des Vermögens passiv in Indizes und mechanische Strategien investiert. Lediglich 15 Prozent des verwalteten Vermögens wurden aktiv verwaltet. In Deutschland hatte die Gesellschaft per Ende Dezember umgerechnet rund 21 Mrd. Euro unter Verwaltung und gehört damit eher zu den kleineren Anbietern. Mehr als zwei Drittel der Gelder hat BGI in den USA eingesammelt.
Blackrock trauen es Beobachter zu, trotz der Krise frisches Geld für die Übernahme aufzutreiben. Die Gesellschaft hatte bereits mit Staatsfonds verhandelt, um die US-Bank Merrill Lynch herauszukaufen, die an Blackrock beteiligt ist. Merrill Lynch will seinen Anteil allerdings behalten.
Von Henny Sender (New York), Martin Arnold, Jane Croft (London) und Christian Kirchner (Frankfurt)
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Hier ein link zur Company:
http://cn.blackrock.com/index.htm
Gruß
Roland