Finanzentscheidungen fallen den Deutschen schwer. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 %) im Alter von 18 bis 65 Jahren beschäftigt sich zum Beispiel nur ungern mit der Finanzierung einer größeren Anschaffung. Entscheidungen zu Finanzthemen werden daher häufig aufgeschoben und erst nach langer Überlegung getroffen. Bei der Geldanlage überlässt fast jeder Vierte (24 %) die Entscheidung anderen oder wartet ab, was sich ergibt.
Ungeliebte Versicherungswahl, geliebte Urlaubsplanung
Bei Finanzfragen verlassen sich viele Deutsche vor allem auf ihr Bauchgefühl. Empfehlungen von Beratern oder Testberichte haben deutlich weniger Relevanz. Die Verantwortung für finanzielle Fehlentscheidungen hingegen wird gern abgegeben. 56 % derjenigen, die schon einmal Geld mit Aktien oder Aktienfonds verloren haben, sehen die Schuld hierfür nicht bei sich selbst, sondern bei anderen.
Finanzierungsentscheidungen: Bauchgefühl überwiegt Beraterempfehlungen
Im Jahr drei nach dem Ausbruch der Finanzmarktkrise geben 62 % der Deutschen an, dass Sicherheit bei der Geldanlage für sie sehr wichtig ist. Rendite als Anlagekriterium spielt hingegen nur für etwa ein Drittel der Befragten (32 %) eine große Rolle. Die Verständlichkeit eines Anlageprodukts ist für mehr als jeden Zweiten (56 %) sehr wichtig.
Sicherheit ist wichtigstes Anlagekriterium
Verständlichkeit der Geldanlage ist sehr wichtig
Bei der Entscheidung für eine Anlageform ist das Sparbuch (55 %) das häufigste Anlageprodukt der Deutschen. Ein Tagesgeldkonto - die moderne Form des Sparbuchs und zugleich wesentlich flexibler - nutzen hingegen nur 39 % der Befragten. Aktien besitzen 14 % der Deutschen. Immerhin etwa ein Drittel (29 %) der Befragten gibt an, Fondsanteile im Depot zu halten.
Sparbuch ist die häufigste Form der Geldanlage
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