Pressemitteilung

08.08.2012 - comdirect Brokerage Index: Hohe Volatilität verunsichert Privatanleger

Kaufbereitschaft bei Aktien geht zurück – Finanztitel und Automobilwerte im Fokus – Apple gefragt, Eon auf Verkaufsliste – Indexstand Juli: 96,1 Punkte

Quickborn. Die Privatanleger in Deutschland haben sich im Juli von der Ungewissheit an den Finanzmärkten beeinflussen lassen und die meiste Zeit zurückhaltend agiert. In den ersten drei Handelswochen warteten sie auf klare Signale und kauften bei steigenden Kursen nur moderat Aktien. Nach dem starken Rücksetzer des Dax in der letzten Handelswoche stieg die Kaufaktivität deutlich an, als viele Privatanleger die günstigen Kurse zum Einstieg nutzten und anschließend vermehrt Gewinne realisierten. Auf Monatssicht hielten sich bei Aktien Käufe und Verkäufe die Waage, über alle Anlageklassen hinweg war die Verkaufsbereitschaft aber erneut höher als die Kaufbereitschaft. Der comdirect Brokerage Index stieg auf 96,1 Punkte (Juni: 94,9 Punkte), liegt aber weiter unter der Marke von 100 Punkten.

Zu den meistgehandelten Titeln zählten Banken- und Automobilwerte. Im Fokus standen vor allem die Aktien von Deutscher Bank, Commerzbank und Daimler. Die Präsentation der Halbjahresbilanz und die Ankündigung des Personalabbaus bei der Deutschen Bank führten zu erhöhter Handelsaktivität. In die Liste der Top-5-Käufe schafften es auch Apple und Thyssen-Krupp. Eon-Papiere wurden vermehrt verkauft. Der Brokerage Index für die Anlageklasse Aktien sank auf 100,7 Punkte (Juni: 112,2 Punkte). „Die Ungewissheit, wie es mit der europäischen Schuldenkrise weitergeht, liegt wie ein Schatten über den Märkten. Die hohe Volatilität verunsichert viele Privatanleger und führt zu Zurückhaltung. Ein eindeutiger Handelstrend ist derzeit nicht erkennbar“, sagt Stefan Wolf, Produktmanager Trading von comdirect.


comdirect Brokerage Index Juni 2012 (Quelle: comdirect)
Quelle: comdirect bank AG


Der Brokerage Index für Rentenpapiere stieg zum vierten Mal in Folge leicht auf 45,6 Punkte an (Juni: 39,1 Punkte), signalisiert aber auch weiterhin eine deutliche Verkaufstendenz. Wie schon im Vormonat waren als Folge des Zwangsumtauschs auch im Juli gleich fünf Griechenland-Bonds die meistverkauften Anleihen. Auch Fonds wurden überwiegend verkauft. Der Index für diese Anlageklasse legte leicht auf 53,9 Punkte zu. Im Vormonat hatte der Wert bei 52,1 Punkten gelegen und damit ebenfalls eine erhöhte Verkaufsbereitschaft der Anleger widergespiegelt.


Der comdirect Brokerage Index im Detail

Juli 2012
Juni 2012
Index gesamt 96,1 94,9
Aktien 100,7 112,2
Fonds (ohne Sparpläne) 53,9 52,1
Zertifikate 100,3 96,5
Renten 45,6 39,1
Optionsscheine 98,9 98,4

Hintergrund comdirect Brokerage Index
Der comdirect Brokerage Index erscheint monatlich. Die Daten zur Berechnung des Indexes sind repräsentativ für das Verhalten der Privatanleger in Deutschland. Der Index zeigt, ob die Privatanleger tendenziell stärker in Wertpapiere investieren oder ob die Investitionsneigung eher rückläufig ist. Für die Berechnung des Indexes werden die Wertpapierkäufe den -verkäufen der rund 780.000 Depotkunden der comdirect bank AG gegenübergestellt und mit dem langjährigen Durchschnitt verglichen. Orders institutioneller Kunden fließen nicht in die Auswertung ein. Für die Berechnung des Indexes ist es unerheblich, ob die Gesamtzahl der Wertpapierorders im Berichtsmonat gestiegen oder gesunken ist. Ein Indexstand über 100 Punkten zeigt an, dass die Kaufbereitschaft der Anleger im betrachteten Monat zunahm; ein Stand unter 100 Punkten deutet auf eine rückläufige Investitionsbereitschaft hin. Weitere Informationen zum comdirect Brokerage Index und zur Methodik finden Sie in einem Factsheet, das wir Ihnen gerne zusenden.

Hinweis für Redaktionen
Alle Pressemitteilungen finden Sie unter http://www.comdirect.de/presse. Sofern Sie keine Informationen erhalten möchten, teilen Sie uns dies bitte mit unter presse@comdirect.de.

Pressekontakt
comdirect bank AG, Pascalkehre 15, D-25451 Quickborn
Johannes Friedemann, E-Mail presse@comdirect.de.
Telefon +49 (0) 41 06/704-1340, Telefax +49 (0) 41 06/704-3402

 

Pressearchiv