v-pay: was steht auf dem Magnetstrefen?
v-pay: was steht auf dem Magnetstrefen?
sponge
Beiträge: 2
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06.12.11
Ich habe lang gesucht, aber keine konkrete Antwort im Internet gefunden. Nur Halbwissen und Werbesprüche.
Deshalb meine kurze Frage:
Welche Daten stehen eigentlich auf dem Magnetstreifen der neuen V-Pay codi Karten drauf und welche jetzt nicht mehr?
Ich hoffe die Kontonummer steht nicht mehr drauf.
gute Frage
Vodka-Redbull
Beiträge: 280
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05.10.08
Bezahlen mit Unterschrift soll aber in Deutschland noch funktionieren im Ausland aber generell nur mit der PIN.
Ob für Lastschriften jetzt auch in Deutschland generell über den Chip die Daten ausgelesen werden würde mich aber auch mal interessieren oder ob man mit einer kopierten Karte per Lastschrift bezahlen könnte.
V PAY / girocard
Community-Team
Beiträge: 7911
Registriert seit
12.08.03
Hallo sponge & Vodka-Redbull,
damit das Lastschriftverfahren in Deutschland genutzt werden kann, sind auf dem Magnetstreifen der V PAY/girocard auch die Kontonummer und BLZ gespeichert.
Durch den Chip-Einsatz und die Verwendung weiterer Sicherheitsverfahren (bspw. MM-Merkmal) ist sichergestellt, dass durch Skimming duplizierte Karten sowohl im In- als auch im Ausland unbrauchbar sind.
Gruß,
das Community-Team
v-pay Magnetstreifen magisch?
sponge
Beiträge: 2
Registriert seit
06.12.11
Wenn also in Brasilien der Geldautomat die Karte nicht akzeptiert, dann ist der Grund der Chip-Einsatz und die Verwendung weiterer Sicherheitsverfahren.
Da er nur den Streifen erfasst (er prüft sonst nichts!), kann er also die Kontonummer nicht lesen.
Andererseits ist der Steifen drauf, damit das Lastschriftverfahren in Deutschland genutzt werden kann . Es wird also die KtoNr gelesen. Wg. obiger Argumentation muss aber noch mehr als nur der Streifen gelesen werden, denn der alleine ist ja nicht lesbar. Also wird der Chip gelesen. Wozu ist dann der Streifen da?
Offensichtlich ein Widerspruch.
Ich muss da was nicht verstanden haben, aber was?
v-pay Magnetstreifen magisch?
sagitario
Beiträge: 1
Registriert seit
13.12.11
Für die Nutzung im inland wird für das Lastschriftverfahren (ELV) lediglich der Magnetstreifen der Karte gelesen um an Kontonummer und BLZ zu gelangen. Auch die Kontoauszugsdrucker verwenden den Magnetstreifen. Im girocard/ec-cash Verfahren werden die Informationen nur noch vom Chip gelesen und mittels PIN authorisiert. Bis vor einiger Zeit hat man dazu auch noch den Magnetstreifen verwendet, welcher auch durch die nicht kopierbaren MM-Markmale zusätzlich geschützt wurde.
Im Ausland wird bei vpay nur der Chip gelesen. Die vpay Karte nur in bestimmten europäischen Ländern nutzbar. Der Geldautomat in Brasilien könnte also lediglich deine Bankverbindung aus dem Magnetstreifen lesen (ELV). Diese Informationen sind aber nicht Bestandteil des vpay-Systems sondern dienen nur zur Erhöhung der Akzeptanz von vorhandenen nationalen Verfahren. Bei Umrüstung vieler Kassenterminals und Kontoauszugdrucker hat Visa Europe sicher den Wunsch den Magnetstreifen nicht mehr zu verwenden. Somit würden sie bei Wegfall des ELV auch an der Zahlung partizipieren.
Grüße, sagitario
Eine Rückfrage zu V-Pay
Max2010
Beiträge: 9
Registriert seit
17.03.10
Hallo!
Ich bekomme jetzt nach dem Defekt meiner bisherigen "normalen" girocard eine neue zugesandt, die dann vermutlich ebenfalls nach dem V-Pay-Prinzip arbeiten wird.
Was mir klar ist nach dem Lesen dieses Threads:
Die Karte benutzt innerhalb Europas nur noch den Chip zur Kommunikation, der Magnetstreifen fällt flach. In demselbigen stehen jedoch weiterhin BLZ und Kto-Nummer. Aber: Wenn jetzt ein Betrüger die Karte dupliziert (bzw. den Magnetstreifen), und in Brasilien damit an einen Geldautomaten geht, dann kann er doch immer noch Geld von meinem Konto beziehen? Er hat ja die Kontaktdaten?
Außerdem würde es mich interessieren, wie es sich mit den vielen Läden verhält, in denen ich derzeit per EC-Karte und Unterschrift (also ohne PIN-Eingabe) bezahle. Muss ich dort künftig die PIN eingeben? Oder läuft dieses Verfahren ebenfalls rein über Magnetstreifen? Weil dann verstehe ich auch hier den Sicherheitsaspekt nicht - man könnte ja darüber auch auf mein Konto zugreifen.
Wäre schön, wenn sich einer eine Minute nehmen kann und mir dies erklären würde!
Gruß an alle!
Was Chip und Magnetstreifen enthalten
astonian
Beiträge: 4
Registriert seit
03.10.11
Der Chip dürfte zwei EMV-Anwendungen enthalten, girocard (A0000003591010028001) für inländische Transaktionen und V PAY (A0000000032010) für das Ausland, sowie die Geldkartenfunktion (die ich hier mal außen vor lass).
Sowohl girocard als auch V PAY funktionieren nicht mit den Kontodaten (BLZ und Kontonr.), sondern mit einer sogenannten PAN (primary account number), vulgo "Kartennummer". Die ist nicht 16-stellig (wie bei Kreditkarten) sondern 19-stellig, fängt mit 4 an (weil ein Visa-Produkt) und enthält unter anderem die Kontonummer.
Auf die girocard- und V-PAY-EMV-Anwendung haben nur chipfähige Terminals und Geldautomaten in Europa Zugriff, und beide Anwendungen funktionieren nur mit der Originalkarte, hier kann also kein Schindluder getrieben werden.
Der Magnetstreifen dürfte auf Spur 2 exakt die gleiche PAN im Klartext enthalten, als Fallbackmöglichkeit für die girocard-Funktion (girocard mit Magnetstreifen) -- wird an Geldautomaten gar nicht mehr und in Läden in Deutschland nur noch ausnahmsweise bei Chiplesefehlern genutzt. Ausländische Terminals und Geldautomaten dürften mit der PAN vom Magnetstreifen alleine nichts anfangen können und müssten die Karte daher abweisen.
Spur 3 enthält Kontonummer und Bankleitzahl im Klartext, mit diesen Daten können allerdings lediglich ELV-fähige Terminals in Deutschland was anfangen. Sollte ein Betrüger die Karte für ELV nutzen, kann man die Lastschriften einfach zurückgeben, da entsteht kein Schaden. Barabhebung mit Spur 3 ist ausgeschlossen, das funktioniert nicht.
kleine Korrektur
astonian
Beiträge: 4
Registriert seit
03.10.11
Ausländische Terminals und Geldautomaten dürften mit der PAN vom Magnetstreifen alleine nichts anfangen können und müssten die Karte daher abweisen.
Ich korrigiere: "... und müssten kopierte Karten daher abweisen."
@Max2010
Community-Team
Beiträge: 7911
Registriert seit
12.08.03
die V PAY-Karte funktioniert ausschließlich in Europa und einigen anderen Ländern (bspw. Israel). Bei jeder V PAY-Transaktion wird ausschließlich der Chip in Verbindung mit der PIN verwendet. Eine Zahlung per Unterschrift wird von dieser Karte (entgegen der alten Maestro-Karte) nicht unterstützt.
Die Daten des Magnetstreifens werden nicht benutzt. Dieser dient auf der Karte lediglich für einen Einsatz an deutschen Kassen, die im Rahmen des ELV (Elektronischen Lastschriftverfahren) mittels Unterschrift betrieben werden. Wenn jetzt die Daten des Magnetstreifens auf eine andere Karte übertragen werden und diese in Brasilien oder einem anderen Land zum Einsatz kommt, kann hier keine Transaktion durchgeführt werden, da V PAY eben ausschließlich auf Chip-Basis läuft und der Chip nicht kopiert werden kann. Diese Magnetstreifendaten sind also unbrauchbar.
Gruß,
das Community-Team
Alles klar, Danke!
Max2010
Beiträge: 9
Registriert seit
17.03.10
Hallo an die Helfer!
Vielen Danke für die Infos! Jetzt ist mir das soweit klar.
Gruß an alle!